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Wirkliche Chance auf Versöhnung?

Die Hamas kündigt an, über ein Versöhnungsabkommen mit der Fatah verhandeln und Parlamentswahlen zustimmen zu wollen

Annäherungsversuche zwischen Hamas und Fatah gab es in den vergangenen Jahren immer wieder, erfolgreich waren sie nicht. Doch nun steht die Hamas, die den Gazastreifen beherrscht, unter Druck: Sie hat alle Verbündeten im Ausland verloren und ist politisch weitgehend isoliert. Wird es diesmal mit einer Einigung klappen?

Von Tim Assmann
Am 18.09.2017

Eine historische Chance – so nannte der Pressesprecher von Mahmud Abbas die Stellungnahme der Hamas. Doch dieser Einschätzung folgten nicht viele im Lager des palästinensischen Präsidenten. Es überwiegt die Skepsis, dass die Hamas wirklich alles umsetzt, was sie ankündigte. Das wäre dann zumindest in weiten Teilen eine Machtübergabe im Gazastreifen. Das sogenannte Verwaltungskomitee – eine Art Schattenregierung – sei aufgelöst, erklärte die Hamas-Führung zunächst per Stellungnahme. Und später bekräftigte es Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum auch im Fernsehinterview.

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Beitrag: Mike Lingenfelser | Kamera: Sawah Abu Seif | Ton: Muthasem Rashid | Schnitt: Amir Tal.

Hamas hat mutig, wohlüberlegt und patriotisch gehandelt und entschieden, das Verwaltungskomitee aufzulösen. Aber wie wird nun der Palästinenserpräsident auf diesen Schritt und auf die ägyptischen Bemühungen reagieren? Mahmud Abbas und die Fatah müssen jetzt die Hoffnungen des palästinensischen Volkes erfüllen und Einigkeit herstellen, damit wir gemeinsam den Herausforderungen begegnen können – vor allem der israelischen Besatzung und den Siedlungen. Die Hamas ist bereit, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, um eine Versöhnung und Einigkeit zu erreichen.

— Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum
Hamas-Sprecher Fawzi Barhoum (links) kündigte im Fernsehen an, dass die Hamas das Verwaltungskomitee auflösen wird und bereit sei, alle Hindernisse für eine Versöhnung aus dem Weg zu räumen. Foto: dpa | picture alliance

Die Hamas hat die palästinensische Autonomiebehörde von Präsident Abbas aufgefordert, in den Gazastreifen zurückzukehren und die Regierung zu übernehmen. Was jedoch aus den bewaffneten Sicherheitskräften der Hamas wird, wer sie künftig kontrolliert, das ließ die Bewegung offen. An dieser Frage scheiterten bereits in der Vergangenheit Versöhnungsversuche mit der Fatah und dieser unklare Punkt ist ein Grund dafür, dass die Partei des Palästinenserpräsidenten mehrheitlich eher zurückhaltend auf die Hamas-Ankündigung reagierte.

Wir begrüßen das natürlich und wir geben keinem arabischen und keinem internationalen Staat die Gelegenheit, mit dem Finger auf uns zu zeigen und uns als Hindernis zu bezeichnen. Wir sind nicht der Grund für die Teilung. Ich hoffe, wir können der Welt ein Beispiel für eine Lösung geben. Die palästinensische Sache ist eine gerechte Sache und unser Volk braucht eine verantwortliche Führung, die nahe bei den Menschen ist.

— Abbas Zaki, Mitglied im Zentralkomitee der Fatah
Wird sich Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf das Angebot der Hamas einlassen? Foto: dpa | picture alliance

Nahe bei den Menschen sind aber aus Sicht der Menschen weder Hamas noch Fatah. Beide Bewegungen gelten als korrupt. Im Westjordanland hat die dort regierende Fatah von Mahmud Abbas kaum Rückhalt und im Gazastreifen spricht dieser Passant wohl aus, was viele denken.

Die Menschen sorgen sich nicht um die palästinensische Einheit, sondern um die Wasser- und die Stromversorgung. Die Leute sind frustriert. Die Versöhnung bedeutet mir nichts. Ich leide unter zehn Jahren Abriegelung. Ich brauche weder Fatah noch Hamas.

— Passant im Gazastreifen

Zehn Jahre Hamas und zehn Jahre innerpalästinensischer Bruderkampf haben den mittlerweile zwei Millionen Menschen im Gazastreifen drei Kriege mit Israel, die Abriegelung durch Israel und Ägypten und Verelendung gebracht. Zuletzt erhöhte Mahmud Abbas den Druck auf den Küstenstreifen. Er schränkte die Stromlieferungen ein und kürzte die Gehälter staatlicher Angestellter. So wollte der Palästinenserpräsident Druck auf die Hamas machen. Er traf die Bevölkerung. Unter ägyptischer Vermittlung lenkte die Hamas nun ein und kündigte an, zentrale Forderungen von Abbas zu erfüllen. Sie will über ein Versöhnungsabkommen mit der Fatah verhandeln und auch freien Parlamentswahlen im Westjordanland und im Gazastreifen zustimmen.

Politisch isoliert

Dass die Hamas zu Zugeständnissen bereit ist, zeichnete sich bereits in den vergangenen Monaten ab. Die Bewegung verlor nach und nach alle Verbündeten im Ausland und ist politisch weitgehend isoliert. Im Gegenzug für ihr Einlenken im Streit mit der Fatah ist Ägypten nun möglicherweise bereit, seine Abriegelung des Gazastreifens zu lockern. Damit würde die Hamas bei der Bevölkerung punkten. Ob aber wirklich eine Einigung mit der Fatah gelingt, ist weiter offen und wird sich wohl erst am Ende von langwierigen Verhandlungen beider Seiten unter ägyptischer Vermittlung zeigen.

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Kommentare

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19 thoughts on “Wirkliche Chance auf Versöhnung?”

    gunther, Montag, 25.09.17, 9:30 Uhr

    sonic kid, danke fuer die Antwort. Allerdings kann ich nicht daran glauben, dass Hamas, Hisbollah und Iran, nebenbei auch Fatah, ihre grundlegende Judenfeindschaft beenden. Sie alle berufen sich nicht ...

    sonic kid,

    danke fuer die Antwort. Allerdings kann ich nicht daran glauben, dass Hamas, Hisbollah und Iran, nebenbei auch Fatah, ihre grundlegende Judenfeindschaft beenden. Sie alle berufen sich nicht nur auf den Propheten, sondern der Antijudaismus ist ihre einzige Existenzberechtigung. Solange sich die Moslems nicht gegen ihre eigenen „Politiker“ wehren, wird es keine Aenderung geben. Der Sprecher der Fatah, angeblich ja moderat und von deutschen Politikern hofiert, hat erst jetzt betont, dass die Fatah Israel niemals anerkennen wird.

      Doris, Montag, 25.09.17, 11:16 Uhr

      Die Palästinenser haben also keine Existenzberechtigung? Sie sprechen den Palästinensern also das Existenzrecht ab? Sie sind nicht besser als irgendwelche Holocaustleugner. Sie sind auf dem selben Niv ...

      Die Palästinenser haben also keine Existenzberechtigung? Sie sprechen den Palästinensern also das Existenzrecht ab?

      Sie sind nicht besser als irgendwelche Holocaustleugner. Sie sind auf dem selben Niveau!

      sonic kid, Dienstag, 26.09.17, 10:34 Uhr

      Doris, falls das stimmen sollte, wie Gunther es formuliert, dass 'Antijudaismus [...] ihre einzige Existenzberechtigung' sei, dann möchte ich dem palästinensischen Volk gerne seine Existenzberechtigun ...

      Doris, falls das stimmen sollte, wie Gunther es formuliert, dass ‚Antijudaismus […] ihre einzige Existenzberechtigung‘ sei, dann möchte ich dem palästinensischen Volk gerne seine Existenzberechtigung absprechen.
      Immerhin denke ich, dass Gunther da nur seine Wahrnehmung der Reden palästinensischer Politiker widergibt und sich durchaus bewusst ist, dass ein friedfertiges, positiv denkendes Volk der Palästinenser möglich ist.
      Dauert halt, ‚Reeducation‘ hieß das früher. Ach, und weil wir immer gerne beide Seiten betrachten: Israel hat sich nach meiner Außenansicht auch ein bisschen in eine aggresive Grundhaltung reindrängen lassen.

      Doris, Dienstag, 26.09.17, 16:13 Uhr

      Sonic ich wäre froh, wenn die Mehrheit der Israelis das auch so sähen. Leider haben die Zionisten schon Anfang des 20 Jahrhunderts angefangen friedliche palästinensische Bauern von deren Land zu vertr ...

      Sonic ich wäre froh, wenn die Mehrheit der Israelis das auch so sähen. Leider haben die Zionisten schon Anfang des 20 Jahrhunderts angefangen friedliche palästinensische Bauern von deren Land zu vertreiben, nur weil sie keine Juden waren.

      Der Jewish national fund verlangt, dass auf ein mal vom jewish national fund gekauftem Land kein Nicht-Jude mehr arbeiten darf.

      Viel Spass bei der Reeducation von rassistischen Zionisten! Mal sehen wie lange es dauert, bis die bereit sind mit den Palästinensern zusammen zu leben.

      Den radikalen Zionisten ging es schon immer darum die Nicht-Jüdische Mehrheit des Landes zu vertreiben und zu entrechten, um einen jüdischen Staat auf mehrheitlich muslimischen Land zu errichten.

      martina, Dienstag, 26.09.17, 20:09 Uhr

      hallo gunther. ist das die antwort, wie sie sich eine friedliche lösung vorstellen? da es seit einiger zeit keine wahlen von fatah / hamas gab, stelle ich mir das sehr schwierig vor, wie die palästine ...

      hallo gunther. ist das die antwort, wie sie sich eine friedliche lösung vorstellen? da es seit einiger zeit keine wahlen von fatah / hamas gab, stelle ich mir das sehr schwierig vor, wie die palästinenser sich gegen hamas und fatah wehren sollen. wie stellst du dir das vor?
      da der iran / hisbollah (libanon) ein anderes land ist oder zu einem anderen land gehört, hat er direkt mit der besatzung nichts mehr zu tun. und kann somit auch keine rechtfertigung sein.
      wer sich auch immer auf ein glaubensbuch (koran, bibel, tora usw. ) bei politischen themen bezieht, ist aus meiner sicht radikal. denn alle diejenigen fordern indirekt einen gottesstaat und keine toleranz. lg

    gunther, Freitag, 22.09.17, 10:11 Uhr

    Herr K., wie immer blenden Sie unangenehme Dinge aus. 1. Die Grenze zwischen Gaza und Aegypten ist abgeriegelt. Also nicht nur Israel sind die Boesen. 2. In Artikel 7 der Hamas-Charta wird mit Bezug a ...

    Herr K.,

    wie immer blenden Sie unangenehme Dinge aus.
    1. Die Grenze zwischen Gaza und Aegypten ist abgeriegelt. Also nicht nur Israel sind die Boesen.
    2. In Artikel 7 der Hamas-Charta wird mit Bezug auf den Propheten ganz klar die Vernichtung aller Juden propagiert.
    Israel muss die Hamas also nicht „bezichtigen“, wie Sie schreiben.
    3. Die „Forderung nach Freiheit“: Was versteht die Hamas unter Freiheit? Das ist ja wohl ein Witz. Ein Blick nach Gaza genuegt.
    4. Was geschieht mit den zig Millionen Hilfsgeldern fuer Gaza? Baut die Hamas damit Haeuser? Verbessert die Hamas die Infrastruktur? Beschaeftigt die Hamas damit Personal in Krankenhaeusern? Bezahlt die Hamas die Stromlieferungen?
    5. Die Herrschaft der Hamas in Gaza macht hochmuetig. Voellig richtig.

    Die Hamas ist international isoliert. Und sie will die Herrschaft im Westjordanland. Dazu dient das ganze Tamtam.
    Die alleinige Schuld bei Israel zu suchen, entspricht zwar Ihrem Weltbild, ist damit aber noch nicht die Wahrheit.

    Michael K., Donnerstag, 21.09.17, 1:05 Uhr

    ariel, man kolonisiert ein Land, vertreibt eine Bevölkerung und verliert keine Minute immer wieder die einheimische Bevölkerung als Terroristen hinzustellen. Mit welchem Recht herrscht man über ein an ...

    ariel, man kolonisiert ein Land, vertreibt eine Bevölkerung und verliert keine Minute immer wieder die einheimische Bevölkerung als Terroristen hinzustellen. Mit welchem Recht herrscht man über ein anderes Volk, unterdrückt es auf brutalste Weise und bezichtigt es die Vernichtung Israels auf die Fahne geschrieben zu haben, anstatt dessen Forderung nach Freiheit als legitim zu empfinden? Welchen Sinn macht es unter einer Besatzung zu leben?

    Herrschen zu können macht hochmutig und arrogant. Man zieht Siedler ab, kontrolliert aber weiterhin die Bevölkerung Gazas, lässt normale wirtschaftliche Rahmenbedingungen die Entwicklung und Fortschritt bringen würden nicht zu und fragt verächtlich warum Gaza sich noch nicht zu einem neuen Singapur entwickelt hat.

    Wenn man sich um die Zukunft der Bewohner in den offenen Gefängnissen der Palästinenser wirklich kümmern würde, dann müsste sich die israelische Führung und Zivilgesellschaft auf eine humanere Strategi besinnen.

    sonic kid, Mittwoch, 20.09.17, 11:30 Uhr

    Ein bisschen überrascht bin ich sowohl über die Neuigkeit aus Gaza wie über die relative Funkstille in den Kommentaren. Letztere etwa, weil die Nachricht in keines der festen Feindprojektionen passt? ...

    Ein bisschen überrascht bin ich sowohl über die Neuigkeit aus Gaza wie über die relative Funkstille in den Kommentaren. Letztere etwa, weil die Nachricht in keines der festen Feindprojektionen passt? Oder einfach, weil die Ernsthaftigkeit und der Ausgang des Versöhnungsprozesses so schlecht abzuschätzen ist?
    So geht es mir auch: Große Zweifel, aber doch auch ein kleines bisschen Hoffnung.

      gunther, Mittwoch, 20.09.17, 15:03 Uhr

      Hoffnung worauf?

      Hoffnung worauf?

      sonic kid, Samstag, 23.09.17, 1:47 Uhr

      Kurze und gute Frage! Zuerst schwingt eine leise Hoffnung mit, dass es der Zivilbevölkerung in Gaza besser gehen wird, wenn nicht mehr aus politischen Erwägungen heraus lebensnotwendige Güter rationie ...

      Kurze und gute Frage!
      Zuerst schwingt eine leise Hoffnung mit, dass es der Zivilbevölkerung in Gaza besser gehen wird, wenn nicht mehr aus politischen Erwägungen heraus lebensnotwendige Güter rationiert werden. Das bedeutet aber natürlich, dass die Hamas aus der Verantwortung verschwindet und nicht wie von dir befürchtet nur Anlauf auf die gesamte Autonomiebehörde nimmt. Was eine sich vielleicht öffnende Grenze zu Ägypten bringen könnte, kann ich schlecht abschätzen. Auch da ist Hoffnung größer als Erwartung.
      Schließlich hoffe ich auch, dass zumindest keine Raketen aus Gaza mehr abgefeuert werden. Die islamistischen Attentate mit Messern und Fahrzeugen jedoch werden leider weiter einen Frieden mit Israel verunmöglichen.

      ariel, Sonntag, 24.09.17, 12:24 Uhr

      sollte die PA den gazastreifen wieder uebernehmen, wird es den menschen helfen. zur erinnerung, die grenze zu aegypten war 24/7 fuer menschen und warenverkehr offen bis die hamas sich an die manch put ...

      sollte die PA den gazastreifen wieder uebernehmen, wird es den menschen helfen. zur erinnerung, die grenze zu aegypten war 24/7 fuer menschen und warenverkehr offen bis die hamas sich an die manch putschte.

      der zoll wurden von eu beamten geleitet, welche nach dem putsch nach israel in die sicherheit gebracht wurden. seit dem ist die grenze fuer den warenverkehr zu.

      hamas wie andere arabische terroristen davor, dachten dass sie israel durch gewalt zu mehr zugestaendnissen zwingen koennen. von der eigenen macht und propaganda besoffen, versuchten sie in drei kriegen von israel erleichterungen zu bekommen, was natuerlich gescheitert ist. nach 10 jahren kommt endlich der kater.

      das einzige, was die stimmung vermasseln kann, ist die weigerung der hamas die zwei entfuehrten zivilisten und zwei leichen freizugeben. sollte es nicht geschehen, wird israel weiterhin den gazastreifen belagern.

      Michael K., Sonntag, 24.09.17, 21:01 Uhr

      sonic, verwunderlich, wie stete Propaganda Wahrheiten befördern, die sie gar nicht sind. Selbstverständlich ist es nicht zivilisiert mit Autos nichts ahnende Menschen an-umfahren zu wollen oder mit Me ...

      sonic, verwunderlich, wie stete Propaganda Wahrheiten befördern, die sie gar nicht sind. Selbstverständlich ist es nicht zivilisiert mit Autos nichts ahnende Menschen an-umfahren zu wollen oder mit Messern auf sie loszugehen. Solche Angriffe werden wahrgenommen , ohne dass man die Ursachen hinterfragt. Wer finder sich ab vertrieben zu werden? Es muss doch tragisch für die sein, die nicht mehr Herr im eigenen Haus sind. Wer Menschen vertreibt, sie enteignet und unterdrückt, ist da eine Gegenwehr nicht nur natürlich? Messerstechen geht nicht, aber der Gebrauch von Maschinengewehren, Panzern, bewaffnete Helikopter, Kampfjets, Checkpoints, tägliche Schikanen, das geht? Ein Volk mit High-tech Waffen zu unterdrücken, soll wirklich salonfähig sein? Man fragt sich was mit der Welt los ist seitdem mit Macht begangenes Unrecht nur mit Indifferenz registriert wird, Man fragt sich für wen der Grundsatz gilt, dass die Würde des Menschen unantastbar sei.

    ariel, Montag, 18.09.17, 13:27 Uhr

    10 jahre sind nicht ausreichend um aus einer terrorganisation einen staat aufzubauen. wenn ich mir die gruendung israels anschaue, so wird der unterschiedlich zu hamas oder der fatah sehr deutlich. di ...

    10 jahre sind nicht ausreichend um aus einer terrorganisation einen staat aufzubauen.

    wenn ich mir die gruendung israels anschaue, so wird der unterschiedlich zu hamas oder der fatah sehr deutlich. die juden haben versucht so schnell wie moeglich staatsstrukturen zu schaffen und sich vorallem wirtschaftlich unabhaengig zu machen.

    bei der autonomiebehoerde und der hamas liegen die schwerpunkte bei der zerstoerung israels. besonders was den gazastreifen angeht wird es sehr deutlich. anstatt seit dem israelischem abzug etwas aufzubauen, hat man zuerst die fatah durch hamas abgeloest um dann fuer einen voellig sinnlosen krieg gegen israel aufzuruesten.

    nach 10 jahren hat man gemerkt, dass die geschichte sich schon wieder wiederholt. man wurde, was die entwicklung angeht 10 jahre zurueckgeworfen. man kann von 20 verloreren jahren reden. einer ganze generation wurde die zukunft geraubt. gelernt hat man natuerlich nichts.

      Doris, Montag, 25.09.17, 11:20 Uhr

      "die juden haben versucht so schnell wie moeglich staatsstrukturen zu schaffen und sich vor allem wirtschaftlich unabhaengig zu machen." Die Zionisten haben vor allem versucht schnellstmöglich viele A ...

      „die juden haben versucht so schnell wie moeglich staatsstrukturen zu schaffen und sich vor allem wirtschaftlich unabhaengig zu machen.“

      Die Zionisten haben vor allem versucht schnellstmöglich viele Araber zu vertreiben, und deren Besitz und Land zu stehlen, um eine jüdische Mehrheit zu schaffen. Vergessen sie das nicht!
      Es ging um die Vernichtung der Palästinenser und deren Identität. Die Zionisten haben sich auf die Zerstörung Palästinas und die Vertreibung und Entrechtung der Palästinenser konzentriert, um auf deren Land einen rassistischen Judenstaat zu gründen!

      ariel, Montag, 25.09.17, 15:00 Uhr

      Die arabischen Nationalisten haben vor allem versucht schnellstmöglich viele Juden zu vertreiben, und deren Besitz und Land zu stehlen, um eine jüdische Anwesenheit zu verhindern. Vergessen sie das ni ...

      Die arabischen Nationalisten haben vor allem versucht schnellstmöglich viele Juden zu vertreiben, und deren Besitz und Land zu stehlen, um eine jüdische Anwesenheit zu verhindern. Vergessen sie das nicht!
      Es ging um die Vernichtung der Juden und deren Verbindung zu dem Land. Die Araber haben sich auf die Zerstörung der jüdischen Gemeinschaft und die Vertreibung und Entrechtung der Juden konzentriert, um auf deren Land einen judenfreien islamistischen Staat zu gründen!

      Doris, Donnerstag, 28.09.17, 10:50 Uhr

      Wann haben in Palästina arabische Nationalisten versucht jüdisches Land zu stehlen? War es nicht genau andersherum? Sind nicht europäische Juden nach Palästina gekommen, um das mehrheitlich arabische ...

      Wann haben in Palästina arabische Nationalisten versucht jüdisches Land zu stehlen?
      War es nicht genau andersherum? Sind nicht europäische Juden nach Palästina gekommen, um das mehrheitlich arabische Land zu einem Judenstaat umzuformen? Haben die Zionisten nicht genau deswegen durch Massaker an palästinensischen Zivilisten versucht die muslimische Mehrheit aus dem Land zu vertreiben?
      Wer hatte vor einen judenfreien islamischen Staat zu gründen? Eine jüdische Anwesenheit in Palästina gab es schon so lange. Wer hat versucht das zu ändern? Die Palästinenser haben nur versucht sich gegen die Gründung eines Judenstaates auf mehrheitlich muslimischem Land und den damit verbundenen Landraub zu verteidigen.
      Der erste Widerstand regte sich erst nachdem durch den Jewish National Fund schon zig Palästinenser vertrieben wurden und die Zionisten keinen Hehl daraus machten, dass sie durch die Vertreibungen einen jüdischen Staat auf mehrheitlich muslimischem Land zu gründen planten.

      ariel, Donnerstag, 28.09.17, 13:42 Uhr

      doris, die juden, welche aus europa nach palaestina kamen, haben sich nur dort angesiedelt, wo das land durch das juedische nationalfond gekauft worden ist. da die britten und davor die tuerken das la ...

      doris, die juden, welche aus europa nach palaestina kamen, haben sich nur dort angesiedelt, wo das land durch das juedische nationalfond gekauft worden ist. da die britten und davor die tuerken das land beherrschten, gab es ueberhaupt keine moeglichkeit jemanden das land zu stehlen oder jemanden zu vertreiben. d.h. der versuch der araber die juden aus dem land zu vertreiben kan man als landdiebstahl bezeichnen.

      Doris, Donnerstag, 28.09.17, 15:59 Uhr

      Stellen sie sich doch mal vor, für die muslimischen Flüchtlinge, die momentan nach Deutschland kommen, würden Deutsche jetzt aus Deutschland nach Österreich vertrieben werden. Sie würden ihren ganzen ...

      Stellen sie sich doch mal vor, für die muslimischen Flüchtlinge, die momentan nach Deutschland kommen, würden Deutsche jetzt aus Deutschland nach Österreich vertrieben werden. Sie würden ihren ganzen besitz zurücklassen müssen und sich auf ein neues Leben in Österreich einstellen.

      Denken sie nicht, dass die vertriebenen Deutschen zu Recht was dagegen hätten, dass sie von ihrem Land vertrieben werden? Genauso hatten die Palästinenser ein Problem damit vertrieben zu werden und ihr Land und somit ihre Lebensgrundlage zu verlieren.

      Der Jewish National Fund ist eine rassistische Organisation die eine riesen Beitrag dafür geleistet hat, dass der Konflikt sich dermaßen verschärft hat. Leider hat der Jewish National Fund auch heute noch einen riesen Einfluss in Israel.

      Doris, Freitag, 29.09.17, 10:30 Uhr

      Sie meinen, dass der Jewish Nationl Fund an Großgrundbesitzer im Ausland, die nie in Palästina waren Geld gegeben hat und die einheimischen Bauern von deren Land vertrieben hat? Der Jewish national Fu ...

      Sie meinen, dass der Jewish Nationl Fund an Großgrundbesitzer im Ausland, die nie in Palästina waren Geld gegeben hat und die einheimischen Bauern von deren Land vertrieben hat? Der Jewish national Fund hat die Doktrin, dass auf jüdischem Land keine Nicht-Juden leben oder arbeiten dürfen.
      Diese palästinensischen Bauern haben durch die Vertreibung von ihrem Land die Lebensgrundlage für sich und ihre Familien verloren. Ich kann gut nachvollziehen, dass diese armen Bauern einen Hass auf die jüdischen Einwanderer bekommen haben, die sie vertrieben haben.
      Der Jewish National Fund ist einer der Hauptschuldigen, dass der Konflikt entbrannt ist.

      Vor den Vertreibungen durch den Jewish National Fund wurden die jüdischen Flüchtlinge problemlos in Palästina aufgenommen. Erst nachdem die Pläne offenbart wurden, dass sie das ganze Land für sich beanspruchten und die muslimische Mehrheit vertreiben wollten kam es zu Widerstand.
      Palästina war eben nicht das Land ohne Volk …