Foto: BR | Tel Aviv

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“Wir verdienen Frieden”

Viele Frauen – eine Vision

72 Tage – so lange haben die Frauen von Women Wage Peace im Rosengarten gegenüber der Knesset in Jerusalem ausgeharrt. Eine Form des gewaltlosen Protestes mit einer konkreten Forderung: die Regierung muss eine friedliche Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt finden. Seit 2014 verfolgt die Non-Profit-Organisation dieses Ziel. Innerhalb dieser vier Jahre ist die Zahl an Mitgliedern auf mehr als 50.000 gestiegen. Es sind Frauen aus ganz Israel und den palästinensischen Gebieten, vom linken bis zum rechten politischen Spektrum, von säkular bis streng religiös. Eine Vielfalt, die gleichzeitig ihre größte Stärke ist. Denn trotz der unterschiedlichen Meinungen und Ansichten haben die Frauen eines gemeinsam: sie alle wünschen sich Ruhe und Frieden für ihr Land.

Von Studio Tel Aviv
Am 08.08.2018

Beitrag: Jana Krug | Kamera: Michael Shubitz | Ton: Mosche Lubliner | Schnitt: Amir Tal

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9 thoughts on ““Wir verdienen Frieden””

    Axel Stolpe, Donnerstag, 09.08.18, 23:47 Uhr

    Also ich finde das ganz toll. Nur frage ich mich dann schon, warum die Damen nucht noch die paar Kilometer weiter ziehen nach Ramallah. Immerhin sitzt da die Gegenpartei.

    Also ich finde das ganz toll. Nur frage ich mich dann schon, warum die Damen nucht noch die paar Kilometer weiter ziehen nach Ramallah. Immerhin sitzt da die Gegenpartei.

    gunther, Donnerstag, 09.08.18, 1:50 Uhr

    Trotz "Waffenruhe" schießt die Hamas weiterhin Raketen nach Israel ("Die Zeit"). Seit 2007 unterhält die Hamas ein brutales Terrorregime gegen die eigene Bevölkerung. Das hat nichts mit Israel zu tun. ...

    Trotz „Waffenruhe“ schießt die Hamas weiterhin Raketen nach Israel („Die Zeit“).
    Seit 2007 unterhält die Hamas ein brutales Terrorregime gegen die eigene Bevölkerung. Das hat nichts mit Israel zu tun.
    Es ist so einfach und auch dumm, für alles Israel verantwortlich zu machen und bei den Terroristen alles zu entschuldigen. So warnt Abbas‘ Partei die Hamas vor einem Waffenstillstand mit Israel.
    Der Iran behauptet, Israel sorge dafür, dass es im Iran nicht regnet.
    Muslimische Kleriker behaupten, dass die Erdbeben der vergangenen Wochen von Israel künstlich erzeugt wurden, um schlussendlich die Al-Aqsa-Moschee zerstören zu wollen.
    Das sind Phantasien der sattsam bekannten jüdischen Weltverschwörungstheorien.
    Wie weit kann der Schwachsinn noch gehen?

    Gerd, Mittwoch, 08.08.18, 16:49 Uhr

    Da schau her. Sie protestieren vor der Knesset und verlangen von der israelischen Regierung Frieden zu schließen. Welche Forderungen haben sie an die PLO gestellt und wie oft dafür in Ramallah demonst ...

    Da schau her. Sie protestieren vor der Knesset und verlangen von der israelischen Regierung Frieden zu schließen. Welche Forderungen haben sie an die PLO gestellt und wie oft dafür in Ramallah demonstriert?

      Michael K., Mittwoch, 08.08.18, 18:12 Uhr

      Gerd, in der Tat. Warum hat man nicht in Ramallah protestiert und verlangt, die Palästinenser sollen sich im Staub vor ihre israelischen Besatzer werfen und um das Recht auf Versklavung und Ünterdücku ...

      Gerd, in der Tat. Warum hat man nicht in Ramallah protestiert und verlangt, die Palästinenser sollen sich im Staub vor ihre israelischen Besatzer werfen und um das Recht auf Versklavung und Ünterdückung bitten. Was sollten sie sonst einem Siedlerkolonialismus anbieten können, der sie erfolgreich vertrieben hat und der mit dem erzeugten Elend und Unrecht gut leben kann. Mit der Zeit gewöhnt man sich an Unrecht, an Ungleichheit, an die unterdrückende Rolle die man als Besatzungsmacht nun einmal ausübt. Solange sich ein Volk damit abfindet, dann ist es eine friedliche Welt. Aufbegehren wäre nur Terrorismus. Und das bekämpfen wir ja alle.

      Lotte, Mittwoch, 08.08.18, 19:22 Uhr

      Auf die Website gehen: "gegenseitig- verbindlich-gewaltfrei". In die Realität gehen, allein die der letzten Wochen:Gaza: die Hamas und der islam. Jihad haben zum wiederholten Male das Leben ihre eigen ...

      Auf die Website gehen: „gegenseitig- verbindlich-gewaltfrei“.

      In die Realität gehen, allein die der letzten Wochen:Gaza:
      die Hamas und der islam. Jihad haben zum wiederholten Male das Leben ihre eigenen Jugendlichen voraussehbar und zynisch geopfert – immer wieder Waffenstillstände gebrochen – gewaltfrei war rein gar nichts.
      Israel will keinen neuen Krieg; sonst wäre er längst da.

      Axel Stolpe, Freitag, 10.08.18, 5:23 Uhr

      Sorry Michael K aber alles was Sie sagen klingt für mich wie Propaganda der Fatah und Hamas. Sie als Freund der Palästinenser sollten doch wissen, dass palästinensische Journalisten massiv bedroht wer ...

      Sorry Michael K aber alles was Sie sagen klingt für mich wie Propaganda der Fatah und Hamas. Sie als Freund der Palästinenser sollten doch wissen, dass palästinensische Journalisten massiv bedroht werden, von den Sicherheitsbehörden gefangen genommen werden und gefoltert werden. Warum fragt hier niemand, warum man im Beitrag keine einzige arabische Frau sieht? Warum hört man keine einzige arabische Stimme? Die Antwort ist recht einfach, die Frauen werden bedroht und beschimpft. Und ein solcher Gang nach Ramallah würden in Tränengas und Schlagstöcken enden. Warum sehen die „Freunde Palästinas“ nicht ein das die palästinensische Führung ebend doch keine Weisenknaben sind, sondern sehr massiv mit den Leben ihrer eigen Bewohner spielen, damit sie möglichst lange an der Macht bleiben.

      Michael K., Samstag, 11.08.18, 2:04 Uhr

      Aksel Stolpe, Ich sehe erst einmal, dass ein Volk von einem anderen Volk beherrscht und daher unterdrückt wird. Seit Jahrzehnten. Dass da nichts Gutes dabei herauskommen kann ist fast eine Selbstverst ...

      Aksel Stolpe, Ich sehe erst einmal, dass ein Volk von einem anderen Volk beherrscht und daher unterdrückt wird. Seit Jahrzehnten. Dass da nichts Gutes dabei herauskommen kann ist fast eine Selbstverständlichkeit und das sollte man auch ändern.

      Du sagst, die Palästinenser werden intern bedroht, Journalisten festgenommen, etc. Richtig, dagegen wird auch kräftig protestiert. Die israelisch-palästinensische Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Sicherheit ist dabei sehr behilflich. Nächtliche von israelischen Soldaten ausgeführten Razzien produzieren Tausende von Menschen die in israelischen Gefängnissen schmoren, viele warten noch auf eine richterliche Begründigung. Aber bedrohte Rechtlosigkeit in den besetzten Gebieten berechtigt nicht Menschen und Land permanent besetzt und unterdrückt zu halten. Das ist wohl was du meinst.

      Vor nicht so langer Zeit marschierten palästinensische und israelische Frauen zusammen für den Frieden. Sie kamen aus allen Himmelrichtungen.

      Axel Stolpe, Montag, 13.08.18, 6:01 Uhr

      Reden Sie von Möhren und ich von Erbsen? Ja es gibt Razzien im Gebiet A durch die Israelis. Ich spreche, hier aber von den Festnahmen der Sicherheitsorgane der Autonomiebehörde. Letztes Jahr hat in Am ...

      Reden Sie von Möhren und ich von Erbsen? Ja es gibt Razzien im Gebiet A durch die Israelis. Ich spreche, hier aber von den Festnahmen der Sicherheitsorgane der Autonomiebehörde. Letztes Jahr hat in Amerika ein Camp stattgefunden. Ein Friedenscamp von Juden, Christen und Muslimen. Die palästinensischen Mädchen wurden von Palästinensern als Huren beschimpft, man bedrohte ihr Leben und das Leben ihrer Familien. Und da frage ich mich schon, ob sie von einen anderen Palästina sprechen? Leider ist das kein Einzelfall, auch wenn das in deutschen Nachrichten nicht das Thema ist. Palästinenser die mit Israelis zusammen arbeiten, die auf sie zu gehen, leben sehr gefährlich.

    Lotte, Mittwoch, 08.08.18, 10:12 Uhr

    Women Wage Peace ... "aus dem Zentrum des Landes und der Peripherie, Frauen aus Kibbutzim und aus den Siedlungen" ... Forderung nach einer gegenseitigen verbindlichen gewaltfreien Vereinbarung" (s. We ...

    Women Wage Peace … „aus dem Zentrum des Landes und der Peripherie, Frauen aus Kibbutzim und aus den Siedlungen“ … Forderung nach einer gegenseitigen verbindlichen gewaltfreien Vereinbarung“ (s. Website)

    Dieser Beitrag ist nur ein „Blitzlicht“, viel zu oberflächlich und zu kurz.
    Ich hätte gern mehr gewusst.

    Die palästinensische Frau auf dem Photo ist Ghadir Hani, geboren in Akko, somit wohl arabische Israelin.
    Wer kommt wirklich aus dem Westjordanland (damit meine ich nicht die Siedlerin) ?
    Wer kommt wirklich aus Gaza (und kehrt dorthin zurück) ???

    „Wir lieben unsere Kinder.“
    Wohl wahr. In jeder Generation seit Staatsgründung Kriege, tote und verstümmelte Kinder.
    Was ist anders?:
    Das Statement, wie glücklich frau ist, Kinder zu gebären, die man als Lebenswunsch für Allah oder Gott und als Märtyrer oder nächstes Aufgebot wieder hergibt, fehlt.