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Unterschiede ertragen

Bundestagspräsident Schäuble ist in Israel, um zu verstehen, nicht zu belehren

Zu Schäubles Gesprächspartnern bei seinem Besuch zählen Israels Staatspräsident Rivlin, Oppositionsführerin Zipi Livni. Dabei ging es etwa um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel und die besonderen Beziehungen beider Länder insgesamt. Unterschiedliche Auffassungen etwa in der jeweiligen Politik gegenüber dem Iran oder hinsichtlich der israelischen Siedlungspolitik waren auch Thema. Die ARD-Korrespondenten Tim Aßmann und Mike Lingenfelser haben Wolfgang Schäuble in Jerusalem zum Interview getroffen.

Von Mike Lingenfelser
Am 26.10.2018

Interview: Tim Aßmann, Mike Lingenfelser | Kamera: Miki Shubitz | Ton: Mosche Lubliner | Schnitt: Ethan Spilkin, Amir Tal

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6 thoughts on “Unterschiede ertragen”

    gunther, Montag, 29.10.18, 6:30 Uhr

    Bei Herrn K.wieder die übliche Verharmlosung der "Palästinenser". Das Ziel ist nicht, "ein Stück ihrer Heimat" zurückzubekommen, sondern ein "Palästina" vom Jordan bis zum Meer. Die Medienikone Ahed T ...

    Bei Herrn K.wieder die übliche Verharmlosung der „Palästinenser“.
    Das Ziel ist nicht, „ein Stück ihrer Heimat“ zurückzubekommen, sondern ein „Palästina“ vom Jordan bis zum Meer. Die Medienikone Ahed Tamimi hat es klar formuliert: Ziel ist die Entfernung Israels.

    Auch die wahllosen Raketenangriffe auf israelische Dörfer spielen für ihn keine Rolle. Nur wenn sich Israel verteidigt, dann ist das Menschenrechtsverletzung.
    Die Hamas und Fatah wollen keine wirtschaftlichen, Infrastruktur- und sozialen Probleme lösen. Denn dann bekämen sie nicht mehr die zig Millionen internationaler Gelder.

    Michael K., Sonntag, 28.10.18, 13:37 Uhr

    So geht das schon seit Jahrzehnten. Vertreter verschiedener Staaten besuchen Israel, sprechen miteinander, wollen verstehen, geben Ratschläge oder auch nicht, wissen im Grunde um das Dilemma, aber rei ...

    So geht das schon seit Jahrzehnten. Vertreter verschiedener Staaten besuchen Israel, sprechen miteinander, wollen verstehen, geben Ratschläge oder auch nicht, wissen im Grunde um das Dilemma, aber reisen dann doch unverrichteter Dinge wieder ab.

    Man interessiert sich für Technik, Wirtschaft, bewundert innovative Fortschritte, während nur wenige Kilometer entfernt Scharfschützen wahllos Menschen erschiessen, die für ihre Freiheit demonstrieren, die ihrer Unterdrückung entrinnen und wieder ein Stück geraubte Heimat ihr eigen nennen wollen. Der Mut fehlt sich für Menschenrechte einzusetzen.

    In diesen Trump und Netanyahu Zeiten ist die Welt kälter und zynischer geworden. Statt Probleme zu erkennen und lösen zu wollen, schottet man sich ab und überlässt das Problem denen, denen die Rechte und Ressourcen fehlen, sie selbst lösen zu können.

    Unterschiedliche Auffasssungen zu Besatzung, Entrechtung und Unterdrückung eines Volkes darf man nicht ertragen. Man wird mitschuldig.

      ariel, Montag, 29.10.18, 7:20 Uhr

      was wuerdest du den palaestinensern in diesen schweren zeiten vorschlagen? mehr gewalt? weniger gewalt? weniger forderungen? ausharren bis trump abgeloest wird?

      was wuerdest du den palaestinensern in diesen schweren zeiten vorschlagen?
      mehr gewalt? weniger gewalt? weniger forderungen? ausharren bis trump abgeloest wird?

      sonic kid, Montag, 29.10.18, 7:49 Uhr

      Wahllos schießende Scharfschützen... was es nicht alles gibt!

      Wahllos schießende Scharfschützen… was es nicht alles gibt!

    ariel, Sonntag, 28.10.18, 6:38 Uhr

    Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht bin, was die klaren Antworten von Schaeuble angeht. Israel hat die Welt gezwungen es zu respektieren. Und zwar nicht durch Terror und Gewalt, sondern durch ...

    Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht bin, was die klaren Antworten von Schaeuble angeht.

    Israel hat die Welt gezwungen es zu respektieren. Und zwar nicht durch Terror und Gewalt, sondern durch enorme Leistungen in jedem moeglichem Bereich.

    Von einer Isolation Israels, von der viele noch vor paar Jahren getreumt und gesprochen haben, ist nichts zu sehen.

    Israelische Sportler nehmen an Veranstaltungen in arabischen Laendern teil. Netanjahu war letzte Woche mit einem offiziellem (und nicht mehr verschleirtem) Besuch in Oman. Alibaba Gruender war vor kurzem in Israel. Das sind nur die Erstereignisse letzter Woche.

    Wenn wir aber nach links und rechts von Israel schauen, finden wir nur durch Gewalt, Korruption und innere Machtkaempfe zerfressene Regime. Sehr schade.

      Lotte, Sonntag, 28.10.18, 11:20 Uhr

      Und das Beste ist die Überschrift über diesem Blog-Beitrag "Bundestagspräsident Schäuble ist in Israel, um zu verstehen, nicht um zu belehren". Das ich das noch erleben darf :-) ... wie wohltuend.

      Und das Beste ist die Überschrift über diesem Blog-Beitrag
      „Bundestagspräsident Schäuble ist in Israel, um zu verstehen,
      nicht um zu belehren“.
      Das ich das noch erleben darf 🙂 … wie wohltuend.