Foto: BR | Tel Aviv

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Trumps Botschaft

Israelis feiern die neue US-Vertretung in Jerusalem, Palästinenser protestieren heftig

Die USA eröffnen heute ihre Botschaft in Jerusalem. Die Einweihung fällt zusammen mit dem 70. Jahrestag der israelischen Staatsgründung. Der Umzug der US-Vertretung stößt auf heftige Kritik der Palästinenser, die Massenproteste ankündigten. US-Präsident Trump hatte im Dezember erklärt, dass er Jerusalem als Hauptstadt Israels anerkennt und darum die Botschaft der Vereinigten Staaten dorthin verlegt. Die Entscheidung war weltweit überwiegend auf Kritik und Empörung gestoßen,

Von Mike Lingenfelser
Am 14.05.2018

Beitrag: Mike Lingenfelser | Kamera: Mickey Shubitz, Alex Goldgrabber | Ton: Moshe Lubliner | Schnitt: Ethan Spilkin.

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7 thoughts on “Trumps Botschaft”

    gunther, Freitag, 18.05.18, 8:00 Uhr

    Für Herrn K. und Knut Wir sollten es doch genauer mit der Wahrheit nehmen. 80% der Araber haben den Staat Israel auf Weisung ihrer politischen Führung verlassen. Sie flohen außerdem vor dem Krieg, den ...

    Für Herrn K. und Knut

    Wir sollten es doch genauer mit der Wahrheit nehmen.
    80% der Araber haben den Staat Israel auf Weisung ihrer politischen Führung verlassen. Sie flohen außerdem vor dem Krieg, den ihre arabischen Freundesstaaten begonnen haben.
    Seit 1948 versuchen arabische Staaten Israel zu vernichten.

    Das Gebiet „Palästina“ war ein Land ohne klare Besitzverhältnisse. Es befand sich in einem jämmerlichen Zustand. Bis heute schaffen es die „Palästinenser“ nicht, aus ihrem Land etwas zu machen. (Ich weiß, die Juden sind schuld).

    Auch 2018 finanziert die Palästinensische Autonomiebehörde Terroristen und Mörder mit 330 Mio Dollar. Das ist doch eine Ansage.

    gunther, Mittwoch, 16.05.18, 15:36 Uhr

    Herr K., es gibt kein Volk der "Palästinenser". Das ist eine Erfindung von Arafat im Jahr 1968. Es sind Araber. Es gibt kein Volk der "Palästinenser". Sie sollten sich an die Fakten halten. Diese Arab ...

    Herr K.,

    es gibt kein Volk der „Palästinenser“. Das ist eine Erfindung von Arafat im Jahr 1968. Es sind Araber. Es gibt kein Volk der „Palästinenser“.
    Sie sollten sich an die Fakten halten.
    Diese Araber wurden von den Israelis nicht vertrieben, sondern sind nach Aufforderung ihrer eigenen Politiker 1948 von selbst weggegangen.
    Sogar in Jordanien haben sie nicht die Rechte der Jordanier.
    Ausschließlich diese Araber haben von allen Flüchtlingen dieser Welt ein Rückkehrrecht und vererben ihren Flüchtlingsstatus. Nur deshalb gibt es 5 Mio. „palästinensische“ Flüchtlinge.

    Kein arabischer Staat will mit diesen Leuten etwas zu tun haben. Sie werden überall in den arabischen Staaten diskriminiert.
    Die Araber in dem historisch-geographisch so genannten Gebiet Palästina, nicht historisch, nicht ethnisch, hatten kaum Grundbesitz, hatten das Land in keiner Weise entwickelt, hatten keinen Staat, hatten keinerlei Strukturen aufgebaut.
    Das einzige, was sie verbindet, ist der Hass auf die Juden.

    Michaels K., Montag, 14.05.18, 20:18 Uhr

    Erwachsene Menschen, Politiker, die die Geschicke der Menschen lenken, benehmen sich wie unreife Kinder, Demagogen, die nur ihr Ego pflegen und die Lehren und das nach dem 2. WK geschaffene Wertesyste ...

    Erwachsene Menschen, Politiker, die die Geschicke der Menschen lenken, benehmen sich wie unreife Kinder, Demagogen, die nur ihr Ego pflegen und die Lehren und das nach dem 2. WK geschaffene Wertesystem einfach ablehnen.

    Wer ein neutraler Vermittler ist, der versetzt sich in die Lage derer, um die es bei einem Konflikt geht. In den USA und in Israel ist man offenbar der Meinung, dass Stärke und Macht auch Recht ist. Ein besonnener US-Präsident hätte andere Prioritäten gesetzt als die US-Botschaft nach Jerusalem umzusiedeln. Ein besonnener und mit mehr Demut auftretender israelischer Ministerpräsident würde nicht so unverblümt das Volk ausblenden, das sein Volk vertrieben hat, und es jetzt seit Jahrzehnten besetzt hält.

    Während der Umzug der Botschaft beklatscht wird, schiesst man auf die, die dagegen und gegen ein Leben in Reservaten und Flüchtlingslagern protestieren und frei sein wollen. Wo bleibt der Aufschrei ob solcher Abgestumpftheit und himmelschreiender Ungerechtigkeit.

      gunther, Mittwoch, 16.05.18, 10:41 Uhr

      Herr K., die Flüchtlingslager von "Palästinensern" befinden sich in arabischen Staaten. Sogar in Jordanien haben die "Palästinenser", auch wenn sie Staatsbürgerschaft haben, die dieselben Rechte wie J ...

      Herr K.,

      die Flüchtlingslager von „Palästinensern“ befinden sich in arabischen Staaten.
      Sogar in Jordanien haben die „Palästinenser“, auch wenn sie Staatsbürgerschaft haben, die dieselben Rechte wie Jordanier. Wie war das mit Apartheid?
      Ausschließlich Israel für die Situation in Gaza verantwortlich machen zu wollen, ist ja wohl Geschichtsklitterung pur. Auch Ägypten will mit diesem Terrorregime nichts zu tun haben.
      Wenn Idioten den Grenzübergang zerstören, über den die Lieferungen mit Waren aus Israel (!) nach Gaza abgewickelt werden, ist natürlich Israel schuld.
      Was hat die Hamas mit den Hunderttausenden Tonnen von Beton aus Israel gemacht? Terrortunnel gebaut.
      Auch die Wiederholung, die Israelis hätten die Araber vertrieben, macht diese Behauptung nicht wahrer. 80% der Araber sind auf Anweisung der arabischen politischen Führung von sich aus gegangen.

      Michael K., Mittwoch, 16.05.18, 11:40 Uhr

      Gunther, du sagst alles indem du Palästinenser nur mit Anführungszeichen versiehst. Was ist das für eine Unterstellung und Entmenschlichung eines Volkes, dass dort gelebt hat und brutal vertrieben wur ...

      Gunther, du sagst alles indem du Palästinenser nur mit Anführungszeichen versiehst. Was ist das für eine Unterstellung und Entmenschlichung eines Volkes, dass dort gelebt hat und brutal vertrieben wurde. Warum geht man nicht in sich und versucht sich auf Rechte zu besinnen und sie für alle Menschen einzufordern, anstatt der Welt laufend Lügengeschichten aufzutischen um der eigenen Verantwortung aus dem Weg zu gehen.

      Palästinensiche Flüchtlinge und deren Nachfahren wollen nicht irgendwo i ntegriert und assimiliert werden. Warum sollten Juden ein Recht haben, Palästinan als ihr Land zu bezeichnen, nicht aber die Bevölkerung, die dort genauso ihre Heimat hatte und hat und daher auch weiterhin auf ihr Rückkehrrecht pocht. Die ewige israelische Geschichtsschminke soll Realitäten schaffen, aber früher oder später wird sich eine wahrere Geschichtsschreibung durchsetzen. Warum will man das anderen überlassen?

      Knut, Mittwoch, 16.05.18, 17:17 Uhr

      Hallo Michael, volle Unterstützung für Deine treffenden Anmerkungen im ersten Absatz! Wer kollektiv und unterschiedslos über die berechtigten Interessen gerade der friedliebenden Menschen hinweggeht ( ...

      Hallo Michael, volle Unterstützung für Deine treffenden Anmerkungen im ersten Absatz! Wer kollektiv und unterschiedslos über die berechtigten Interessen gerade der friedliebenden Menschen hinweggeht (nach meinem vielfach bestätigten Eindruck ist das immer noch die Mehrheit, und zwar auf beiden Seiten der Grenzzäune und Mauern!) und Ihnen in einer arroganten und ignoranten Weise – schon mit Hilfe von Zeichensetzungen – die Gleichwertigkeit abspricht, darf sich nicht wundern, wenn dies auf ihn zurückfällt. Dies gilt erst recht im größeren Maßstab. Ich bin nach einigen Reisen und vielfältigen Einblicken vor Ort sicher – und deshalb auch sehr froh -, dass sich die Mehrheit der Israelis noch nicht von (zwangsläufig) einseitigem Extremismus, mit dem nun einmal eine sehr geringe Differenzierungsfähigkeit und Empathie einhergehen, vereinnahmen lässt. Selbst in Gaza gibt es, wie der ARD-TLV-Beitrag „Sehnsucht nach Frieden“ (11. Mai 2018) zeigt, positiven Widerstand gegen jeglichen Extremismus.

      Knut, Mittwoch, 16.05.18, 17:32 Uhr

      Hallo Michael, mit der Empfehlung, sich genau zu überlegen, ob es sich tatsächlich lohnt, auf jeden erkennbar nur Teilwahrheiten oder offiziellen Regierungssprech verbreitenden Kommentar zu reagieren ...

      Hallo Michael, mit der Empfehlung, sich genau zu überlegen, ob es sich tatsächlich lohnt, auf jeden erkennbar nur Teilwahrheiten oder offiziellen Regierungssprech verbreitenden Kommentar zu reagieren oder es – wie ich inzwischen – zwischendurch auch gerne mal bleiben zu lassen, komme ich zum zweiten Absatz Deines Kommentars: Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr beim Besuch eines wunderbaren bilingualen Erziehungsprojektes in Galiläa einige arabische Israelis, die allesamt auch Verwandtschaft außerhalb der (nur teildefinierten) Landesgrenzen haben, gefragt, ob sie noch irgendeinen der berühmten Schlüssel aufbewahren, mit denen man dann „eines Tages die verlassenen Häuser“ wieder aufzusperren gedenkt. Keiner antwortete mit ja. Denn natürlich weiß man genau, dass rd. sechs Millionen Juden im Land geboren/aufgewachsen sind und kein anderes Zuhause haben als Israel. Auch sie haben also ein vollumfängliches Recht auf Heimat. Der Schlüssel soll symbolisch auf jene Ungerechtigkeit hinweisen.