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Taucherlegenden

Sagenumwobenes Wrack lockt viele israelische Wassersportler nach Zypern

Das Schiffswrack der Zenobia vor Zypern gilt als eine der besten Tauchdestinationen der Welt. Wohl auch wegen der fantasiereichen Geschichten um ihre mysteriöse Havarie im Juni 1980 vor Larnaca. Eine besonders beliebte Legende in der örtlichen Bevölkerung und bei Tauchveranstaltern ist, dass der israelische Geheimdienst Mossad das Schiff versenkt haben soll, weil zur Fracht auch tonnenweise waffenfähiges Material etwa zum Bau von Raketenabschussrampen gezählt habe. Der Mossad habe demnach verhindert, dass die gefährliche Lieferung den Zielhafen in Syrien erreicht und in feindliche Hände gelangen konnte. Danach hätten tauchenden Agenten die Beweise unterwasser vernichtet. Tatsächlich befinden sich einigen leere längliche Holzkisten im Schiffsbauch während die übrige Ladung aus Traktoren und Zugmaschinen unberührt daneben steht. Der Kapitän beging nach dem Untergang der Zenobia Selbstmord. Die dramatischen Vorkommnisse um das Schiff regen die Fantasie an und so kursieren noch einige andere Legenden um das Wrack, das besonders bei israelischen Tauchabenteurern beliebt ist. Unsere Kollegen Amir Tal und Edo Nissenboim, beide passionierte Hobbytaucher, haben sich die Zenobia für einen Tauchurlaub ausgesucht und in 40 Metern Tiefe genau angesehen.

Von Mike Lingenfelser
Am 10.01.2019
  • Schnitt: Amir Tal