Wahlen in Israel

Am Dienstag finden in Israel zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres Parlamentswahlen statt. Bei der vergangenen Anfang April holte Langzeit-Premier Netanjahu mit seinem nationalkonservativen Likud genau so viele Sitze wie das Mitte-Bündnis „Blau-Weiß“ seines ehemaligen Armeechefs Benny Gantz. Netanjahu scheiterte anschließend an der Regierungsbildung. Weil sich das Parlament in der Folge selbst auflöste, wird nun nochmals gewählt. Und Netanjahu steht extrem unter Druck. Wie stark zeigte sich gerade erst, als er nochmals die Annexion von Teilen des palästinensischen Westjordanlandes im Falle eines Sieges versprach. Ein Werben um die von ihm dringend benötigten Stimmen der Siedler und Ultranationalisten. Selbst zum Preis der Eskalation des Konfliktes mit den Palästinensern.

Außerdem kämpft Netanjahu gegen Korruptionsvorwürfe. Ein Gerichtsverfahren wird immer wahrscheinlicher.

In den Umfragen liefert sich Netanjahu weiterhin ein Kopf-an-Kopf Rennen mit Gantz. Spannend ist aber auch die Partei „Unser Haus Israel“ von Avigdor Lieberman. An ihm scheiterten Netanjahus Koalitionsverhandlungen. Lieberman will die Privilegien der Ultraorthodoxen, die unter anderem den Militärdienst verweigern, nicht länger mittragen.

Am Tag nach der Wahl erzählen Susanne Glass und Tim Aßmann in einem Live-Stream, wie sie den Wahltag auch hinter den Kulissen erlebt haben. Und sie ziehen eine erste Bilanz: Wie sind die Ergebnisse zu bewerten? Was ist nun zu erwarten? Vor allem aber beantworten sie Ihre Fragen, die Sie ab sofort einreichen können.

Livestream, am Mittwoch, 18. September 2019

17:15 – 17:45 Uhr

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