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Songcontest am Schabbat?

ESC-Gewinnerin Netta Barzilai bringt den Wettbewerb 2019 nach Jerusalem – doch was wird aus der Schabbatruhe?

Für Israels Regierung stand schon kurz nach dem ESC-Sieg fest: Nächstes Jahr wird der Wettbewerb in Jerusalem ausgetragen, auch wenn Tel Aviv die Feierhauptstadt des Landes ist. Doch aus ultraorthodoxen Kreisen regt sich bereits Widerstand.

Von Tim Assmann
Am 21.05.2018

Von Stolz sprach Netta Barzilai im Moment des Triumphes und von der Ehre, den European Song Contest, dieses magische Ereignis, nun nach Israel zu bringen – dann wurde gefeiert. In Lissabon und natürlich auch in Israel – vor allem in Tel Aviv. Die bunte und lebensbejahende Mittelmeermetropole ist wohl weltweit eine der Städte, in denen man sich ein ESC-Finale am Besten vorstellen kann. Tel Aviv und der Eurovision Song Contest sind eigentlich füreinander gemacht. Aber Tel Aviv ist eben nur die heimliche Hauptstadt Israels. Für Israels Premier Benjamin Netanjahu stand am Tag nach Nettas Sieg schon felsenfest, wo der ESC im nächsten Jahr stattfinden wird.

Jerusalem wird in den letzten Tagen mit vielen Geschenken gesegnet. Gestern Abend erhielten wir mit Nettas glänzendem, spannendem Sieg ein weiteres Geschenk. Es besteht darin, dass die Eurovision im kommenden Jahr nach Jerusalem kommen wird.

— Premier Benjamin Netanjahu

Spätestens da war klar: In Israel wird auch der ESC zum hochpolitischen Ereignis. Israel sieht im ungeteilten Jerusalem, inklusive des arabischen Ostteils, seine Hauptstadt. Und auch wenn die USA diese Sicht mittlerweile teilen, sehen das die meisten Staaten in der Welt noch anders. Auch deshalb muss der ESC also nach Jerusalem. Er dürfe nur dort ausgetragen werden, sagte Israels Kulturministerin Miri Regev, darauf bestehe sie.

Dieser Staat besitzt eine Hauptstadt, und das ist Jerusalem. Ich werde das Signal senden, dass der ESC in Jerusalem ausgetragen wird, und wenn sie nicht dort zu Gast sein wollen, wo wir als Gastgeber es möchten, dann müssen sie nicht nach Israel kommen.

— Kulturministerin Miri Regev
Kulturministerin versucht sofort, die Ultraorthodoxen zu beschwichtigten: Der Songcontest würde die Schabbatruhe keinesfalls stören. Foto: dpa | picture alliance

Sie – das sind die Veranstalter von der Europäischen Rundfunkunion, kurz EBU. Sie macht die Regeln beim ESC und sie verhandelt mit dem nationalen Veranstalter, in diesem Fall also Israels staatlichem Rundfunk. Eine der EBU-Vorgaben ist, dass die große ESC-Finalshow an einem Samstagabend zur in Europa besten Fernsehsendezeit starten soll – in Israel wäre das um 22 Uhr Ortszeit. Und genau hier liegt das Problem: Der wöchentliche jüdische Ruhetag Schabbat dauert vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Sonnenuntergang am Samstag und würde im Mai nächsten Jahres also rund zwei Stunden vor Beginn des ESC-Finales enden. Am Schabbat hat das weltliche Leben zu ruhen und diese Regel nimmt man vor allem in Jerusalem sehr ernst.

Sorgen der Ultraorthodoxen

Israels Gesundheitsminister Yaakov Litzman von der strengreligiösen Partei „Vereinigtes Thorajudentum“ mahnte die Regierung schriftlich, dass der ESC den Schabbat nicht stören dürfe. Er schreibe im Namen Hunderttausender Bürger, betonte Litzman, und Kulturministerin Regev beeilte sich zu versichern, dass der Schabbat durch den Gesangswettbewerb natürlich nicht eingeschränkt werde. Aber wie soll das gehen? Die Gäste der Show sind schon Stunden vorher unterwegs und auch Generalproben dürften schwierig werden, wenn sie die Schabbatruhe nicht stören sollen. Yael Cohen, Abgeordnete der oppositionellen Arbeitspartei, rief dazu auf, sich von den Drohgebärden der Ultraorthodoxen nicht beeindrucken zu lassen.

Das ist einfach eine tolle Sache und deswegen müssen wir diesen Widerstand jetzt bezwingen. Sie wollen sich nicht mit dem Volk Israel freuen. Und sie wehen mit der Schabbat-Fahne, um bei ihren Wählern damit zu punkten.

— Yael Cohen, Abgeordnete der Arbeiterpartei

In Tel Aviv, wo die religiösen Regeln deutlich lockerer genommen werden, wäre das Schabbat-Problem weniger wichtig als in Jerusalem. Doch die Regierung wird an ihrer Standortwahl wohl festhalten – und sie kann auf das letzte Mal verweisen als der ESC in Israel gastierte. 1999 war das und gesungen wurde in: Jerusalem.

Kommentare

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16 thoughts on “Songcontest am Schabbat?”

    heike, Donnerstag, 24.05.18, 19:15 Uhr

    @ Lustig, So definieren Sie also Schmutz. Danke. Einiges an der jüdischen Religion ist sehr deprimierend oder wahlweise auch sehr empörend. Zuletzt habe ich gelernt, dass #MeToo auf Freud und die sexu ...

    @ Lustig,

    So definieren Sie also Schmutz. Danke. Einiges an der jüdischen Religion ist sehr deprimierend oder wahlweise auch sehr empörend.

    Zuletzt habe ich gelernt, dass #MeToo auf Freud und die sexuelle Befreiung zurückzuführen sei. Ohne Freud würde sich keine Frau beschweren (oder angehört), und ohne die sexuelle Befreiung wären die armen Männer in ihrer Männlichkeit nicht so sehr verunsichert, dass sie Frauen gewaltsam unterwerfen müssten. Sauber argumentiert. Jerusalem-style.

    Die Frauen und die „Freyen“ sind an allem schuld. Schwer vorstellbar, dass der Sabbatstreit zugunsten des Songcontest entschieden werden wird. Man wird ausweichen müssen – auf den Sonntag oder nach Tel Aviv.

    heike, Mittwoch, 23.05.18, 16:29 Uhr

    @ Lustig "Nein, Jerusalem ist schmutz-verneinend!" Definieren Sie "Schmutz."

    @ Lustig

    „Nein, Jerusalem ist schmutz-verneinend!“

    Definieren Sie „Schmutz.“

      Lustig, Donnerstag, 24.05.18, 11:07 Uhr

      Mit Schmutz meinte ich alles, was dem Wort Gottes widerspricht. Jerusalem ist eine heilige Stadt, deshalb hält sich der Schmutz dort in Grenzen. Ich höre mir sehr gerne die Vorträge von Rabbi Yosef Mi ...

      Mit Schmutz meinte ich alles, was dem Wort Gottes widerspricht. Jerusalem ist eine heilige Stadt, deshalb hält sich der Schmutz dort in Grenzen.

      Ich höre mir sehr gerne die Vorträge von Rabbi Yosef Mizrachi auf YT an. Er beklagt oft den geistigen Zustand, in dem sich das jüdische Volk zum großen Teil befindet. Ein Satz ist mir neulich in Erinnerung geblieben (sinngemäß): „Die Leute haben den Kopf voll mit Nonsense, aber um die Dinge, auf die es wirklich ankommt, von denen das LEBEN abhängt, um die kümmern sie sich nicht.“

      Deshalb finde ich es so absurd und verdreht, wenn man Tel Aviv als lebensbejahend bezeichnet, denn das impliziert, das Jerusalem NICHT lebensbejahend ist. Die Sünde wird mit Leben gleichgesetzt, obwohl die Konsequenz der Sünde das genaue Gegenteil ist.

      Knut, Donnerstag, 24.05.18, 12:53 Uhr

      O.k..... "In Jerusalem wird gebetet, in Haifa wird gearbeitet und in Tel Aviv wird gelebt." Demzufolge leben Millionen Israelis in Sünde. Na dann...

      O.k….. „In Jerusalem wird gebetet, in Haifa wird gearbeitet und in Tel Aviv wird gelebt.“ Demzufolge leben Millionen Israelis in Sünde. Na dann…

    gunther, Mittwoch, 23.05.18, 11:19 Uhr

    Herr K., die Teilnehmer am Songcontest sind Vertreter von Staaten. Nun gibt es aber keinen "palästinensischen" Staat. Es gibt nicht einmal ein "palästinensisches" Volk. Palästina ist ein geographisch- ...

    Herr K.,

    die Teilnehmer am Songcontest sind Vertreter von Staaten.
    Nun gibt es aber keinen „palästinensischen“ Staat. Es gibt nicht einmal ein „palästinensisches“ Volk.
    Palästina ist ein geographisch-historischer Begriff. Hat nichts mit den Arabern dort zu tun.
    Diese Araber sind lange nach den Juden dort eingewandert. Sie stammten aus Afrika und und der arabischen Welt.
    Mit dem Propheten begann die Eroberung.
    Heute sind diese Araber unfähig, ein funktionierendes staatsähnliches Gebilde zum Wohl der Bevölkerung zu errichten. Die Diktatur der herrschenden Cliquen verhindert dies.

    Die Araber, die in Israel leben, würden nie und nimmer unter dieser Diktatur leben wollen. Sie würden nur verlieren.

      Michael K., Mittwoch, 23.05.18, 22:04 Uhr

      Gunther, bist 'mal wieder in deinem Element und versuchst Geschichtsfälschung und die Erniedrigung eines Volkes an den Mann zu bringen. Mitte des 19.Jahrhunderts gab es kaum Juden in Palästina. Dagege ...

      Gunther, bist ‚mal wieder in deinem Element und versuchst Geschichtsfälschung und die Erniedrigung eines Volkes an den Mann zu bringen. Mitte des 19.Jahrhunderts gab es kaum Juden in Palästina. Dagegen gab es Araber, Palästinenser, die dort wohnten. Wer verneint, dass es dort Palästinenser gibt oder ein Volk ist, der pflügt auf dem Acker des Rassismus. Was geht in dir vor, dass du die Palästinenser nicht anerkennen willst, ihnen sogar das Recht ein Volk zu sein absprichst. Klingt ziemlich blöd, deine Erklärung was hier paästinensich, arabisch oder jüdisch ist.

      Es wird Zeit sich des Problems auf politischer Ebene ernsthafter anzunehmen. Einfach alles laufen lassen ist eine schlechte Strategie. Es wird Zeit Zeichen zu setzen. Den Songcontest in Israel abzublasen, wenn Palästinenser nicht auch teilnehmen können wäre so ein Zeichen. Aber auch zu feiern, während Menschen in Gaza an Israels selbstgezogenen Grenzen verelenden, kein Wasser und Strom haben, das wäre grotesk.

      Gerd, Donnerstag, 24.05.18, 14:46 Uhr

      Palästina ist der europäische, nicht religiös angehauchte Begriff für Israel, der sich im Zeitalter der Aufklärung durchsetzte. Nach dem 1.WK wurde er vom Völkerbund für den Teil des ehem. Osmanischen ...

      Palästina ist der europäische, nicht religiös angehauchte Begriff für Israel, der sich im Zeitalter der Aufklärung durchsetzte. Nach dem 1.WK wurde er vom Völkerbund für den Teil des ehem. Osmanischen Reichs verwendet, aus dem ein Staat für das jüdische Volk werden sollte.

      Die (wenigen) dort lebenden Araber betrachteten sich und das Land als Teil Syriens und lehnten das Label Palästina vehement ab.

    Michael K., Dienstag, 22.05.18, 11:22 Uhr

    Der Songcontest sollte nur stattfinden, wenn auch die Palästiner daran teilnehmen können. Ob man einen Songcontest in einem Apartheidstatt ausfùhren sollte, ist auch eine Frage. Der Songcontest fand i ...

    Der Songcontest sollte nur stattfinden, wenn auch die Palästiner daran teilnehmen können. Ob man einen Songcontest in einem Apartheidstatt ausfùhren sollte, ist auch eine Frage.

    Der Songcontest fand in diesem Jahr zum Zeitpunkt der Demonstrationen in Gaza gegen den Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem statt und zum Zeitpunkt des Gedenken an den palästinensischen Nakba. Während man in Israel gefeiert hat, starben Palästinenser in Gaza. Einfach weiter so tun als hätte es die Vetreibung der Palástinenser nie gegeben? Auch ein Grund nochmal zu überdenken wie man das eine mit dem anderen verbinden kann.

      gunther, Mittwoch, 23.05.18, 10:48 Uhr

      Der Songcontest wurde durchgeführt, obwohl Assad in Syrien die eigene Bevölkerung abschlachtet, obwohl der Iran in fremden Staaten Krieg führt, obwohl in keinem muslimischen Staat Menschenrechte gelte ...

      Der Songcontest wurde durchgeführt, obwohl Assad in Syrien die eigene Bevölkerung abschlachtet, obwohl der Iran in fremden Staaten Krieg führt, obwohl in keinem muslimischen Staat Menschenrechte gelten, obwohl arabische Terroristen versuchen, isaelische Siedlungen zu überfallen, obwohl Hamas-Terroristen versuchen, israelische Soldaten zu töten.

    Gerd, Dienstag, 22.05.18, 10:53 Uhr

    Nur zur Info, der ESC fand bereits zweimal in Jerusalem statt und beide Male an einem Samstag! Wieso das jetzt ein Problem sein soll, wenn es weder 1979 noch 1999 ein war, erschließt sich mir nicht.

    Nur zur Info,

    der ESC fand bereits zweimal in Jerusalem statt und beide Male an einem Samstag! Wieso das jetzt ein Problem sein soll, wenn es weder 1979 noch 1999 ein war, erschließt sich mir nicht.

    ariel, Dienstag, 22.05.18, 6:55 Uhr

    bei der beginn der veranstalltung in lissabon, wurden die moderatoren angewiesen, jerusalem bei der begruessung aller teilnehmer nicht zu erwaehnen. nach ihrem sieg hat neta "naechstes jahr in jerusal ...

    bei der beginn der veranstalltung in lissabon, wurden die moderatoren angewiesen, jerusalem bei der begruessung aller teilnehmer nicht zu erwaehnen. nach ihrem sieg hat neta „naechstes jahr in jerusalem“ gerufen.

    im judentum gibt es eine goettliche regel „mida keneged mida“, was ungefaehr so viel heisst, dass man „vom leben“ in dem masse bestrafft wird, wie man andere behandelt hat. heute nennt man das „karma“. und genau das ist den europaern wiederfahren. sie wollen nicht jerusalem, als israelische hauptstadt haben und bekommen es jetzt ins gesicht gerieben.

    alle laender werden naechstes jahr nach jerusalem kommen und die strasse nr. 1 benutzen, welche an der latrun kreuzung durch umstrittenes gebiet verlaeuft. eine mrd. europaer werden 3 tage lang auf jerusalem, die ewige hauptstadt israels schauen.

      Lotte, Dienstag, 22.05.18, 11:47 Uhr

      Ariel, mein Tag fing gut an. :-)

      Ariel,
      mein Tag fing gut an. 🙂

      Lustig, Dienstag, 22.05.18, 15:51 Uhr

      Genau, das ist großartig!!! :-) Was ich auch total verdreht und absurd finde, ist die ständig wiederholte Aussage: "Tel Aviv: die lebensbejahende Mittelmeermetropole." Ist Jerusalem lebensVERNEINEND? ...

      Genau, das ist großartig!!! 🙂

      Was ich auch total verdreht und absurd finde, ist die ständig wiederholte Aussage: „Tel Aviv: die lebensbejahende Mittelmeermetropole.“

      Ist Jerusalem lebensVERNEINEND? Nein, Jerusalem ist schmutz-verneinend!

      Diese Obsession mit der Toleranz ist so traurig.

      Knut, Mittwoch, 23.05.18, 0:26 Uhr

      Genau Ariel, und da sich unter den ESC-Teilnehmern auch immer so einige befinden, die sehr gerne über den Tellerrand hinausblicken, bietet sich für diese eine hervorragende Möglichkeit, mittels eines ...

      Genau Ariel, und da sich unter den ESC-Teilnehmern auch immer so einige befinden, die sehr gerne über den Tellerrand hinausblicken, bietet sich für diese eine hervorragende Möglichkeit, mittels eines kleinen Abstechers von dieser Latrun-Kreuzung auf den 3er Richtung Ashdod bereits nach 2 km die Ausfahrt „Neve Shalom“ zu erreichen. Von dort nur weitere 2 km den Hügel hinauf und schon kann man eines der schönsten und ältesten jüdisch-arabischen Verständigungsprojekte im Lande (gegründet von Bruno Hussar) besichtigen und erleben, das regelmäßig vor allem auch dann von tausenden friedenssehnsüchtiger Israelis aufgesucht wird, wenn es in Gaza und im Westjordanland mal wieder knallt. In Neve Shalom / Wahat al-Salaam funktioniert das Zusammenleben jüdischer und arabischer Familien in gemischter Nachbarschaft seit vielen Jahren perfekt – ablesbar u.a. an zahlreichen neuen Baugebieten, wie ich letztes Jahr sehen konnte. Endlich mal ein uneingeschränkt fortschrittlicher Siedlungsbau im Lande…!

    heike, Montag, 21.05.18, 22:43 Uhr

    Auf Deutsch heisst es "Sabbat".

    Auf Deutsch heisst es „Sabbat“.

    Lustig, Montag, 21.05.18, 20:32 Uhr

    "1999 war das und gesungen wurde in: Jerusalem." 1979 fand der Wettbewerb auch in Jerusalem statt, an einem Shabbat (alle 20 Jahre). Es gewann erneut ein Lied, mit dem Gott gepriesen wurde: Hallelujah ...

    „1999 war das und gesungen wurde in: Jerusalem.“

    1979 fand der Wettbewerb auch in Jerusalem statt, an einem Shabbat (alle 20 Jahre). Es gewann erneut ein Lied, mit dem Gott gepriesen wurde: Hallelujah (Gali Atari and Milk & Honey).

    Hat sich damals die selbstgerechte internationale Gemeinschaft auch so e m p ö r t?? Gott sei dank, regiert im Weißen Haus jemand, der sich nicht um die selbsternannten Eliten schert!!! 🙂

    Das Problem, dass die Shabbat-Ruhe gestört wird, bleibt allerdings. 1979, das waren noch andere Zeiten….