Foto: BR | ARD Tel Aviv

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So schwer kann Frieden doch nicht sein?

Ab kommenden Montag muss sich US-Präsident Trump beweisen. Er reist nach Israel und die palästinensischen Gebiete.

Gelingt es Trump, Netanjahu und Abbas nach Jahren des Schweigens zu einem gemeinsamen Treffen zu bewegen? Einen Plan dafür hat er bis dato allerdings nicht vorgelegt. Und auch wenn sich sowohl Israelis als auch Palästinenser erkennbar um sein Wohlwollen bemühen, gilt Trump beiden doch als unberechenbarer und unerfahrener Partner.
Am zweiten Tag des Trump-Besuches beantworteten Susanne Glass und Torsten Teichmann in einem Live-Stream Ihre Fragen zum Trump-Besuch. Eine erste Bilanz sowie eine Einschätzung wie es nun in der Region weitergehen könnte.

Von Studio Tel Aviv
Am 23.05.2017

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Moderation: Susanne Glass, Torsten Teichmann – Kamera: Alex Goldgraber – Ton: Ricardo Levy

Eine weitere Frage die während des Live-Chats nicht mehr beantwortet werden konnte:

 

Ann-Kathrin Götz fragte:

Werden Arabische Israelis innerhalb Israels benachteiligt (rechtl. / polit. / wirtschaftl.) ? Welche weiteren polit. Minderheiten gibt es?

 

Diese Frage muss leider mit einem Ja beantwortet werden. Es besteht zwar keine rechtliche Benachteiligung israelischer Araber, aber israelische Araber haben es wesentlich schwerer in der Technologie und High Tech Branche Arbeit zu finden, unter anderem auch weil diese oft für die israelische Militärindustrie arbeitet. Das hat wiederum dazu geführt, dass der Anteil israelischer Araber unter den Medizinstudenten und Apothekern überdurchschnittlich hoch ist.

Auch in Bezug auf die Infrastruktur in den arabischen Städten und Dörfern in Israel existiert eine Benachteiligung durch den Staat. Es werden weniger Baugenehmigungen erteilt und weniger Gelder investiert als in jüdischen Städten und Gemeinden in Israel.

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Kommentare

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8 thoughts on “So schwer kann Frieden doch nicht sein?”

    Michael K., Dienstag, 30.05.17, 23:04 Uhr

    Alexander, vielleicht erkennst du die Tragik. Und was ist die Lösung? Weitermachen wie bisher? Was sollte oder könnte wohl die Vision einer klugen Politik sein? Der Hochmut militärischer und ökonomisc ...

    Alexander, vielleicht erkennst du die Tragik. Und was ist die Lösung? Weitermachen wie bisher? Was sollte oder könnte wohl die Vision einer klugen Politik sein? Der Hochmut militärischer und ökonomischer Macht veranlasst die Würde des Menschen einer anderen Bevölkerungsgruppe zu missachten, die darauf angewiesen ist von Hilfsgeldern abhängig zu sein. Wer will schon eine solche Situation akzeptieren? Die meisten Palästinenser wollen in Freiheit in Palästina leben, nicht in Judäa und Samaria.

      gunther, Sonntag, 04.06.17, 15:47 Uhr

      Herr K. Sie missverstehen mit voller Absicht die Aussagen von Alexander bzw. verdrehen sie in ihr Gegenteil. Deshalb noch einmal fuer Sie: Mehr als 50% der "Palaestinenser" wollen NICHT in einem Staat ...

      Herr K.

      Sie missverstehen mit voller Absicht die Aussagen von Alexander bzw. verdrehen sie in ihr Gegenteil. Deshalb noch einmal fuer Sie: Mehr als 50% der „Palaestinenser“ wollen NICHT in einem Staat „Palaestina“ leben (so Alexander mit Berufung auf eine Umfrage der Universitaet Nablus).
      Zeigen Sie mir den islamischen SAtaat, in dem die Menschen in Freiheit leben.

    Alexander aus Israel, Sonntag, 28.05.17, 19:25 Uhr

    Bei mir in der WG neben Tel Aviv lebt ein Palästinenser, der bei Microsoft arbeitet. Er ist ganz froh in Israel studiert zu haben und jetzt auch hier zu leben. Das alles hätte er ohne Israel nicht mac ...

    Bei mir in der WG neben Tel Aviv lebt ein Palästinenser, der bei Microsoft arbeitet. Er ist ganz froh in Israel studiert zu haben und jetzt auch hier zu leben. Das alles hätte er ohne Israel nicht machen können. Nie würde er in einem palästinensischen Staat leben wollen.
    Nach einer Umfrage der Universität Nablus möchten mehr als 50% der Palästinenser in Judäa und Samaria keinen eigenen Staat (sic!).

    Lotte, Mittwoch, 24.05.17, 18:08 Uhr

    "Ben Gurions Vermächtnis", ein Interview von ca. 6 Stunden Dauer, gekürzt auf ca. 50 Minuten Sendezeit, ausgestrahlt auf Arte am 23.5.2017 (s. Mediathek) - faszinierende Photos und immer noch aktuelle ...

    „Ben Gurions Vermächtnis“, ein Interview von ca. 6 Stunden Dauer, gekürzt auf ca. 50 Minuten Sendezeit, ausgestrahlt auf Arte am 23.5.2017 (s. Mediathek) – faszinierende Photos und immer noch aktuelle Aussagen, gerade zum Thema.

    Michael K., Mittwoch, 24.05.17, 2:57 Uhr

    Ein Nachsatz zu meiner Frage. Vor vielen Jahren hörte ich den deutschen Aussenminister Joschkla Fischer sagen, dass man im grunde doch wisse wie eine endliche Friedenslösung aussehen wird. Nämlich, 19 ...

    Ein Nachsatz zu meiner Frage. Vor vielen Jahren hörte ich den deutschen Aussenminister Joschkla Fischer sagen, dass man im grunde doch wisse wie eine endliche Friedenslösung aussehen wird. Nämlich, 1967-Grenze und Jerusalem Hauptstadt von Israel (West-J’lem) und von Palästina (Ost-J’lem).

    Trumps Besuch war nicht gerade ergiebig. Vielleicht werden das seine Berater weiterverfolgen. Aber, könnte man nicht erwarten, dass Europa und die USA sich einmal zusammentun und die obige Friedensregelung einfach durchsetzen? Israel und die Palästinenser werden sich nie einigen. Der Status quo passt den Israelis gut. Illegaler Siedlungsbau wird folgenlos fortgesetzt wie bisher.

    Man sollte miteinander reden, aber am Ende des Tages sollte man einen Schlussstrich ziehen. Wer nicht will wird sanktioniert (keine Waffenlieferung,keine Hilfsprogramme).

    Statt Waffen sollten die Saudis ihre Kämpfe gegen den Jemen einstellen und der Iran die Unterstützung für den Syrien-Konflikt. Hätte Trump sagen sollen.

      ariel, Mittwoch, 24.05.17, 10:22 Uhr

      angenommen, man einigt sich in allen fragen, bis auf den tempelberg. die palaestinenser wollen es fuer sich und die israelis fuer sich. wenn sollte man da sanktionieren?

      angenommen, man einigt sich in allen fragen, bis auf den tempelberg. die palaestinenser wollen es fuer sich und die israelis fuer sich. wenn sollte man da sanktionieren?

      gunther, Samstag, 27.05.17, 6:17 Uhr

      @ Herr K. Sie haben völlig recht. Keine Waffenlieferungen des Iran an Hisbollah und Hamas, keine Millionen der arabischen Staaten an Terroristen, kein Abzweigen internationaler Hilfsgelder durch die P ...

      @ Herr K.

      Sie haben völlig recht. Keine Waffenlieferungen des Iran an Hisbollah und Hamas, keine Millionen der arabischen Staaten an Terroristen, kein Abzweigen internationaler Hilfsgelder durch die PA an Mörder.
      Dann können wir weiterreden.

    ariel, Dienstag, 23.05.17, 19:00 Uhr

    es gibt eine benachteiligung von arabern in israel, echt jetzt? welche beispiele finden sie dafuer? weniger hi-tech, da die meisten arbeitsplaetze in der militaerindustrie sein sollen, was einfach nic ...

    es gibt eine benachteiligung von arabern in israel, echt jetzt?

    welche beispiele finden sie dafuer? weniger hi-tech, da die meisten arbeitsplaetze in der militaerindustrie sein sollen, was einfach nicht stimmt. die grossten rustungsfirmen (iai, rafael, elbit, IMI, IWI) haben zusammen um die 40 bis 50 tausend angestellte unter denen auch drusen gibt. es gibt 100 weitere firmen, fuer die man keine ausrede finden kann. es gibt sehr grosse nicht militaerische firmen die mrd. verdienen wie ISCAR, OSEM, TEVA, TNUVA usw.

    fuer medizinstudien gibt es quoten um mehr arabischen studenten ein studium zu ermoglichen. es gibt sehr viele arabische rechtsanwaelte, richter, polizisten, krankenschwester, schauspieler, lehrer und professoren.

    was oeffentliche gelder angeht, kriegen die regionen so viel geld, wie sie durch steuern einsammeln. in arabischen orten bezahlt man weniger steuern.

    araber haben auch privilegiern, sie mussen nicht fuer 3 jahre in die armee und koennen nach der schule studieren