Foto: aus Videomaterial

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Netanjahu in Moskau

Stoppt Putin den Iran?

Dr. Sarah Fainberg vom INSS, dem Institut für nationale Sicherheitsstudien in Tel Aviv, fällt es leicht, den derzeit größten Albtraum der israelischen Sicherheitspolitiker auf den Punkt zu bringen: „Stellen Sie sich vor, die Hisbollah steht auf dem Golan und zwar als integraler Bestandteil der Militärarchitektur des neuen syrischen Regimes!“ Genau diese Vorstellung treibt auch Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu um. In Moskau werde er Russlands Präsident Putin gegenüber Israels entschiedenen Widerstand gegen eine solche Entwicklung zum Ausdruck bringen. So hat er es vor seinem Abflug nach Moskau gesagt. Aber kann Putin wirklich verhindern, dass Irans Stellvertreter in Syrien, die Hisbollah-Miliz, Israel künftig auch vom Golan aus bedroht? Hier das gesamte Interview

Von Studio Tel Aviv
Am 09.03.2017

Beitrag: Peter Kapern und Mike Lingenfelser – Kamera: Michael Shubitz – Ton: Moshe Lubliner – Schnitt: Amir Tal

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6 thoughts on “Netanjahu in Moskau”

    Michael K., Montag, 13.03.17, 14:38 Uhr

    @ariel, dein Nachbar und dessen Rechte interessieren dich nicht. Auf diesem fehlendem Interesse basiert auch israelische Politik. Man kann nicht Besatzungsmacht sein, ein Volk enteignen und gleichzeit ...

    @ariel, dein Nachbar und dessen Rechte interessieren dich nicht. Auf diesem fehlendem Interesse basiert auch israelische Politik. Man kann nicht Besatzungsmacht sein, ein Volk enteignen und gleichzeitig vorgeben, man ist besorgt um Frieden und die Menschen, die man unterdrückt. Die von dir gewollte Sicherheit wird durch militärische Macht sichergestellt. Die Folgen zu vereiteln, die der Geringschätzung des Rechts auf Freiheit anderer Menschen daraus entspringen, das ist keine Sicherheit. Die Umkehrung dieser Erkenntnis wäre dann die Friedensformel die sich aufzwingt. Aber wem die Menschen egal sind, wer sich mit der Herrschaft über ein anderes Volk abfinden kann, für den gibt es keine Friedensformel. Daher sind für Netanyahu und seinesgleichen nur die Bedrohungen von Interesse, die den Status quo und die weitere Annexion Palästinas gefährden könnten. Es muss ein komisches Gefühl sein, in der Welt herumzureisen, um dafür zu werben, wie man Freiheit bekämpfen und Armut beibehalten kann.

      ariel, Montag, 13.03.17, 21:16 Uhr

      israel hat schon genug versucht! camp david wurde abgelehnt. abzug aus gaza fuehrte zu drei kriegen und tausenden raketen. was willst du noch?! auch wenn israel im unrecht sein soll, so heisst es nich ...

      israel hat schon genug versucht! camp david wurde abgelehnt. abzug aus gaza fuehrte zu drei kriegen und tausenden raketen. was willst du noch?! auch wenn israel im unrecht sein soll, so heisst es nicht, dass man mit seiner existenz und sicherheit spielen darf.

      ich sehe auf der palbaestinensischen seite nur den vernichtungswillen. ich sehe keine loesungsvorschlaege, welche nicht zu vernichtung israels fuehren. ich sehe keine erziehung zum frieden, wie sie seit oslo auf der israelsichen seite gab und immer noch gibt. die palaestinenser und ihre arabischen freunde, haben so viel zu dieser erbaermlichen lage beigetragen, dass israel heute niemanden etwas muss. und mir ist egal, was du darueber denkst, da es einfach keine rolle spielt.

      ich sehe keine alternative zu der heutigen lage. DU kannst mir keine alternative vorschlagen. sogar der volle abzug der siedlungen waere immer noch nicht genug – das weisst du ganz genau.

    Michael K., Sonntag, 12.03.17, 22:01 Uhr

    @ariel, Sicherheitsfragen oder Sicherheitsstudien, was ist der Unterschied. In jedem Fall sollte man die richtigen Fragen stellen. Weder dieses Institut, noch Netanyahu scheinen sich für relevante Fra ...

    @ariel, Sicherheitsfragen oder Sicherheitsstudien, was ist der Unterschied. In jedem Fall sollte man die richtigen Fragen stellen. Weder dieses Institut, noch Netanyahu scheinen sich für relevante Fragen zu interessieren.

    Wenn ein Friedensprozess zu Kriegen führt, dann hat das nichts mit Experimenten zu tun, sondern mit der fehlenden Ehrlichkeit, die man in den Prozess mit einbringt. Damals gab es wenige illegale Siedlungen, heute wohnen in der West Bank mehr als eine halbe Million Menschen. Besatzung und illegaler Siedlungsbau sind grobe Menschenrechtsverletzungen die mit militärischer Macht banaliseret und als nicht lösbare Probleme deklariert werden. Wer Konflikte als nicht lösbar hinstellt, der ist an Frieden nicht interessiert und stellt eigene Vorteile über begangenes Unrecht. Daraus ergibt sich wie eine geniale Version zu Realität werden kann. Hochmut und Arroganz sind auch nicht gerade friedensbefördernde Eigenschaften. Frieden bringe Ruhe, nicht Unterwürfigkeit.

      ariel, Montag, 13.03.17, 6:38 Uhr

      siedlungsbau und besatzung an sich sind KEINE menschenrechtverletzungen. mir als buerger, ist es ziemlich egal, wieso der friedensprozess scheitert. ich will nicht, dass mit meinem leben und meiner si ...

      siedlungsbau und besatzung an sich sind KEINE menschenrechtverletzungen.

      mir als buerger, ist es ziemlich egal, wieso der friedensprozess scheitert. ich will nicht, dass mit meinem leben und meiner sicherheit rumexperementiert wird. ich will keine experimente mit abzuegen und bewaffneten palaestinensischen sicherheitskraeften. frieden hat nicht funktioniert, deswegen will ich jetzt nur noch sicherheit.

      falls jemand eine neue friendesformel hat – her damit, denn die gleichen fehler und daraus resultierende tote will ich nicht noch mal haben.

    ariel, Sonntag, 12.03.17, 10:41 Uhr

    "Ob das Institut für nationale Sicherheitsfragen und ein Netanyahu sich auch damit beschäftigen wie man im Mittleren Osten ein friedliches Nebeneinander herstellt? " Nein, denn das institut heisst "In ...

    „Ob das Institut für nationale Sicherheitsfragen und ein Netanyahu sich auch damit beschäftigen wie man im Mittleren Osten ein friedliches Nebeneinander herstellt? “

    Nein, denn das institut heisst „Institut für nationale Sicherheitsstudien“.

    „Aber es wäre an der Zeit einmal mit anderem Gedankengut in der Welt herumzureisen. “

    Das alles gab es schon mal und hat seit 1995 zu unzahligen kriegen gefuehrt, die es nur dank des friedensprozesses gegeben hat.

    ich habe keine lust auf weitere friedensexperemente mit tausenden „friedensopfern“.

    man muss einsehen, es gibt konflikte, die einfach unloesbar sind.

    „Die Menschen sehnen sich danach.“

    die menschen sehen sich nach ruhe. aber wenn du eine geniale vision hast her damit!

    Michael K., Samstag, 11.03.17, 18:17 Uhr

    Ob das Institut für nationale Sicherheitsfragen und ein Netanyahu sich auch damit beschäftigen wie man im Mittleren Osten ein friedliches Nebeneinander herstellt? Netanyahu reist in der Welt herum um ...

    Ob das Institut für nationale Sicherheitsfragen und ein Netanyahu sich auch damit beschäftigen wie man im Mittleren Osten ein friedliches Nebeneinander herstellt? Netanyahu reist in der Welt herum um Israels Besatzung vor jeder Kritik und möglichen militärischen Bedrohungen zu schützen und zu rechtfertigen. Er will sogar verbieten, dass Menschenrechtsorganisationen wie Breaking the Silence aus dem Ausland unterstützt werden. Visionär ist das nicht. Aber es wäre an der Zeit einmal mit anderem Gedankengut in der Welt herumzureisen. Es muss doch andere Möglichkeiten geben, als sich gegenseitig auf den Kopf zu schlagen. Es mag schwierig sein Hosbollah und Iran auf andere Gedanken zu bringen. Aber Israel hält auch an eigenen Positionen fest (Bennett droht schon damit es die Zivilbevölkerung fühlen zu lassen, sollte es zu Übergriffen von der Hisbollah kommen!!). Also wer kommt einmal mit einer genialen Vision? Die Menschen sehnen sich danach.