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Rote Karte für Siedler-Clubs

Fußballclubs in israelischen Siedlungen im Westjordanland sollen von der Fifa ausgeschlossen werden

Fünf Vereine der israelischen Fußballligen trainieren und spielen in israelischen Siedlungen im Westjordanland. Kritiker sagen: Sie verstoßen gegen die Regularien der FIFA. Ein Beitrag von Benjamin Hammer.

Von Studio Tel Aviv
Am 01.10.2016

Die Fußballspiele werden auf gestohlenem Land ausgetragen. Das Land gehört den Palästinensern, aber die dürfen an den Spielen gar nicht teilnehmen. Wenn die Fifa nichts unternimmt, dann beteiligt sie sich an ernsten Verstößen gegen die Menschenrechte.

— Sari Bashi, Direktorin von Human Rights Watch in Israel und Palästina

Es kommt nicht häufig vor, dass sich die mächtige Fifa mit Fußballclubs aus der dritten, vierten und fünften Liga eines Landes beschäftigen muss. Doch die fünf israelischen Clubs sind keine gewöhnlichen Vereine. Sie trainieren und spielen in Städten wie Ariel oder Maale Adumim – Siedlungen im von Israel besetzten Westjordanland, also auf palästinensischem Gebiet. Dennoch sind sie Teil des israelischen Fußballverbandes.

Brief an Fifa-Chef Gianni Infantino

Human Rights Watch fordert, dass der israelische Fußballverband und die Fifa die Siedler-Clubs sperren, und verweist auf die Statuten der Fifa. Demnach darf ein Verein nicht auf dem Territorium eines anderen Verbandes spielen, wenn dieser das ablehnt. Im Falle des Westjordanlands, das zum Gebiet des palästinensischen Fußballverbandes gehört, ist das aber so. Die Palästinenser unterstützen die Forderung von Human Rights Watch. Mit dabei sind außerdem 66 Mitglieder des Europaparlaments. Die hatten sich bereits vor zwei Wochen in einem Brief an Fifa-Chef Gianni Infantino gewandt und fordern ebenfalls den Ausschluss der Clubs.

Kicken auf umstrittenem Rasen: Das Training dieser Fußballer in Ariel ist politisch umstritten. Foto: reuters

Kicken auf umstrittenem Rasen: Das Training dieser Fußballer in Ariel ist politisch umstritten. Foto: reuters

Dagegen lehnt der israelische Fußballverband die Forderung an die Fifa ab. Die Gebiete, auf denen die Vereine spielten, seien umstritten, nicht besetzt, so die Argumentation der Israelis. Die genaue Aufteilung obliege Israelis und Palästinensern, nicht der Fifa. Protest kommt freilich auch von den Fußballclubs aus den Siedlungen. Einer von ihnen heißt Beitar Givat Zeev. Der Viertligist spielt in einer Siedlung mit etwa 15.000 Einwohnern, etwa 20 Kilometer nördlich von Jerusalem. Es sei ein Fehler, Politik mithilfe des Fußballs zu betreiben, so sieht es Gabi Perez, der Gründer des Clubs.

Es wäre dumm von der Fifa, wenn sie uns sperrt. Es gibt Politiker, es gibt Staaten, es gibt die Vereinten Nationen. Wer bitte ist die Fifa? Die sind nur ein kleiner Teil eines globalen Systems. Die können das gar nicht entscheiden.

— Gabi Perez, Gründer von Beitar Givat Zeev

Ob die Fifa das genauso sieht, wird sich Mitte Oktober zeigen. Dann beschäftigt sich eine eigens eingesetzte Fifa-Kommission mit dem Thema. In einem ähnlichen Fall hat die europäische Uefa bereits konsequent gehandelt. Die Organisation hat den Clubs auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim untersagt, in russischen Ligen zu spielen.

Kommentare

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18 thoughts on “Rote Karte für Siedler-Clubs”

    PMorguet, Samstag, 08.10.16, 19:24 Uhr

    An anderer Stelle, habe ich erwähnt, dass dort, wo heute ein muslimischer Stadtteil ist, nämlich Silwan, vor der Stadtsgründung Israels, ausschließlich Juden lebten. Diese wurden dann von den Jordanie ...

    An anderer Stelle, habe ich erwähnt, dass dort, wo heute ein muslimischer Stadtteil ist, nämlich Silwan, vor der Stadtsgründung Israels, ausschließlich Juden lebten. Diese wurden dann von den Jordanien vertrieben.
    Lange bevor es Muslime gab, siedelten Juden in Judäa und Samaria. Länge bevor es den von Besatzungsmächten erfundenen Namen Palästina gab, hieß dieses Gebiet Judäa; ist wohl reiner Zufall der Name Judäa, oder noch besser von den Zionisten erfunden

    gunther, Samstag, 08.10.16, 17:14 Uhr

    @ PMorguet Sie stellen aber auch mal komische Fragen. Soll ich antworten? Dass Hebron auch eine jüdische Geschichte hat, bestreiten bestimmt Herr K. und BlaBla. Und möglicherweise noch Sebastien. Und ...

    @ PMorguet
    Sie stellen aber auch mal komische Fragen.
    Soll ich antworten?
    Dass Hebron auch eine jüdische Geschichte hat, bestreiten bestimmt Herr K. und BlaBla. Und möglicherweise noch Sebastien.
    Und die haben doch Recht. Denn in diesem Land, das seit 5000 Jahren Palästina heißt, leben seit 5000 Jahren ausschließlich Moslems.

    PMorguet, Donnerstag, 06.10.16, 9:52 Uhr

    Michael K, Deinen Ausführungen kann ich nicht zustimmen. Wie Wombat schon schrieb, gab es nie einen Staat Palästina. Tatsache ist, dass nach der Staatsgründung Israels, alle anderen Beteiligten einen ...

    Michael K, Deinen Ausführungen kann ich nicht zustimmen. Wie Wombat schon schrieb, gab es nie einen Staat Palästina. Tatsache ist, dass nach der Staatsgründung Israels, alle anderen Beteiligten einen Krieg gegen Israel begannen, den sie verloren. Davor siedelten auch Juden in der sogenannten Westbank. Wer möchte ernsthaft bestreiten, dass z. B. Hebron auch eine jüdische Geschichte hat.

    wombat, Montag, 03.10.16, 10:00 Uhr

    @ Michael K. - die Genfer Konvention greift aus 2 Gründen nicht ... zunächst einmal wurde ja in diesem Fall kein Land von Staatsangehörigen des Besatzerstaates besiedelt - es gab vor der Besatzung nie ...

    @ Michael K. – die Genfer Konvention greift aus 2 Gründen nicht … zunächst einmal wurde ja in diesem Fall kein Land von Staatsangehörigen des Besatzerstaates besiedelt – es gab vor der Besatzung nie einen Staat „Palästina“ und auch die Juden haben Anspüche. Vor allem aber gab es da ja mal diese Oslo-Verträge, die den heute gültigen völkerrechtlichen Rahmen für diese Gebiete darstellen – demnach ist die Anwesenheit von Juden in der „Zone C“ auch nicht nicht völkerrechtswidrig … es sei denn, die palästinensische Autonomieregierung kündigt die Osloverträge

      Aitan M., Donnerstag, 06.10.16, 9:38 Uhr

      Da muss wirklich über diesen Beitrag lachen wenn nicht so traurig und ernst ist. Wenn ich ein Land stehle und mir aneigne, heißt lange nicht das ich im Recht bin. Genau das hat Israel und die Siedler ...

      Da muss wirklich über diesen Beitrag lachen wenn nicht so traurig und ernst ist.
      Wenn ich ein Land stehle und mir aneigne, heißt lange nicht das ich im Recht bin. Genau das hat Israel und die Siedler in Palstina gemacht.
      Was die sogenannten Osloerverträge betrifft, es je nachdem, passen Sie Israel in den Kram , zitieren sie sie es, wenn nicht, dann gilten sie nicht.
      So ist mit allen Verträge was Israel abschließt.

    Andy, Montag, 03.10.16, 8:33 Uhr

    Allen, die sich jetzt fragen, warum sich das die Palestinenser nicht bieten lassen, empfehle ich die Doku aus der ARD- Mediathek "Die Siedler der Westbank"...

    Allen, die sich jetzt fragen, warum sich das die Palestinenser nicht bieten lassen, empfehle ich die Doku aus der ARD- Mediathek „Die Siedler der Westbank“…

      Renate, Dienstag, 04.10.16, 21:19 Uhr

      Allen, die den Film "Die Siedler der Westbank" gesehen haben empfehle ich zusätzlich den entsprechenden Artikel als Vorankündigung des Films, in der Jüdischen Allgemeinen vom 22.09.2016 – von Michael ...

      Allen, die den Film „Die Siedler der Westbank“ gesehen haben empfehle ich zusätzlich
      den entsprechenden Artikel als Vorankündigung des Films, in der Jüdischen Allgemeinen vom
      22.09.2016 – von Michael Wuliger, und das Blog von Chaya Tal „Ich, Die Siedlerin“

      Axel Stolpe, Mittwoch, 05.10.16, 9:49 Uhr

      Ich wohne in Deutschland, kenne aber einige Siedler. Die Nationalreligiösen Siedler, die die Araber aus der Gegend vertreiben wollen, die gibt es. Doch ist es ungefähr so, als ob man alle Deutschen al ...

      Ich wohne in Deutschland, kenne aber einige Siedler. Die Nationalreligiösen Siedler, die die Araber aus der Gegend vertreiben wollen, die gibt es. Doch ist es ungefähr so, als ob man alle Deutschen als Nazis betiteln würde, nur weil es unter ihnen wirklich ein paar Nazis gibt.

      Michael K., Mittwoch, 05.10.16, 17:47 Uhr

      @Renate, Chaya Tal ist doch die Siedlerin, die aus Köln kam und glaubt dass es ihr gutes Recht ist, sich dort niederzulassen, wo es ihr gerade passt? Dass die Palästinenser das nicht auf ihrem eigenen ...

      @Renate, Chaya Tal ist doch die Siedlerin, die aus Köln kam und glaubt dass es ihr gutes Recht ist, sich dort niederzulassen, wo es ihr gerade passt? Dass die Palästinenser das nicht auf ihrem eigenen Boden genauso machen könne, das besagt doch einiges, – oder alles. Übrigens kann ich den Film ‚ Die Siedler der Westbank‘ nur empfehlen.

      @Axel Stolpe kennt einige Siedler. Wir sprechen von Siedlern, wenn sie sich im Westjordanland niederlassen, also illegal nach internationalem Recht, nicht aber nach praktiziertem ‚Kolonialrecht‘ Israels. Er folgert daraus, es wäre falsch zu behaupten, dass alle Deutschen Nazis sind, weil es einige wenige Nazis gebe, genauso wenig wie – und hier kommt seine Logik – nicht alle Siedler Siedler sein können. Ziemlicher Quatsch! Alle Siedler sind Siedler, dazu noch illegale Siedler. Einige sind Siedler aus religösen Gründen, andere sind Siedler, weil der Staat ihnen Wohnraum zu günstigen Preisen anbietet. Also, Alex, warum verteidigst du einen Rechtsbruch anstatt universelle Menschenrechte?

      ariel, Mittwoch, 05.10.16, 19:33 Uhr

      "glaubt dass es ihr gutes Recht ist, sich dort niederzulassen" wieso nicht? " Dass die Palästinenser das nicht auf ihrem eigenen Boden genauso machen könne, das besagt doch einiges" gibt es palaestine ...

      „glaubt dass es ihr gutes Recht ist, sich dort niederzulassen“

      wieso nicht?

      “ Dass die Palästinenser das nicht auf ihrem eigenen Boden genauso machen könne, das besagt doch einiges“

      gibt es palaestinenser, welche beweiesen koennen dass der besagte boden innen gehort?

      „Wir sprechen von Siedlern, wenn sie sich im Westjordanland niederlassen, also illegal nach internationalem Recht“

      wo steht das? immer wieder wird das wiederholt, aber wo steht das in dem internationalem recht?

      „Alle Siedler sind Siedler, dazu noch illegale Siedler.“

      kannst du mir den unterschied zwischen einem legalem und illegalem siedler erklaeren. danke.

      BlaBla, Donnerstag, 06.10.16, 10:54 Uhr

      @Ariel: Die UN bewertet die Siedlungen gemäß der 4.Genfer Konvention als illegal. (Resolution 465 (1980)) In einem Rechtsgutachten zur Israelischen Sperranlange zum Westjordanland hat der Internationa ...

      @Ariel:

      Die UN bewertet die Siedlungen gemäß der 4.Genfer Konvention als illegal. (Resolution 465 (1980))

      In einem Rechtsgutachten zur Israelischen Sperranlange zum Westjordanland hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag 2004 die Siedlungen jenseits der Grünen Linie ebenfalls als illegal bewertet. (International Court of Justice finds Israeli barrier in Palestinian territory is illegal)

      ariel, Donnerstag, 06.10.16, 15:19 Uhr

      blabla, worauf basiert das? gibt es ein gesetz oder ist es eine politisch motivierte entscheidung? ich bin jetzt ein ausserirdischer, der wissen will ob die juden in judea und samaria bauen duerfen od ...

      blabla, worauf basiert das? gibt es ein gesetz oder ist es eine politisch motivierte entscheidung?

      ich bin jetzt ein ausserirdischer, der wissen will ob die juden in judea und samaria bauen duerfen oder nicht. muss ich mich erst an un und den haag wenden um es herauszufinden oder steht das irgendwo geschrieben?

      in deinem zitat steht uebrigens nichts von siedlungen.

    Michael K., Sonntag, 02.10.16, 1:32 Uhr

    Dass ausgerechnet die korrupte FIFA sich für Menschenrechte einsetzt ist sehr lobenswert. Lt. Genfer Konvention darf besetztes Land nicht von Staatsangehörigen des Besatzerstaates besiedelt werden. Da ...

    Dass ausgerechnet die korrupte FIFA sich für Menschenrechte einsetzt ist sehr lobenswert. Lt. Genfer Konvention darf besetztes Land nicht von Staatsangehörigen des Besatzerstaates besiedelt werden. Das sollte eigentlich die rote Karte für Israel von der UN bedeuten. Aber leider ist das UNO-System zu schwach um Beschlüsse auch tatkräftig durchzusetzen. Da ist die FIFA anders aufgestellt. Auch in Anbetracht dessen wie diskriminierend man palästinensiche Fussballer in der Vergangenheit behandelt hat, wäre es gut wenn wenigstens die FIFA einmal Kante zeigen würde.

      sister, Sonntag, 02.10.16, 16:42 Uhr

      Dem Kommentar von Michael K. ist zuzustimmen!!

      Dem Kommentar von Michael K. ist zuzustimmen!!

      "Lustig", Mittwoch, 05.10.16, 17:39 Uhr

      Nein! Den Kommentaren von Michael K. ist NICHT zuzustimmen!

      Nein! Den Kommentaren von Michael K. ist NICHT zuzustimmen!

      Renate, Donnerstag, 06.10.16, 12:18 Uhr

      @Michael "Chaya Tal ist doch die Siedlerin, die aus Köln kam und glaubt dass es ihr gutes Recht ist, sich dort niederzulassen, wo es ihr gerade passt." Ja, sie kommt aus Köln (das, sowie ihre persönli ...

      @Michael
      „Chaya Tal ist doch die Siedlerin, die aus Köln kam und glaubt dass es ihr gutes Recht ist, sich dort niederzulassen, wo es ihr gerade passt.“
      Ja, sie kommt aus Köln (das, sowie ihre persönlichen Gründe dafür, dass sie sich in Alon Shevut, nahe der Gush Etzion-Kreuzung niedergelassen hat kann man ja nachlesen). Nein zu Ihrer These, dass sie glaubt, dass es ihr gutes Recht ist sich dort niederlassen zu können, wo es ihr gerade passt. Das weiß ich, weil ich mit ihr gesprochen habe. Ich habe Chaya Tal in Ihrem Wohncontainer besucht um mir ein persönliches Bild zu machen. Ich denke, man kann über die Besiedlung des Westjordanlandes absolut geteilter Meinung sein. Ich selbst meine, dass es sehr problematisch ist. Vieles entzieht sich aber auch nach meinem Besuch meiner Kenntnis und wie immer, bin ich mit Fragen zurückgekehrt. Es ist ja auch nicht meine Aufgabe, mich um die Landverteilung zu kümmern, denn ich lebe dort nicht. Es bedarf der Zusammenarbeit und der Verhandlungen der dortigen Regierungen zum Wohle der anwesenden Bevölkerung. Aber eines ist für mich klar: Chaya und andere Menschen, die ich in der Siedlung, im Bus, an der Gush Etzion-Haltestelle oder im Rami Levy-Supermarkt getroffen habe, entsprechen nicht dem Bild der Siedler, welches im Film gezeigt wurde und das für mein Empfinden sehr einseitig war. Es war ein Film über die extremen und radikalen Siedler, nicht über die Siedler im Allgemeinen. Es ist schwierig, es denen zu erklären, die gar keine Vorstellung von der Gegend haben. Weil aber im Film für mein Empfinden zu wenig differenziert wurde, denke ich, dass vermutlich beim Fernsehzuschauer vor allem das Bild des fanatischen Siedlers, der Araber hasst und Olivenhaine und Menschenkinder anzündet hängen bleibt oder das Bild des bärtigen Mannes, der zwar keine Araber hasst, sie aber auch nur duldet, wenn sie sich ihm unterordnen.
      Die Menschen, die friedlich neben ihren arabischen Nachbarn leben wollen und dies auch tun und die Palästinenser, die dasselbe anstreben und dies ebenfalls tun, kamen nicht zu Wort. Und die gibt es eben auch. Ich sehe den Film aus diesem Grund etwas kritischer. Aber es war ja auch nicht das Bestreben des Regisseurs, Verständnis für die Besiedlung der Westbank zu entwickeln. akzeptiere ich. Der Film war interessant und auch informativ, aber es ist eben nicht die ganze Wahrheit….. und ich finde, das muss man wissen.

      Renate, Donnerstag, 06.10.16, 15:19 Uhr

      Korrektur: Meine Antwort an Michael K. und weiteren zur Dokumentation von Shimon Dotan "Die Siedler der Westbank" steht im vorherigen Abschnitt, gehört aber natürlich hier hin. Sorry. Eine Anmerkung m ...

      Korrektur: Meine Antwort an Michael K. und weiteren zur Dokumentation von Shimon Dotan „Die Siedler der Westbank“ steht im vorherigen Abschnitt, gehört aber natürlich hier hin. Sorry.
      Eine Anmerkung möchte ich noch hinzufügen zu meinem Satz „Und die gibt es auch“: Ich denke, dass es die Mehrheit ist. Ich habe die Doku aufgenommen und schaue sie mir gerade nochmal an. Ist schon sehr interessant, aber wie schon gesagt….und die Frage bleibt, wie wird es wohl weitergehen, ganz realistisch zum jetzigen Zeitpunkt betrachtet?

      Michael K., Donnerstag, 06.10.16, 22:47 Uhr

      @Renate, ich verstehe deine Auffassung. Du unterscheidest zwischen religösen Fanatikern und den vielen anderen Siedlern, die ' Menschen wie du und ich' sind. Und die anderen Siedler, die sind einfach ...

      @Renate, ich verstehe deine Auffassung. Du unterscheidest zwischen religösen Fanatikern und den vielen anderen Siedlern, die ‚ Menschen wie du und ich‘ sind. Und die anderen Siedler, die sind einfach da, weil sie dort zu günstigen Konditionen wohnen können. Du beziehst dich hierbei nur auf die Siedler und Menschen, die du kennen magst. Du verkennst aber die Politik, die dahintersteht. Das war und ist immer noch eine bewusste Politik der Kolonialisierung soviel Palästina jüdisch zu machen, auf Kosten der Palästinenser, deren Boden für jüdische Siedlungen und Infrastruktur im Schutze des Militärs enteignet wurde und immer noch wird. Israels Politiker wissen genau was sie tun. Die Siedler, ob sekulär oder religiös, sind dabei nur die Figuren, die das Schachbrett israelischer Kolonialisierungspolitik auffüllen sollen. Was du überhaupt nicht bedenkst ist, dass Palästinensern die gleichen Rechte verweigert werden. Das ist es was Israel zu einem Apartheidstaat macht.