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PLO: Israel vorerst aberkennen

Zwei Tage lang tagte der Zentralrat der PLO in Ramallah, um über die Reaktionen auf Trumps Jerusalem-Rede zu beraten

Eine vorübergehende Aberkennung Israels könnte für die Palästinenser weitreichende Folgen haben und sie die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland kosten. Doch die Palästinenser sind verärgert, Präsident Abbas nannte Israel ein „koloniales Projekt“. Israelische Politiker verurteilen ihn scharf.

Von Benjamin Hammer
Am 16.01.2018

Das Verhältnis zwischen den Palästinensern und Israel befindet sich in diplomatischer Hinsicht auf einem neuen Tiefpunkt. Der Zentralrat der Palästinenser, ein Gremium der Dachorganisation PLO, will den Staat Israel nicht mehr anerkennen.

Wir fordern das Exekutivkomitee der PLO auf, die Anerkennung von Israel auszusetzen. Wir unterbrechen die Anerkennung, bis Israel einen Staat Palästina auf den Grenzen von 1967 anerkennt, die Annektierung von Ostjerusalem zurücknimmt und seinen Siedlungsbau stoppt.

— Saleim Zanoun, Vorsitzender des palästinensischen Nationalrates
Saleim Zanoun (links), Vorsitzender des Nationalrates, nannte am Montagabend den Plan, dem das Exekutivkomitee noch zustimmen muss. Foto: dpa | picture alliance

Die Palästinenser hatten Israel erstmals im Jahr 1988 zumindest indirekt anerkannt. Diese Entscheidung bestätigten sie fünf Jahre später im Rahmen der Osloer-Verträge. Das Abkommen sollte ursprünglich nur vorübergehend gelten. Zu einem abschließenden Friedensvertrag kam es nicht. Die PLO erklärte nun, die Verträge von Oslo seien nicht mehr existent.

Wir verurteilen die Entscheidung von US-Präsident Trump, Jerusalem als Hauptstadt von Israel anzuerkennen und die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen. Die US-Regierung hat ihre Rolle als Vermittler im Friedensprozess verloren. Sie wird erst dann wieder zum Partner, wenn Trumps Entscheidung zurückgenommen wird.

— Saleim Zanoun, Vorsitzender des palästinensischen Nationalrates

Zwei Tage lang hatte der Zentralrat der PLO in Ramallah getagt und beraten, wie die Palästinenser auf Donald Trumps Jerusalem-Entscheidung reagieren sollen. Die Beschlüsse müssen noch vom Exekutivkomitee der PLO bestätigt werden. Dieses wird vom palästinensischen Präsidenten Machmud Abbas geleitet. Abbas muss nun entscheiden, ob die Palästinenser Israel tatsächlich nicht mehr anerkennen. Eine solche Entscheidung könnte weitreichende Folgen haben, weil viele Länder in einem solchen Fall ihre finanzielle Unterstützung an die Palästinenser einstellen könnten. Der palästinensische Präsident hatte sich in seiner Rede zu Beginn der PLO-Tagung ungewöhnlich deutlich geäußert.

Wir haben Nein gesagt, in Richtung von Trump und von anderen. Wir werden Trumps Pläne nicht akzeptieren. Er spricht von einem Deal des Jahrhunderts, den er plant. Wir aber sagen: Das ist eine Ohrfeige des Jahrhunderts und wir werden zurückschlagen.

— Machmud Abbas, Palästinenserpräsident
Wütend und frustriert: Präsident Abbas wurde von israelischer Seite für seine harschen Worte scharf verurteilt. Foto: dpa | picture alliance

Machmud Abbas ist 82 Jahre alt und weiß, dass die kommenden Monate darüber entscheiden könnten, wie sein Lebenswerk in die Geschichte eingehen wird. Nach Medienberichten ist er auch deshalb so frustriert, weil die Vorschläge der US-Regierung für ein Abkommen zwischen Israel und den Palästinensern die meisten palästinensischen Kernforderungen außer Acht lassen. Vorschläge, die vom Weißen Haus bisher nicht bestätigt wurden. Für seine Rede in Ramallah wurde der palästinensische Präsident von israelischen Politikern scharf verurteilt. An einer Stelle hatte Abbas Israel ein „koloniales Projekt“ genannt und den Juden ihre Verbindung zum Land abgesprochen.

Ich habe gehört, was Machmud Abbas gesagt hat. Er hat die Wahrheit enthüllt und seine Maske abgenommen. Die Wurzel unseres Konfliktes mit den Palästinensern ist deren unerbittliche Weigerung, den jüdischen Staat anzuerkennen, egal in welchen Grenzen.

— Premierminister Benjamin Netanjahu
Im Westjordanland nichts Neues: Benjamin Netanjahu gibt sich wenig überrascht. Er glaubt, dass Abbas jetzt nur sein wahres Gesicht gezeigt hat. Foto: dpa | picture alliance

Die Amtssitze von Benjamin Netanjahu in Jerusalem und von Machmud Abbas in Ramallah liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Die letzten offiziellen Verhandlungen zwischen den beiden liegen jedoch Jahre zurück.

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Kommentare

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23 thoughts on “PLO: Israel vorerst aberkennen”

    gunther, Donnerstag, 18.01.18, 7:06 Uhr

    Khamenei veröffentlichte einen 9-Punkte-Plan zur Zerstörung Israels. Im September 2015 rief er zu Gewalt und Dschihad gegen Israel auf, bis das Land vollständig vernichtet sei: Inschallah [So Gott wil ...

    Khamenei veröffentlichte einen 9-Punkte-Plan zur Zerstörung Israels. Im September 2015 rief er zu Gewalt und Dschihad gegen Israel auf, bis das Land vollständig vernichtet sei:

    Inschallah [So Gott will] wird es in 25 Jahren kein zionistisches Regime mehr geben. Bis dahin wird der kämpferische, heldenhafte und dschihadistische Kampfgeist den Zionisten keinen Moment der Ruhe mehr lassen.

    Und jetzt reden wir mal über das Existenzrecht Israels.
    Ziel ist es, die Juden weltweit zu töten. So steht es im Koran und den Hadithe.

    Die Leugnung des islamischen Antisemitismus, angelegt im Koran, nicht durch Europa importiert, zeigt die Blindheit der Israelkritiker.
    Weder die Fatah noch Hamas, Hisbollah und Iran wollen einen palästinensischen Staat. Es geht ausschließlich um die Vernichtung Israels.
    Die Vernichtung der Juden wurde bereits 1948-1967 während der jordanischen Besetzung Ostjerusalems deutlich: Zerstörung aller Synagogen und jüdischen Friedhöfe. Das sind klare Zeichen von Frieden!

    PeterM, Mittwoch, 17.01.18, 15:24 Uhr

    Michael K, das hast Du leider falsch in Erinnerung. Bitte nicht mit nebulösen Argumenten ablenken. Es gab dieses Angebot - wie viele andere Angebote -, die von den PL nicht angenommen wurden. Im Grund ...

    Michael K, das hast Du leider falsch in Erinnerung. Bitte nicht mit nebulösen Argumenten ablenken. Es gab dieses Angebot – wie viele andere Angebote -, die von den PL nicht angenommen wurden.
    Im Grunde besteht das Problem darin, dass die PL Juden im Heiligen Land nicht akzeptiert; Wer dies nicht wahrhaben will, negiert die Fakten.
    Aktuell ist in der Times of Israel zu lesen, dass Abass behauptet die PL seien Nachkommen der Kanainiter, was nachweislich Unsinn ist.

      Doris, Dienstag, 23.01.18, 8:42 Uhr

      In Palästina haben Jahrhunderte Christen, Muslime und Juden zusammengelebt. Das Zusammenleben hat mehr oder weniger gut funktioniert. Dann kommen Zionisten aus Europa und fangen an Nicht-Juden von der ...

      In Palästina haben Jahrhunderte Christen, Muslime und Juden zusammengelebt.
      Das Zusammenleben hat mehr oder weniger gut funktioniert.
      Dann kommen Zionisten aus Europa und fangen an Nicht-Juden von deren Land zu vertreiben und Sie behaupten jetzt die Palästinenser wären das Problem?
      Warum drehen sie die Wirklichkeit auf den Kopf?
      In Nablus leben Samaritaner, Muslime und Christen wunderbar zusammen, abgesehen von den israelischen Soldaten, die alle gleichermaßen unterdrücken.

      Es sind die Zionisten die ein Zusammenleben ablehnen, die sind es die die vertriebenen Nicht-Juden diskriminieren und sie nicht zurück in die Heimat lassen.
      Wenn hier jemand andersgläubigen gegenüber diskriminierend ist dann doch die Zionisten!

    PeterM, Mittwoch, 17.01.18, 10:51 Uhr

    Was sollen die Kommentare "Gut so, dass Abbas...... Unter der Egide von E. Olmert hat Israel den PL einen Staat in den Grenzen vor 1967 angeboten; was ist darauf hin geschehen, die PL hat darauf nicht ...

    Was sollen die Kommentare „Gut so, dass Abbas…… Unter der Egide von E. Olmert hat Israel den PL einen Staat in den Grenzen vor 1967 angeboten; was ist darauf hin geschehen, die PL hat darauf nicht reagiert.
    Die UNO nimmt doch keiner mehr ernst. Es handelt sich um einen Debattierclub, der je nach den Machtverhältnissen verurteilt, oder eben nicht.

      Michael.K., Mittwoch, 17.01.18, 12:04 Uhr

      PeterM, wenn ich mich richtig erinnere, so hat Olmert zusammen mit der Turkei versucht einen Frieden zu verhandeln. Aber irgendwie höre ich noch die Stimmen aus der Türkei. Plötzlich war Olmert weg vo ...

      PeterM, wenn ich mich richtig erinnere, so hat Olmert zusammen mit der Turkei versucht einen Frieden zu verhandeln. Aber irgendwie höre ich noch die Stimmen aus der Türkei. Plötzlich war Olmert weg vom Fenster. Er begann den Gaza-Krieg und kämpfte auch mit seinem Koruptionsverdacht. Und das war es dann mit den Friedensgesprächen. So vernehme ich das, ohne grosse Nachforschungen anzustellen.

    gunther, Mittwoch, 17.01.18, 8:53 Uhr

    Charta der Hamas, Art. 7: Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht d ...

    Charta der Hamas, Art. 7:
    Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!

    Das darf ja wohl noch erlaubt sein, zur Klärung den Art. 7 der Hamas wiederzugeben.

      martina, Mittwoch, 17.01.18, 12:13 Uhr

      hallo gunther, ja das ist keine frage, dass das erlaubt ist. weil es wohl in der charta der hamas steht.

      hallo gunther, ja das ist keine frage, dass das erlaubt ist. weil es wohl in der charta der hamas steht.

    gunther, Mittwoch, 17.01.18, 8:45 Uhr

    Andrea, wer lesen kann, weiß mehr. Sehen Sie sich die Charta von Hamas und Hisbollah an. Verfolgen Sie die fortgesetzten Ankündigungen iranischer geistlicher und politischer Füher: Zerstörung Israels ...

    Andrea, wer lesen kann, weiß mehr.
    Sehen Sie sich die Charta von Hamas und Hisbollah an. Verfolgen Sie die fortgesetzten Ankündigungen iranischer geistlicher und politischer Füher: Zerstörung Israels spätestens 2040.
    Die Eskalation des Konflikts wird von Abbas und der PA/Fatah zielgerichtet und bewusst betrieben. Palästinensische Mörder mit 30 Jahren Haft erhalten 3000 Dollar pro Monat. Das Durchschnittseinkommen im Westjordanland liegt bei 240 Dollar.
    Das ist die Politik der Fatah.

    Andrea, es gibt einen UNO-Beschluss zur Entwaffnung der Hisbollah. Dagegen wird laufend verstoßen, Der Iran rüstet die Hisbollah über den Landweg Syrien auf.

    Es ist gut, wenn man/frau über Israel herziehen kann. Das entlastet von der eigenen Vergangenheit.
    Wo ist der Aufschrei über den Iran? Wo über die öffentlichen Hinrichtungen in Gaza?

      Michael.K., Donnerstag, 18.01.18, 2:06 Uhr

      Gunther, Sieh dir einmal die Likud Charta an. Hat nicht die Likud-Partei vor wenigen Tagen dafür gestimmt, das Westjordanland zu annektieren? Einfach so! Über die Köpfe der Menschen hinweg, die dort i ...

      Gunther, Sieh dir einmal die Likud Charta an. Hat nicht die Likud-Partei vor wenigen Tagen dafür gestimmt, das Westjordanland zu annektieren? Einfach so! Über die Köpfe der Menschen hinweg, die dort ihre Heimat haben, denen das Land gehört, weil sie dort lange und zuerst gelebt haben. Dann von Einwanderen verdrängt wurden und immer noch werden. Was dazu geführt hat, dass eine Hamas und eine Hizbollah entstanden ist. Wer erobert, schafft Feinde. Wer Menschen die Freiheit nimmt, schafft Feinde. Wer Menschen ihr Land und ihr Wasser nimmt, der schafft Feinde. Begreifst du das nicht?

      Wer etwas anderes will, der sollte das sagen. Der sollte etwas wagen. Der sollte die Begegnung suchen, wenn er guten Willens ist. Die, die immer nur die Hölle beschwören, die wollen nicht das Gute. Die wollen weiter ihr Unwesen treiben. Das ist das eigentliche Übel. Du willst die Zerstörung Israels, wer sonst? Die Menschen wollen Freiheit. und die lügst dir etwas vor. Laufend! Puh!!

    Andrea, Mittwoch, 17.01.18, 0:23 Uhr

    Gut so dass Abbas den Staat Israel in seiner gegenwärtigen Ausdehnung nicht mehr anerkennt. Denn Israel verstößt hier fortgesetzt gegen die UN-Resolution 242! Und in dieser UN-Resolution ist festgesch ...

    Gut so dass Abbas den Staat Israel in seiner gegenwärtigen Ausdehnung nicht mehr anerkennt. Denn Israel verstößt hier fortgesetzt gegen die UN-Resolution 242! Und in dieser UN-Resolution ist festgeschrieben, dass das Westjordanland den Palästinensern gehört.

    Israel aber annektiert dieses Gebiet genauso völkerrechtswidrig wie es Putin in der Ostukraine und auf der Krim getan hat und wie es China mit Taiwan versucht und so wie es die Tuerkei mit den Kurdengebieten versucht.

    Sows darf nicht hingenommen werden. Israel muss sich in die Grenzen der UN-Resolution 242 zurueckziehen. Nur dann hat Israel die Chance auf Anerkennung als Staatsgebilde.

    Genau deswegen ist auch diese Strafaktion gegen die Palästinenser durch die USA:

    völlig daneben und auch Trump stellt sich hier ueber die UNO und bricht die UN-Statuten! Das darf die UNO nicht akzeptieren.

      ariel, Mittwoch, 17.01.18, 8:57 Uhr

      andrea, wie ich schon unten geschrieben habe, verstoesst israel in keinster weise gegen die resolution 242. mit der ukraine kann man es nicht vergleichen, da krim ein territorium eines souverenan staa ...

      andrea, wie ich schon unten geschrieben habe, verstoesst israel in keinster weise gegen die resolution 242. mit der ukraine kann man es nicht vergleichen, da krim ein territorium eines souverenan staates ist, was im falle von judea und samaria nicht der fall ist.

      in der resolution 242 werden die grenzen mit absicht nicht erwaehnt.

    Michael.K., Dienstag, 16.01.18, 19:36 Uhr

    Man versteht die Verärgerung. Die Oslo Verträge sollten den Weg für einen endlichen Frieden ebnen. Das hat nur dazu geführt, dass sich hunderttausende jüdische Siedler mit der Billigung der israelisch ...

    Man versteht die Verärgerung. Die Oslo Verträge sollten den Weg für einen endlichen Frieden ebnen. Das hat nur dazu geführt, dass sich hunderttausende jüdische Siedler mit der Billigung der israelischen Regierung und des Militärs illegalerweise im Westjordanland niedergelassen haben. Eine ehrliche Verhandlungsweise ist und war das nicht. Und jetzt gaukelt Netanyahu uns auch noch vor, dass ein besetztes und unterdrücktes Volk nun sein wahres Gesicht zeigen würde, als hätte Israel nie ein koloniales Projekt im Auge gehabt und N. würde täglich zerknirscht in seinem Büro darüber nachdenken, wie man ein friedliches Zusammenleben mit den Palästinensern erreicht. Einfach Heuchelei!!

    Klar, die Palästinenser haben kaum Mittel sich gegen eine militärisch abgesicherte Unterdrückung und ein generelles Unrecht zu wehren, solange die internationale Staatengemeinschaft Israel nicht Einhalt gebietet. In der Tat, es ist Zeit, den Israelis zu bedeuten, dass ein Staat Palästina mehr als überfällig ist.

    Knut, Dienstag, 16.01.18, 16:13 Uhr

    Man kann sich durchaus eine klügere Entscheidung der PLO vorstellen, zumal eine - verständliche - levantinische Emotionalität und massive Enttäuschung sicherlich dazu beigetragen haben. Nichtsdestotro ...

    Man kann sich durchaus eine klügere Entscheidung der PLO vorstellen, zumal eine – verständliche – levantinische Emotionalität und massive Enttäuschung sicherlich dazu beigetragen haben. Nichtsdestotrotz muss die Frage gestellt werden, wer in diesem Konflikt übergeordnet agiert und wer reagiert. Wer hat in den letzten 50 Jahren (und auch seit Oslo) gehandelt und als Besatzer Fakten geschaffen und wem verblieb die Rolle als hinnehmender Unterlegener? Welche Alternativen blieben dem Schwächeren? Welchen echten und nachvollziehbaren Willen hat die stärkere Seite – auch in den Augen unabhängiger internationaler Beobachter – gezeigt, ausgehandelte Verträge mit den nicht gewaltbereiten Palästinensern auch tatsächlich umzusetzen? Wurden Oslo & Co. lediglich missbraucht, um heimlich, still und leise eben doch den kompletten (auch religiös aufgeladenen) Anspruch auf alles Land zwischen Mittelmeer und Jordan per Schaffung von Fakten durchzudrücken? Klar ist: BEIDE Staaten haben ein Existenzrecht!

      ariel, Mittwoch, 17.01.18, 9:00 Uhr

      knut, du wuerdest recht haben, wenn es anseiten israels (wie z.b. die tuerkei in bezug auf kurden) kein versuch unternommen worden waere den arabern entgegenzukommen. solche versuche gab es mehrmals. ...

      knut, du wuerdest recht haben, wenn es anseiten israels (wie z.b. die tuerkei in bezug auf kurden) kein versuch unternommen worden waere den arabern entgegenzukommen.

      solche versuche gab es mehrmals. im camp david war israel bereit 95% von judea und samaria sowie 5% von israel den arabern zu geben. arafat hat nein gesagt. israel muss nicht jede forderung erfullen.

    Ismael Isaak, Dienstag, 16.01.18, 14:24 Uhr

    Es gibt keine Grenzen von 1967, nur eine Waffenstillstandslinie. Das ist etwas völlig anderes. @ariel: Sie haben mal wieder völlig recht.

    Es gibt keine Grenzen von 1967, nur eine Waffenstillstandslinie. Das ist etwas völlig anderes. @ariel: Sie haben mal wieder völlig recht.

    Markus Becker, Dienstag, 16.01.18, 12:42 Uhr

    "Die Palästinenser hatten Israel erstmals im Jahr 1988 zumindest indirekt anerkannt." Eine verschubbelte Formulierung für die Tatsache, dass die PLO Israel nie als den legitimen Staat des jüdischen Vo ...

    „Die Palästinenser hatten Israel erstmals im Jahr 1988 zumindest indirekt anerkannt.“

    Eine verschubbelte Formulierung für die Tatsache, dass die PLO Israel nie als den legitimen Staat des jüdischen Volks anerkannt hat. Die Weigerung das zu tun, ist der Grund warum der Konklikt weiter vor sich hin schwelt.

    ariel, Dienstag, 16.01.18, 10:08 Uhr

    sie koennen genau so die anerkennung der erde als kugel zuruecknehmen.... israel existiert und braucht nicht die arabische anerkennung. die anerkennung ist nur fuer die verhandlungen wichtig, da es di ...

    sie koennen genau so die anerkennung der erde als kugel zuruecknehmen….

    israel existiert und braucht nicht die arabische anerkennung. die anerkennung ist nur fuer die verhandlungen wichtig, da es die ernsthaftigkeit der arabischen seite zeigen sollte.

    das model von dem gesammten land israel als eine pizza, welche von arabern als erklaerung benutzt wird, ist sehr passend. nur sagen die araber, dass sie nicht verhandeln wollen, sollange die israelis die pizza essen. sie denken aber nicht weiter, denn wenn sie nicht verhandeln, werden die israelis die ganze pizza fuer sich haben.

    ich will keinen palaestinenserstaat, ich wuerde aber einen unterstuetzen. deswegen freue ich mich, wenn abas so handelt und die verhandlungen nicht von israel abhaengen.

    wenn ich an alle moeglichen verschwoerungstheorien glauben wuerde, wuerde ich den abas fuer einen israelischen agenten halten, dessen aufgabe es ist fuer die siedlungsbau so viel wie moeglich zeit zu gewinnen.

      Doris, Dienstag, 16.01.18, 12:24 Uhr

      Ihre Einstellung ist typisch. So viel Land wie möglich stehlen, Fakten schaffen und weiter Menschen vertreiben. Die Rechte der Palästinenser sind Ihnen völlig egal. Menschlichkeit und Gerechtigkeit si ...

      Ihre Einstellung ist typisch. So viel Land wie möglich stehlen, Fakten schaffen und weiter Menschen vertreiben.

      Die Rechte der Palästinenser sind Ihnen völlig egal. Menschlichkeit und Gerechtigkeit sind Fremdwörter für Sie.

      Finde ich gut, dass sie ihren Rassismus wenigstens nicht leugnen, sondern dazu stehen!

      Lustig, Dienstag, 16.01.18, 18:43 Uhr

      Ein Agent mit guten schauspielerischen Fähigkeiten :-) Im Gegensatz zu den Crisis actors bei den weltweiten Theatervorstellungen.

      Ein Agent mit guten schauspielerischen Fähigkeiten 🙂

      Im Gegensatz zu den Crisis actors bei den weltweiten Theatervorstellungen.

      ariel, Mittwoch, 17.01.18, 8:47 Uhr

      natuerlich will ich, dass israel so viel wie moeglich in samaria und judea baut, schliesslich tun die araber genau das gleiche oder wird in ramallah, jenin, schechem etwa nicht gebaut? was hat das mit ...

      natuerlich will ich, dass israel so viel wie moeglich in samaria und judea baut, schliesslich tun die araber genau das gleiche oder wird in ramallah, jenin, schechem etwa nicht gebaut? was hat das mit den rechten der araber zu tun? oder meinst du das recht auf land? so ein recht gibt es nicht.

    gunther, Dienstag, 16.01.18, 9:58 Uhr

    Endlich, endlich hat die Fatah unter Abbas einen Grund, um die indirekte Anerkennung Israels (Originalton Benjamin Hammer) zu negieren. Hamas und Hisbollah im Verein mit dem Iran haben als Ziel ganz k ...

    Endlich, endlich hat die Fatah unter Abbas einen Grund, um die indirekte Anerkennung Israels (Originalton Benjamin Hammer) zu negieren.
    Hamas und Hisbollah im Verein mit dem Iran haben als Ziel ganz klar die endgültige Zerstörung Israels ohnehin proklamiert.

      Andrea, Mittwoch, 17.01.18, 0:28 Uhr

      @ gunter Dass hier von Ihnen: "Hamas und Hisbollah im Verein mit dem Iran haben als Ziel ganz klar die endgültige Zerstörung Israels ohnehin proklamiert." stimmt so ueberhaupt nicht. Das ist eine abso ...

      @ gunter

      Dass hier von Ihnen:

      „Hamas und Hisbollah im Verein mit dem Iran haben als Ziel ganz klar die endgültige Zerstörung Israels ohnehin proklamiert.“

      stimmt so ueberhaupt nicht. Das ist eine absolute FAKE-News! Das was Abbas hier völlig zu recht einfordert, steht alles in der UN-Resolution 242! Und damit stellen Netanjahu, Erdogan und Trump sich ueber die UNO und sind daher eigentlich schnellstens aus der UNO zu entfernen wegen Missachtung von UN-Resolutionen und wegen Missachtung der UN-Statuten, Missachtung von internationalem Recht (UN-Zivilpakt, UN-Menschenrechts-Charta und Genfer Konventionen) und Missachtung des Völkerrechts!

      ariel, Mittwoch, 17.01.18, 8:54 Uhr

      andrea, in der resolution 242 steht nichts ueber die schaffung eines palaestinenserstaates. da jordanien ganz offiziel auf judea und samaria verzichtet hat (obwohl es sowieso rechtlich keinen anspruch ...

      andrea, in der resolution 242 steht nichts ueber die schaffung eines palaestinenserstaates.
      da jordanien ganz offiziel auf judea und samaria verzichtet hat (obwohl es sowieso rechtlich keinen anspruch darauf haette), gibt es niemanden wem man (auf DIE wurde mit absicht verzichtet) besetzte gebiete zurueckgeben koennte. ueber einen vollstaendigen rueckzug steht da auch nichts drin.