Foto: BR | Tariq Kayal

„Ohne Deine Schafe bist Du nichts“

Die Beduinen von Khan al-Ahmer kämpfen gegen den Abriss ihres Ortes

Seit Monaten droht dem palästinensischen Beduinendorf zwischen Jerusalem und dem Toten Meer die Zerstörung durch die israelische Armee. Rund 200 Bewohner und ihre Schafherden sollen umgesiedelt werden – gegen ihren Willen. Während des israelischen Unabhängigkeitskrieges vor sieben Jahrzehnten waren sie mit zehntausenden weiteren Beduinen aus der Negevwüste vertrieben worden. Nächste Woche will das höchste israelische Gericht entscheiden, ob der rechtmäßige Abrissbescheid auch umgesetzt werden darf. Würden dort dann israelische Siedlungen entstehen, gefährde das die Umsetzung der Zweistaatenlösung, so urteilen die Kritiker.

Von Studio Tel Aviv
Am 10.07.2018

Beitrag: Bernhard Niebrügge | Kamera: Tariq Kayal | Schnitt: Ethan Spilkin

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8 thoughts on “„Ohne Deine Schafe bist Du nichts“”

    gunther, Freitag, 13.07.18, 9:41 Uhr

    Herr K., ich sehe eine bedenkliche Entwicklung bei Ihnen. Sie lassen drastisch nach. Ihr Schlagwort "Apartheid" fehlt. Das sollte Ihnen aber nicht mehr passieren. Beduinen haben in Israel auch andere ...

    Herr K.,
    ich sehe eine bedenkliche Entwicklung bei Ihnen. Sie lassen drastisch nach. Ihr Schlagwort „Apartheid“ fehlt. Das sollte Ihnen aber nicht mehr passieren.

    Beduinen haben in Israel auch andere Lösungen gefunden. Sie haben Dörfer mit der kompletten Infrastruktur errichtet und leben dort sehr gut.
    Die neuerliche Geschichte ist propagandistisch aufgebläht, um wieder einmal Schuldzuweisungen vornehmen zu können. Wenn es Baugesetze in einem Staat gibt, hat sich wohl jeder daran zu halten. Wenn es aber für eine Gruppe Sonderrechte geben soll, dann ist das „Apartheid“ nur andersherum.

    Ismael Isaak, Donnerstag, 12.07.18, 5:52 Uhr

    @michal k, A-B-C gehören den Palis? Dann wissen wir ja, wie Sie ticken. Inakzeptabel. Daran ist schon in den letzten Jahrzehnten alles gescheitert. Und Leute wie Sie tragen dazu bei.

    @michal k, A-B-C gehören den Palis? Dann wissen wir ja, wie Sie ticken. Inakzeptabel. Daran ist schon in den letzten Jahrzehnten alles gescheitert. Und Leute wie Sie tragen dazu bei.

      Michael K., Freitag, 13.07.18, 21:19 Uhr

      Ismael, gut dass du endlich herausgefunden hast wie ich ticke. A,B,C ist besetztes Land. Was besetzt ist gehört nicht dem Besatzer. Kolonialisten denken da anders. Gesetze einer Besatzungsmacht, die P ...

      Ismael, gut dass du endlich herausgefunden hast wie ich ticke. A,B,C ist besetztes Land. Was besetzt ist gehört nicht dem Besatzer. Kolonialisten denken da anders. Gesetze einer Besatzungsmacht, die Platz schaffen wollen für die Ausweitung ihrer illegalen Siedlungen ist ein Verstoss gegen internationales Recht, die Besiedlung eroberten Landes ein Kriegsverbrechen. Lösungen sind daran gescheitert, weil man als Kolonialmacht denkt und handelt und nicht einsehen will, dass eine einheimische Bevölkerung in Freiheit und Selbstbestimmung leben will.

      Die Aufteilung in A-,B- und C-Gebiete ist übrigens ziemlicher Unfug. Laut Oslo hättte man schon längst diese temporären Begrifflichkeiten mit einem Friedensvertrag aus der Welt schaffen müssen. Was man einmal unrechtmässig erobert hat ist eben schwer wieder aufzugeben. Irgenwann werden die Kräfte Oberhand gewinnen, die mit Erschrockenheit feststellen, dass sie zu lange Unrecht zugelassen, dass sie zu lange dazu geschwiegen haben.

    Gerd, Mittwoch, 11.07.18, 20:54 Uhr

    1. Die sind in den 80er Jahren nach einer Stammesfehde dort hin gezogen. 2. Die Männer arbeiten fast alle in israelischen Fabriken der Umgebung. 3. Viel Familen sind in feste Unterkünfte mit Strom und ...

    1. Die sind in den 80er Jahren nach einer Stammesfehde dort hin gezogen.
    2. Die Männer arbeiten fast alle in israelischen Fabriken der Umgebung.
    3. Viel Familen sind in feste Unterkünfte mit Strom und Wasser umgezogen, die ihnen von den Behörden angeboten worden sind.

    Alles Fakten, die man leicht aus den örtlichen Zeitungen erfahren kann.

    PS: Schwarzbauten abreißen ist in einem Rechtsstaat üblich.

    ariel, Dienstag, 10.07.18, 17:04 Uhr

    und wiedereinmal bekommen wir ungepruefte propaganda... es wird behauptet, dass dieses stamm sich schon seit 70 jahren auf dieser stelle befindet. klingt logisch, da sie 48 waehrend des unabhaengigkei ...

    und wiedereinmal bekommen wir ungepruefte propaganda… es wird behauptet, dass dieses stamm sich schon seit 70 jahren auf dieser stelle befindet. klingt logisch, da sie 48 waehrend des unabhaengigkeitskrieges geflohen sind… stimmt aber nicht. die luftaufnahmen, welche man ueberall in der presse finden kann zeigen, dass 67, also nach dem sech tage krieges, dort keiner gelebt hat. erst auf den aufnahmen die erste zelte sehen. die lage ist klar, sie siedeln dort wo es ihnen gerade passt. und alle oeffentlichen flaechen werden dann dafuer genutzt die schafe zu fuettern. das geht natuerlich nicht.

    jeder israeli waere gluecklich, wenn er 250 qm land bekommen wuerde. die beduinen wollen so viel land haben, wie sie besetzen koennen. das geht natuerlich nicht. wieso versuchen sie nicht diese spielchen in den A und B gebieten zu spielen?

      martina, Dienstag, 10.07.18, 20:49 Uhr

      hallo ariel. zu den hamas würde ich auch nicht ziehen wollen. würde auch ein israelischer bauer mit 250 qm zufrieden sein? du der aussage, das 1967 nach dem 6 tage krieg dort keiner gelebt hat, habe i ...

      hallo ariel. zu den hamas würde ich auch nicht ziehen wollen.
      würde auch ein israelischer bauer mit 250 qm zufrieden sein?
      du der aussage, das 1967 nach dem 6 tage krieg dort keiner gelebt hat, habe ich die frage. hat er vor 1967 dort gelebt und wegen dem krieg weggezogen? und ist er danach wieder dorthin gezogen? da auf dem video keine richtigen häuser sind, sondern nur blechhütten, könnte es auch sein, das du auf der falschen stelle gesucht hast? mit der behausung lässt es sich ja sehr leicht ein paar hundert meter weiter weg wohnen (keine ahnung wieviel niemandsland dort war)? denn das wäre für ihn auch der gleiche wohnort gruß

      martina, Dienstag, 10.07.18, 22:21 Uhr

      hallo ariel was sagst du dann zu dem artikel von haaretz (06.05.2015), das ihnen das gebiet 1956 zugewiesen wurde. gruß

      hallo ariel was sagst du dann zu dem artikel von haaretz (06.05.2015), das ihnen das gebiet 1956 zugewiesen wurde. gruß

      Michael K., Dienstag, 10.07.18, 22:43 Uhr

      Ariel, du willst uns wieder einmal erzählen, dass nur Israel das Recht hat über andere Menschen zu bestimmen. Pläne für Bedouine muss man mit Bedouinen machen, nicht gegen sie. Da der illegale Siedlun ...

      Ariel, du willst uns wieder einmal erzählen, dass nur Israel das Recht hat über andere Menschen zu bestimmen. Pläne für Bedouine muss man mit Bedouinen machen, nicht gegen sie. Da der illegale Siedlungsbau gefördert wird und die Siedlerbewegung immer wieder Dampf macht, ist man sich nicht zu schade eine menschenfeindliche Politik zu führen, die Bedouinen aus ihrer natürlichen Umgebung zu vertreiben und ihre Dörfer zu zerstören. Und das nur, um Platz für illegale Siedler zu machen. Palästinenser zählen da nicht viel. Für arrogante Siedler ist der Überlebungskampf der Bedouinen daher nur ein Spielchen. Und warum sollten Bedouinen nur sich in A und B Gebiete zurückziehen? Das C-Gebiet gehört genauso den Palästinensern wie A und B, obwohl die Besatzungsmacht Israel glaubt auch das C-Gebiet eines Tages annektieren zu können. Das wird hoffentlich nicht passieren und der Rest der Welt, ohne US und Israel, wird hoffentlich so rechtschaffen sein sich nicht der Macht und dem Unrecht zu beugen.