Foto: dpa | picture alliance

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Mildes Strafmaß im Todschlagprozess

Die Kontroverse um den Fall Elor Azaria

Eineinhalb Jahre Haft und 18 Monate auf Bewährung wegen Todschlags. So lautet das Urteil des Militärgerichts über den israelischen Soldaten Elor Azaria. Er hatte vor knapp einem Jahr einen palästinensischen Messer-Attentäter mit einem Kopfschuss getötet nachdem dieser bereits überwältigt und verletzt am Boden lag. Der Fall hat die israelische Gesellschaft gespalten, das relativ milde Strafmaß sorgt erneut für Diskussion.

Von Mike Lingenfelser
Am 21.02.2017

Beitrag: Mike Lingenfelser – Kamera: Michael Shubitz – Ton: Ricardo Levy – Schnitt: Amir Tal

Kommentare

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2 thoughts on “Mildes Strafmaß im Todschlagprozess”

    Andrea, Montag, 06.03.17, 13:44 Uhr

    Es tut mir leid, aber dieses Urteil ist viel zu niedrig, wenn ich es von rechtsstaatlicher Ansicht sehe. Warum ich mit diesem Urteil nicht einverstanden bin: 1. dass hier war kein Totschlag, sondern M ...

    Es tut mir leid, aber dieses Urteil ist viel zu niedrig, wenn ich es von rechtsstaatlicher Ansicht sehe. Warum ich mit diesem Urteil nicht einverstanden bin:

    1. dass hier war kein Totschlag, sondern Mord
    2. es ging um Mordlust (Mordmerkmal)
    3. es gab eine eindeutige Mordabsicht um die Hilfe planvoll zu verhindern (ebenfalls eindeutiges Mordmerkmal)
    4. es handelt sich hier um eine planvolle Tat (ebenfalls Mordmerkmal)
    Denn das Opfer lag bereits kampfunfähig und schwer verletzt am Boden, als es in den Kopf geschossen wurde von diesem Soldaten.

    Von daher wäre dass hier eigentlich ein Fall fuer lebenslange Haft gewesen. Bei uns in Deutschland jedenfalls wäre dass eindeutig Mord gemäß § 211 Strafgesetzbuch gewesen und wäre bei uns hier in Deutschland mit lebenslanger Freiheitsstrafe geahndet worden.

    Von daher frage ich mal, ob man dieses Urteil noch korrigieren kann??

    Sébastien, Mittwoch, 22.02.17, 19:16 Uhr

    Diese Selbstgefälligkeit. Wo man auch hinguckt in dieser heutigen Welt - das nimmt zu. Bringt aber nichts. Außer Unzugänglichkeit.

    Diese Selbstgefälligkeit.
    Wo man auch hinguckt in dieser heutigen Welt – das nimmt zu.
    Bringt aber nichts. Außer Unzugänglichkeit.