Israel wird jüdischer Nationalstaat

Umstrittenes Gesetz verabschiedet

Für die einen ist es ein „Schlüsselmoment“ für andere der „Tod der Demokratie“: In Israel gilt nun ein Gesetz, das das Jüdische betont und das Arabische herabstuft. Die umstrittendste Klausel wurde entschärft.

Von Studio Tel Aviv
Am 19.07.2018

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Beitrag: Susanne Glass | Schnitt: Amir Tal

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36 thoughts on “Israel wird jüdischer Nationalstaat”

    gunther, Donnerstag, 26.07.18, 11:09 Uhr

    Knut, das enthebt Sie dennoch nicht nachzuweisen, dass das Gesetz rassistisch, ausgrenzend, die arabische Sprache herabwürdigend, Minderheiten diskriminierend usw. sein soll. Dann weisen Sie doch einm ...

    Knut, das enthebt Sie dennoch nicht nachzuweisen, dass das Gesetz rassistisch, ausgrenzend, die arabische Sprache herabwürdigend, Minderheiten diskriminierend usw. sein soll. Dann weisen Sie doch einmal nach. Ihre wortreichen Diffamierungen nutzen da wenig.

    Knut, Mittwoch, 25.07.18, 16:53 Uhr

    Tja, durchweg rechthaberische Glaubenskrieger wie "gunther", die trotz einschlägiger und verständlicher Argumentation - so auch hier weiter unten - schlicht nicht an einer echten, substanzreichen und ...

    Tja, durchweg rechthaberische Glaubenskrieger wie „gunther“, die trotz einschlägiger und verständlicher Argumentation – so auch hier weiter unten – schlicht nicht an einer echten, substanzreichen und ergebnisorientierten Diskussion interessiert sind, bleiben irgendwann antwortlos ganz alleine auf weiter Flur und drehen sich in ihren ideologieversessenen Monologen nur noch um sich selbst… Gut so, denn dieses Forum ist viel zu wertvoll und daher auch viel zu schade, da es eigentlich für Leute gedacht ist, denen an einem echten Erkenntnisgewinn und einem längerfristigen Mehrwert für Leser*innen und Diskutierende gelegen ist.

    gunther, Mittwoch, 25.07.18, 14:04 Uhr

    Der Herr K. bringt immer noch keine Gesetzestextbelege für seine Behauptungen. Wie das wohl kommt? Aber ich möchte eine grundlegende Kritik an dem Gesetz anbringen: Demokratie ist nicht verankert.

    Der Herr K. bringt immer noch keine Gesetzestextbelege für seine Behauptungen. Wie das wohl kommt?

    Aber ich möchte eine grundlegende Kritik an dem Gesetz anbringen: Demokratie ist nicht verankert.

    gunther, Mittwoch, 25.07.18, 4:44 Uhr

    Herr K., es ist reichlich wurscht, was Barenboim schreibt. Entscheidend ist der Gesetzestext.

    Herr K.,
    es ist reichlich wurscht, was Barenboim schreibt. Entscheidend ist der Gesetzestext.

    gunther, Dienstag, 24.07.18, 8:30 Uhr

    Herr K., Sie bringen keinen Textbeleg aus dem Gesetz für Rassismus. Nirgendwo ist im Gesetz die Rede davon, dass Nichtjuden weniger Rechte haben. Auch die Feier- und Ruhetage der Nichtjuden werden aus ...

    Herr K.,
    Sie bringen keinen Textbeleg aus dem Gesetz für Rassismus.
    Nirgendwo ist im Gesetz die Rede davon, dass Nichtjuden weniger Rechte haben. Auch die Feier- und Ruhetage der Nichtjuden werden ausdrücklich anerkannt.

    Und zur Klarstellung: Nicht die arabischen Gebiete sind von Grenzbefestigungen umgeben, sondern Israel.
    Waren Sie schon einmal in Bethlehem? Es ist nicht eingezäunt.

    gunther, Dienstag, 24.07.18, 8:22 Uhr

    Im Gesetz heißt es: Die arabische Sprache hat einen besonderen Status im Staat (...) Diese Klausel berührt nicht den Status, der der arabischen Sprache vor Inkrafttreten dieses Gesetzes gegeben wurde.

    Im Gesetz heißt es:
    Die arabische Sprache hat einen besonderen Status im Staat (…)
    Diese Klausel berührt nicht den Status, der der arabischen Sprache vor Inkrafttreten dieses Gesetzes gegeben wurde.

    gunther, Montag, 23.07.18, 13:16 Uhr

    Ich warte immer noch auf die Textbelege aus dem Gesetz, dass es hier um Rassismus geht, um die Abschaffung von Arabisch, um die Unterdrückung von Nichtjuden.

    Ich warte immer noch auf die Textbelege aus dem Gesetz, dass es hier um Rassismus geht, um die Abschaffung von Arabisch, um die Unterdrückung von Nichtjuden.

      Michael K., Montag, 23.07.18, 18:05 Uhr

      Gunther, du kannst es nicht sehen, weil du es nicht willst. Du willst ja nicht einmal erkennen, dass die paar km2 verbliebenen palästinensichen Landes besetztes Land ist. Von Israel besetzt. Mit Mauer ...

      Gunther, du kannst es nicht sehen, weil du es nicht willst. Du willst ja nicht einmal erkennen, dass die paar km2 verbliebenen palästinensichen Landes besetztes Land ist. Von Israel besetzt. Mit Mauern und Stacheldraht umgeben.

      Den Text kannst du ja selbst lesen, der für einen politischen Zionisten Musik in den Ohren ist, also an und für sich nichts Anrüchiges aufweist. Ausschlaggebend ist die Dringlichkeit und der Geist in dem das Gesetz formuliert und verabschiedet wurde. Und das was nicht gwsagt wird. der Steht irgend etwas in dem Gesetz, was die Palästinenser betrifft? Abgesehen von der Herabstufung der arabischen Sprache?

      Daniel Barenboim ist eine Stimme des Friedens. Lies seinen Artikel in Haaretz v .heute (23.7.18). Der versteh nicht nur von der Musik etwas. Aber Blinde sehend zu machen beruht auf Wundern.

    gunther, Samstag, 21.07.18, 14:05 Uhr

    Keiner hier hat bisher am Text des Gesetzes Rassismus nachgewiesen. In der Charta (nicht Charter) der Hamas steht ganz klar, dass der Islam seine Erfüllung gefunden hat, wenn alle Juden weltweit getöt ...

    Keiner hier hat bisher am Text des Gesetzes Rassismus nachgewiesen.
    In der Charta (nicht Charter) der Hamas steht ganz klar, dass der Islam seine Erfüllung gefunden hat, wenn alle Juden weltweit getötet sind.
    Marco, auch Sie sollten lesen.

    Lotte, Samstag, 21.07.18, 12:28 Uhr

    Michael, Wirkliche Begegnung findet in Israel mehr statt als z.B. in Deutschland mangels Eigenerfahrung wahrgenommen wird ! Z.B. in meinem Beruf (darüber hatte ich mal berichtet); z.B. in dem meines M ...

    Michael,
    Wirkliche Begegnung findet in Israel mehr statt als z.B. in Deutschland mangels Eigenerfahrung wahrgenommen wird !
    Z.B. in meinem Beruf (darüber hatte ich mal berichtet); z.B. in dem meines Mannes (und dann durchaus auch ins „Westjordanland“ hinein).
    Auch wenn dies je nach Bevölkerungsgruppe ect. unterschiedlich sein mag.
    Wenn der Andere jedoch die Vernichtung meines Volkes oder Religion (je nach Definition) auf der Tagesordnung hat (s. Charta der Hamas !!! ; und so viel besser war die PLO zuvor ja auch nicht; und der „Schlangenkopf“ „Islamischer Jihad“, der jetzt schon da ist, hat noch ganz andere Pläne incl. Scharia und Kalifat): ist diese Begegnung ja wohl von vornherein nicht möglich.
    Oder würden Sie Ihren angekündigten Mörder zuvor zum Kaffee hereinholen?

    Bzgl. des jetzigen Gesetzes mag man diskutieren können, ob es diplomatisch klug war, gerade zum jetzigen Zeitpunkt die arabische Sprache an die 2. Stelle zu rücken; illegitim/illegal ist das nicht (s. Gerds Kommentar).

      Lotte, Samstag, 21.07.18, 15:43 Uhr

      Michael Bitte im ORIGINAL lesen ! Danach muss ich "arabisch an 2. Stelle gerückt" dahingehend korrigieren, daß arabisch zwar in der Realität (allein aus mehrheitlichen Gründen, logisch, oder?) viellei ...

      Michael

      Bitte im ORIGINAL lesen !

      Danach muss ich „arabisch an 2. Stelle gerückt“ dahingehend korrigieren,
      daß arabisch zwar in der Realität (allein aus mehrheitlichen Gründen, logisch, oder?) vielleicht an 2. Stelle steht, aber „DIESE KLAUSEL BERÜHRT NICHT DEN STATUS, DER DER ARABISCHEN SPRACHE VOR (!) INKRAFTTRETEN DIESES GESETZES GEGEBEN WURDE“ (Zitat Ende).

      „DIE SPRACHE DES STAATES IST HEBRÄISCH“ (Zitat).
      Na und ?

      Der Staat Israel als nationale Heimat der Juden.
      Na und?
      Seit 1948 (und UN-Beschluss 1947) … und nicht erst jetzt und neu und im Sinne von „wird“ .
      Deshalb, für mein Empfinden: falsche Überschrift.

      Michael K, Samstag, 21.07.18, 22:17 Uhr

      Lotte, Begegnungen finden statt, aber keine, die Mauern niederreissen. Es wird viel geschrieben und viel gesagt. Wer behauptet, der Andere will die Vernichtung meines Volkes, nachdem er selbst zur Ver ...

      Lotte, Begegnungen finden statt, aber keine, die Mauern niederreissen. Es wird viel geschrieben und viel gesagt. Wer behauptet, der Andere will die Vernichtung meines Volkes, nachdem er selbst zur Vernichtung des Anderen beigetragen hat und es immer noch tut, der macht es sich bequem und will im Grunde an der Vorteilssituation, die sich auf grund militärischer Überlegenheit ergeben hat nichts ändern. Schon einmal die Likud Charta gelesen? Den Anderen als Mörder und Terroristen zu denunzieren ist der Versuch brutale Unterdrückung und Besatzung zu legitimieren. Und hier endet die Vernunft. Hier scheiden sich die Geister. Hoffentlich kommt der Tag, an dem Menschen gewillt sind das Leid des Anderen anzuerkennen. Dann werden sie auch miteinander Kaffee trinken, weil sie etwas zu besprechen haben.

      Lotte, Sonntag, 22.07.18, 12:39 Uhr

      Michael Oh, doch, es finden Begegnungen statt, die Mauern zwischen Menschen einreissen ! Die beabsichtigte Auslöschung des arabischen wahlweise palästinensischen Volkes steht nicht in keiner der genan ...

      Michael
      Oh, doch, es finden Begegnungen statt, die Mauern zwischen Menschen einreissen !
      Die beabsichtigte Auslöschung des arabischen wahlweise palästinensischen Volkes steht nicht in keiner der genannten Erklärungen !
      Wenn man die „Würde des Anderen“ in der Form anerkennt, daß man seine Existenz/Existenzrecht und sein Leiden wahrnimmt und anerkennt:
      Ja, dann ist ein gemeinsames Kaffetrinken möglich.
      Guter Vorsatz !

    Gerd, Freitag, 20.07.18, 20:38 Uhr

    Die Verfassung der PLO definiert Palästina als arabisches und islamisches Land und erklärt Arabisch zur Landessprache. Es interessiert keinen. Aber wehe die Juden machen das gleiche!

    Die Verfassung der PLO definiert Palästina als arabisches und islamisches Land und erklärt Arabisch zur Landessprache.

    Es interessiert keinen. Aber wehe die Juden machen das gleiche!

      Marco, Samstag, 21.07.18, 13:14 Uhr

      Könnten sie dies bitte belgen. Die Palästinenser sind Christen, Juden und Muslime. Ich wüsste nicht, dass die Palästienser je ein so rassitisches Gesetz verabschiedet haben, wie es Israel getan hat. N ...

      Könnten sie dies bitte belgen. Die Palästinenser sind Christen, Juden und Muslime.
      Ich wüsste nicht, dass die Palästienser je ein so rassitisches Gesetz verabschiedet haben, wie es Israel getan hat.
      Nicht mal die Charter der Hamas ist so rassistisch wie dieses israelische Gesetz!

      Gerd, Samstag, 21.07.18, 14:04 Uhr

      Siehe palestinianbasiclaw.org: Article 1 Palestine is part of the large Arab World, and the Palestinian People are part of the Arab Nation. Arab Unity is an objective which the Palestinian People shal ...

      Siehe palestinianbasiclaw.org:

      Article 1
      Palestine is part of the large Arab World, and the Palestinian People are part of the Arab Nation. Arab Unity is an objective which the Palestinian People shall work to achieve.

      Article 3
      Jerusalem is the Capital of Palestine.

      Article 4
      1. Islam is the official religion in Palestine. Respect and sanctity of all other heavenly religions shall be maintained. 2. The principles of Islamic Shari’a shall be the main source of legislation. 3. Arabic shall be the official language.

      Ratifiziert 2002.

      Knut, Samstag, 21.07.18, 15:32 Uhr

      Hallo Lotte, es geht nicht um die Sperrung von Mitteln für jenen Kindergarten. Die müssen von den Eltern und den Spendern ganz alleine aufgebracht werden. Es geht darum, dass derartige Projekte - erst ...

      Hallo Lotte, es geht nicht um die Sperrung von Mitteln für jenen Kindergarten. Die müssen von den Eltern und den Spendern ganz alleine aufgebracht werden. Es geht darum, dass derartige Projekte – erst recht dann, wenn es sich um Schulen handelt – durch das Erziehungsministerium gar nicht mehr genehmigt und als ungesetzlich aufgelöst werden. Genau das hat dieser Projektgründer unter Naftali Bennet erlebt (dessen Vorgänger im Amt übrigens kooperativer waren). Da sich so mancher Forist lieber an den Buchstaben als an dem Geist dieses neuen Gesetzes festkrallt: Wenn auf Grund dieses Gesetzes nun alle arabischen Straßenschilder im Lande („Jerusalem“ ist in Klammern sogar als „El Kuds“ gekennzeichnet) nach und nach wieder entfernt werden, dann wäre das doch voll im Einklang mit dem – nun sogar mit Verfassungsrang zu versehendem – Gesetz. Aber entspräche dies auch einem demokratisch-pluralistischen Geist und dem Fortschrittsgedanken, der auch die „einzige Nahost-Demokratie“ bestimmen sollte?

      Knut, Samstag, 21.07.18, 17:58 Uhr

      Man stelle sich einmal folgendes vor: Deutschland erklärt sich dezidiert zu einer christlichen Nation mit Deutsch als Amtssprache und billigt Dänisch, Friesisch u. Sorbisch nur noch einen "Sonderstatu ...

      Man stelle sich einmal folgendes vor: Deutschland erklärt sich dezidiert zu einer christlichen Nation mit Deutsch als Amtssprache und billigt Dänisch, Friesisch u. Sorbisch nur noch einen „Sonderstatus“ zu. Alle Gebietskörperschaften werden angewiesen, nur noch deutschsprachige Christen – selbstverständlich nach Konfessionen getrennt – als gemeinschaftsbegründendes Kriterium mit voller rechtlicher Anerkennung auf allen staatlichen Ebenen zuzulassen. In der Lausitz, der einzigen sorbischen Heimstatt auf Erden übrigens, werden die Dörfer fortan nach Sprache und (christl.) Glaubensbekenntnis „sauber“ voneinander getrennt. Juden sind nicht zugelassen, Moslems, Buddhisten, Hindus, Agnostiker u. Atheisten schon mal gleich gar nicht. In den (gewünscht) rein deutschen Gemeinden werden die sorbischen Ortsschilder abgenommen, zweisprachige Erziehungseinrichtungen geschlossen. Was meinen Sie, was dann los wäre?! Nicht nur der Zentralrat der Juden würde – voll zurecht – massiv Einspruch erheben…

      Gerd, Sonntag, 22.07.18, 10:36 Uhr

      Hätte, würde ist aber nicht. Die von ihnen unterstellte Diskriminierung haben sie frei erfunden. Den Text des Gesetzes kann man in deutsch auf Publico nachlesen.

      Hätte, würde ist aber nicht. Die von ihnen unterstellte Diskriminierung haben sie frei erfunden. Den Text des Gesetzes kann man in deutsch auf Publico nachlesen.

      Lotte, Sonntag, 22.07.18, 12:24 Uhr

      Knut, bis jetzt ist Israel aber "pluralistisch-demokratisch" (und wie ! sowohl was die verschiedenen jüdischen Bevökerungsgruppen als auch die anderen Einwohner angeht, oder ?; ich habe das immer sehr ...

      Knut,
      bis jetzt ist Israel aber „pluralistisch-demokratisch“ (und wie ! sowohl was die verschiedenen jüdischen Bevökerungsgruppen als auch die anderen Einwohner angeht, oder ?; ich habe das immer sehr genossen; als junger Mensch empfand ich es geradezu als faszinierend exotisch) ?
      Lassen Sie uns Beide einfach hoffen, daß es so bleibt !
      Und endlich keine Kriege mehr stattfinden !!!

      Lotte, Sonntag, 22.07.18, 13:08 Uhr

      Gerd, im Original nachlesen - ja genau das habe ich gestern nochmals getan ... und bin eher an Punkt 3 hängengeblieben :-) Bis Sie heute "palaestinianbasiclaw" in Erinnerung gerufen und in's Netz gest ...

      Gerd,

      im Original nachlesen –
      ja genau das habe ich gestern nochmals getan … und bin eher an Punkt 3 hängengeblieben 🙂
      Bis Sie heute „palaestinianbasiclaw“ in Erinnerung gerufen und in’s Netz gestellt haben!

    gunther, Freitag, 20.07.18, 14:16 Uhr

    Na, wenn der Inhalt des Gesetzes so selbstverständlich war, warum dann die Aufregung? Wo steht im Gesetz die Ausgrenzung? Bitte Textbelege. Es geht doch nicht um den wirklichen Inhalt, sondern um den ...

    Na, wenn der Inhalt des Gesetzes so selbstverständlich war, warum dann die Aufregung?
    Wo steht im Gesetz die Ausgrenzung? Bitte Textbelege.
    Es geht doch nicht um den wirklichen Inhalt, sondern um den grundsätzlichen Angriff auf Israel. Da nutzt dann auch der Einzelfall nichts mehr, der ja so gerne angeführt wird, wenn es um arabische Attentate geht.

    Knut, Freitag, 20.07.18, 13:16 Uhr

    Die "üblichen Israelkritiker" sitzen u.a. auch in der Knesset, dieses Mal 55 an der Zahl... Wie so oft, ist die Frage "Cui bono?" hilfreich - "Wem nützt das?" Dieses Gesetz soll etwas hervorheben, was ...

    Die „üblichen Israelkritiker“ sitzen u.a. auch in der Knesset, dieses Mal 55 an der Zahl… Wie so oft, ist die Frage „Cui bono?“ hilfreich – „Wem nützt das?“ Dieses Gesetz soll etwas hervorheben, was seit Jahrzehnten selbstverständlich ist. Was ist dann die eigentliche Stoßrichtung? Ab- und Ausgrenzung. Was denn sonst? So empfinden offenbar nicht nur 55 Knesset-Abgeordnete und ein beträchtl. Anteil der israelischen Öffentlichkeit, sondern auch ein Großteil der Diaspora in aller Welt. Dieses Gesetz macht liberalen Juden schlicht Angst, in- und außerhalb des Landes. Und es wird dazu führen, dass die liberale Aliyah (Einwanderung) bald endgültig zum Erliegen kommen wird. Ich kann das mehrfach bestätigen. Ein Beispiel: Ein jüdisch-arabischer Kindergarten in Galiläa, dessen Gründer ich persönlich kenne, erhält vom Erziehungsministerium unter Naftali Bennett (HaBayt HaJehudi) keine Genehmigung mehr für eine Weiterentwicklung seines Projektes zu einer zweisprachigen Schule. Spaltung eben….

      Lotte, Freitag, 20.07.18, 14:11 Uhr

      Knut, "Alles wirkliche Leben ist Begegnung" (M.Buber) Daran glaube ich fest; habe es in meinem eigenen Leben öfters erlebt; finde die Sperrung der Mittel für den Kindergarten traurig (was sind denn di ...

      Knut,

      „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ (M.Buber)

      Daran glaube ich fest; habe es in meinem eigenen Leben öfters erlebt; finde die Sperrung der Mittel für den Kindergarten traurig (was sind denn die offiziellen Gründe dafür?).
      Ich habe Ihnen im vorangegangenen Beitrag geantwortet, weil mich das, die Selbstverständlichkeit, vor vielen Jahren mal überrascht hat.
      Ich weiss aber nicht, ob das signifikant ist (oder z.B. eher bei Gebildeteren und Nicht-streng-Religiösen ?)?

      Darum sind diese Messerattacken und bunten Sprengstoff-Ballons, die auch noch in Kindergärten landen/s.letzte Woche auch so kontraproduktiv.

      Lotte, Freitag, 20.07.18, 14:33 Uhr

      Knut, Teil 2: Was mich im Moment viel mehr beschäftigt, ist der nahezu täglich stattfindende Übergriff auf sicht-oder erkennbare Juden quer durch Europa. Nur "kleine Übergriffe", aber mittlerweile jed ...

      Knut,

      Teil 2:
      Was mich im Moment viel mehr beschäftigt, ist der nahezu täglich stattfindende Übergriff auf sicht-oder erkennbare Juden quer durch Europa.
      Nur „kleine Übergriffe“, aber mittlerweile jede Woche.
      Laut der neuen Studie von Monika Schwarz-Friesel (Untersuchungen/Internet) sind das 54% „klassische Vorurteile“, die sich aus NS-Zeit und Mittelalter erhalten haben … und danach 35% „israelbezogener Judenhass“ (sowohl der importierte aus arabischen Ländern als auch der aus der sog. Mitte der Gesellschaft !!!).
      Letzteres kann ich selbst bestätigen (auch „dummes Gewäsch“ legt Brandspuren).
      Wichtig dabei, WIE aus Israel in die „deutschen Wohnzimmer“/z.B. Tagesschau und „Schlagzeilen des Tages“ berichtet wird; mit welchen Bildern, mit welchen Überschriften.

      Wollen wir das hier in Deutschland und Europa wirklich tolerieren im
      Sinne von „Sich-daran-Gewöhnen“ ?

      Michael K., Freitag, 20.07.18, 22:00 Uhr

      Lotte, du zitierst Buber. Wenn alles wirkliche Leben Begegnung ist, warum findet sie nicht statt?Warum wird sie nicht gefördert? Das Nationalstaatsgesetz ist der Versuch genau den Fokus auf die Begegn ...

      Lotte, du zitierst Buber. Wenn alles wirkliche Leben Begegnung ist, warum findet sie nicht statt?Warum wird sie nicht gefördert? Das Nationalstaatsgesetz ist der Versuch genau den Fokus auf die Begegnung, die Anerkennung des Anderen nicht zu wollen. Wer es einmal selbst erlebt hat, mit zu Begegnungen beigetragen hat, der fragt sich warum die hohe Poltik so abweisend ist, Verantwortung dafür zu empfinden, dass Begegnungen stattfinden um eine friedliche Koexistenz zu fördern? Alleine die Andeutung eines flüchtigen Gedankens ist in jetziger politischen Lage nicht auszumachen.

      Ich gebe zu nur flüchtig die Kurzversion der Schwarz-Friesel Studie gelesen zu haben. Die meisten dieser Studien trauen sich nicht nach den Ursachen und Gründen zu suchen, die Haltungen bestimmen. Der grösste Teil der jetzt lebenden Bevölkerung ist z.B.kaum mit klassischen Vorurteilen aufgewachsen (meine Erfahrung, mein Umfeld). Hat man alte Traditionen wiederbelebt? Wer und warum? Oder habe ich etwas übersehen?

      Lotte, Samstag, 21.07.18, 12:52 Uhr

      Michael, Teil 2: Traditionen werden tradiert; in jeder Familie, in jeder Umgebung, bzgl. Antisemitismus über Jahrtausende. In einem Punkt muss ich mich korrigieren: "Kleine Übergriffe": ja, wöchentlic ...

      Michael,

      Teil 2:
      Traditionen werden tradiert; in jeder Familie, in jeder Umgebung, bzgl. Antisemitismus über Jahrtausende.
      In einem Punkt muss ich mich korrigieren: „Kleine Übergriffe“: ja, wöchentlich. Aber punktuell schon viel weiter (s.Mireille Knoll/Paris).
      Ich hatte die Studie nur erwähnt, weil meines Erachtens die Art und Weise der Berichterstattung, allem voran die Reihenfolge der Schlagzeilen und die Bilder/Photos das Bild von „Israel“ gerade für die Mehrheit, die nie dort war (tut mir Leid, aber diese Wiederholung muss sein; auch Eigenerfahrung) prägen.
      Und diese Bilder gehen Richtung „Unrechtsstaat“ .
      Von da aus ist es nie weit bis hin zum „Antizionismus“ und oft nicht allzu weit bis zum „Antisemitismus“ (der Schoß ist fruchtbar noch …) !

      Weiter will ich hier nicht einsteigen, denn das war nicht das Thema.

      Michael K., Samstag, 21.07.18, 22:54 Uhr

      Lotte, du beziehst dich auch auf die Schwatz-Friesel Studie. Ganz ok. Und ich bin auch bekannt mit den Überfällen auf Juden in Berlin, Bonn, Paris, etc. Es wird davon berichtet, es kommt zu Symphatiek ...

      Lotte, du beziehst dich auch auf die Schwatz-Friesel Studie. Ganz ok. Und ich bin auch bekannt mit den Überfällen auf Juden in Berlin, Bonn, Paris, etc. Es wird davon berichtet, es kommt zu Symphatiekundgebungen. Aber was steckt dahinter, was geht in den Köpfen derer hervor, die diese Taten begehen? Dem müsste man doch einmal auf den Grund gehen.

      Du meinst Traditionen hätten sich über „Jahrtausende“ festgebissen. Ich bezweifle die Berechtigung dieser Behauptung. Das Ende des 2. Weltkrieges war ein einschneidender Neuanfang im Leben der meisten Menschen. Meine ich, einfach auf Grund eigener Erfahrung, soweit ich das beurteilen kann. Erst jetzt im Nachhinein kommt es mir so vor, als hätten viele Probleme mit dem immer noch ungelösten Israel-Palästina Konflikt zu tun und keiner traut sich die Verbindung dazu herzustellen. z B. Vor nicht so langer Zeit wurde ein Film mit dem Titel „Antisemitismus in Europa“ gezeigt. Hier wurde mit alten Vorurteilen leichtsinnig gespielt. Warum wohl?

    gunther, Freitag, 20.07.18, 9:24 Uhr

    Für die üblichen Israelkritiker lohnt sich ein Blick in das Gesetz: 1. Grundprinzipien A. Das Land Israel ist die historische Heimat des jüdischen Volkes, in dem der Staat Israel gegründet wurde. B. D ...

    Für die üblichen Israelkritiker lohnt sich ein Blick in das Gesetz:
    1. Grundprinzipien
    A. Das Land Israel ist die historische Heimat des jüdischen Volkes, in dem der Staat Israel gegründet wurde.
    B. Der Staat Israel ist die nationale Heimat des jüdischen Volkes, in der es sein natürliches, kulturelles, religiöses und historisches Recht auf Selbstbestimmung erfüllt.
    C. Das Recht auf nationale Selbstbestimmung im Staat Israel ist einzigartig für das jüdische Volk.

    Was daran ist verwerflich?
    Was daran ist Rassismus?
    Was daran grenzt Minderheiten aus?

    Nach dem Gesetzestext bleibt übrigens die arabische Sprache unangetastet.

    Es ist immer gut sich zu informieren, bevor die üblichen Schmähungen losgetreten werden.

    Lotte, Donnerstag, 19.07.18, 14:13 Uhr

    Im Lande Israel entstand das jüdische Volk. Hier prägte sich sein geistiges, religiöses und politisches Wesen. ... und verkünden hiermit ... die Errichtung eines jüdischen Staates im Lande Israel - de ...

    Im Lande Israel entstand das jüdische Volk.
    Hier prägte sich sein geistiges, religiöses und politisches Wesen.

    … und verkünden hiermit …
    die Errichtung eines jüdischen Staates im Lande Israel – des Staates Israel.
    Wir wenden uns – selbst inmitten mörderischer Angriffe, denen wir seit Monaten ausgesetzt sind – an die in Israel lebenden Araber mit dem Aufrufe,
    den Frieden zu wahren und sich aufgrund bürgerlicher Gleichberechtigung und entsprechender Vertretung in allen provisorischen und permanenten Organen des Staates an seinem Aufbau zu beteiligen.

    (Zitat: Unabhängigkeitserklärung/14.Mai 1948)

    Ihre Überschrift „Israel wird jüdischer Nationalstaat“ ist missverständlich!

      Michael K., Donnerstag, 19.07.18, 15:27 Uhr

      Lotte, die "falsche" Überschrift entspricht dem völlig unnotwendigem Nationalstaatsgesetz. Du weist auf die Unabhängigkeitserklärung hin, die doch viel fortschrittlicher, moderner und gleichberechtigt ...

      Lotte, die „falsche“ Überschrift entspricht dem völlig unnotwendigem Nationalstaatsgesetz. Du weist auf die Unabhängigkeitserklärung hin, die doch viel fortschrittlicher, moderner und gleichberechtigter ist. Anstatt Taten dem Worte folgen zu lassen, werden die Worte abgeändert um den Taten der Abgrenzung und des Herrenvolkdenkens ihre Ehre zu erweisen.

      Lotte, Freitag, 20.07.18, 10:29 Uhr

      Michael, in der Tat, fortschrittlich, modern, gleichberechtigt ... und so aktuell. Den Begriff "Herrenvolk" bzw. Verwendung und Übertragung des Begriffes "Herrrenvolkdenken" würde ich dann doch noch m ...

      Michael,
      in der Tat, fortschrittlich, modern, gleichberechtigt … und so aktuell.
      Den Begriff „Herrenvolk“ bzw. Verwendung und Übertragung des Begriffes „Herrrenvolkdenken“ würde ich dann doch noch mal überdenken.

    Lustig, Donnerstag, 19.07.18, 13:54 Uhr

    Das ist immer so "lustig" zu sehen, wie sich die Araber über Diskriminierung aufregen, während sie gleichzeitig betonen, dass in dem pal. Staat kein einziger Jude leben darf.

    Das ist immer so „lustig“ zu sehen, wie sich die Araber über Diskriminierung aufregen, während sie gleichzeitig betonen, dass in dem pal. Staat kein einziger Jude leben darf.

      Michael K., Donnerstag, 19.07.18, 15:33 Uhr

      Lustig, du bleibst dabei bewusst falsche Informationen in die Welt zu setzen. Das ist auch anderweitig bewusste Politik von denen, die Unterdrückung und die Beschneidung der Freiheitsrechte eines Volk ...

      Lustig, du bleibst dabei bewusst falsche Informationen in die Welt zu setzen. Das ist auch anderweitig bewusste Politik von denen, die Unterdrückung und die Beschneidung der Freiheitsrechte eines Volkes, das sie vertrieben haben, als richtig empfinden. Man hat die Macht dazu, Recht zu beugen und es nicht zu gewähren. Soll so die Zukunft der Menschheit aussehen?

    Knut, Donnerstag, 19.07.18, 13:39 Uhr

    Dieses Gesetz ist nicht nur überflüssig wie ein Kropf, sondern auch hochgradig kontraproduktiv! Vielleicht sollte mal jemand nachsehen, ob sich David Ben Gurion & Co. nicht schon im Grabe herumged ...

    Dieses Gesetz ist nicht nur überflüssig wie ein Kropf, sondern auch hochgradig kontraproduktiv! Vielleicht sollte mal jemand nachsehen, ob sich David Ben Gurion & Co. nicht schon im Grabe herumgedreht haben.. Derartige Gesetze braucht man nur dort, wo man sich angsterfüllt abgrenzen u. eine „Identität“ zum Zwecke der Selbstbestätigung u. zur Bedienung eines Überlegenheitsgefühls (was eigentlich eine Schwäche ist) herbei konstruieren muss. Daher passt der Besuch von Viktor Orban ja auch wie die Faust aufs Auge. Die nationalistische bis rassistische Dummheit ist leider nicht nur überall im Westen auf dem Vormarsch, sondern wird auch immer häufiger in Gesetzesform gegossen. Trump, Kaczynski & Salvini lassen grüßen! Wann wacht man endlich mal auf breiterer Front auf? Derartige Gesetze dienen glasklar der Spaltung zwischen Menschen. Glaubt man dadurch etwa, den gesellschaftlichen Frieden u. den geistigen Fortschritt forcieren zu können? Das Gegenteil ist der Fall, wo auch immer in der Welt.

    Gerd, Donnerstag, 19.07.18, 13:27 Uhr

    Nur zur Information: Israel ist seit 1948 der Staat des jüdischen Volks und witzigerweise haben mehrere EU Mitglieder Klauseln in ihren Verfassungen, die nach Meinung des Völkerrechtlers Eugene Kontor ...

    Nur zur Information:

    Israel ist seit 1948 der Staat des jüdischen Volks und witzigerweise haben mehrere EU Mitglieder Klauseln in ihren Verfassungen, die nach Meinung des Völkerrechtlers Eugene Kontorovich über das hinaus gehen, was im neuen israelischen Grundgesetz steht. Von dem was außerhalb Europas in Verfassungen steht, will ich garnicht erst anfangen.

    Siehe: „The legitimacy of Israel’s nation-state bill (I): comparative constitutionalism“ in der Washington Post.