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Israel vor den Wahlen

Zu Besuch bei Jenny und Eliyah Havemann

Die hohen Lebenshaltungskosten machen der jungen modern-orthodoxen Familie mit drei kleinen Kindern große Sorgen. Aber auch die aktuelle politische Situation und die Spaltung der Gesellschaft. Jenny Havemann ist politisch aktiv, setzt sich via Social Media für die Mitarbeit junger Menschen ein, gerade auch wenn es um Probleme und Fragen der Zukunft geht. Eliyah ist Produktmanager einer Firma für Cypersecurity und Sohn des deutschen Liedermachers Wolf Biermann.

Das Interview ist Teil einer Reihe, in der wir in die israelische Gesellschaft vor den Wahlen hineinhören wollen.
Den Auftakt machten der Historiker Moshe Zimmermann sowie der Buchautor und Sicherheitsexperte Arye Shalicar. Eine weitere Gesprächspartnerin wird die Sängerin Miriam Toukan sein. Die arabische Israelin und prominente Vertreterin der Organisation „Women wage Peace“.

Von Susanne Glass
Am 28.02.2019

Interview: Susanne Glass | Kamera: Alex Goldgraber | Ton: Ricardo Levy | Schnitt: Amir Tal

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10 thoughts on “Israel vor den Wahlen”

    Axel Stolpe, Montag, 11.03.19, 14:18 Uhr

    Ich war im Februar eine Woche in Tel Aviv und habe mich dort auch mit deutschsprachigen Israelis getroffen. Sicherheit und Lebenshaltungskosten sind die Themen, auch für die anstehenden Wahlen. Und so ...

    Ich war im Februar eine Woche in Tel Aviv und habe mich dort auch mit deutschsprachigen Israelis getroffen. Sicherheit und Lebenshaltungskosten sind die Themen, auch für die anstehenden Wahlen. Und so wie ich gehört habe, wissen die Parteien wohl nicht so richtig, welche Antworten richtig sind.

    Renate, Montag, 04.03.19, 9:34 Uhr

    Lotte, Ja, ich würde sie auch gerne mal kennenlernen. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr, bin ab der nächsten Woche dort. Und man kann sie ja über Twitter erreichen und ....ja, vielleicht, wenn es de ...

    Lotte, Ja, ich würde sie auch gerne mal kennenlernen. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr, bin ab der nächsten Woche dort. Und man kann sie ja über Twitter erreichen und ….ja, vielleicht, wenn es denn so sein soll. Übrigens, die Autobiographie von Wolf Biermann ist auch höchst interessant. Aber Sie haben sicher schon darin gelesen. Liebe Grüße

      Lotte, Montag, 04.03.19, 17:41 Uhr

      Renate, Gute Reise, schöne Zeit ! Sie haben mich ertappt. Wolf Biermanns Autobiographie liegt wirklich da, aber nur an-gelesen, was bei mir sehr selten vorkommt; andere Themen kamen dazwischen; die Bi ...

      Renate,
      Gute Reise, schöne Zeit !
      Sie haben mich ertappt. Wolf Biermanns Autobiographie liegt wirklich da, aber nur an-gelesen, was bei mir sehr selten vorkommt; andere Themen kamen dazwischen; die Biographie kommt aber noch, wenn ich wieder in diesbezüglicher Stimmung bin und dann wahrscheinlich „in einem Rutsch, in nächtlicher Stille“.
      🙂

    Michael Ilgner, Freitag, 01.03.19, 23:11 Uhr

    Ein sehr neutrales und respektvolles Interview mit dem Ehepaar Havemann. Man kann sich ein gutes Bild von den Erwartungen israelischer Bürgerinnen und Bürger von dem Ausgang der Wahl machen. Scheinbar ...

    Ein sehr neutrales und respektvolles Interview mit dem Ehepaar Havemann. Man kann sich ein gutes Bild von den Erwartungen israelischer Bürgerinnen und Bürger von dem Ausgang der Wahl machen. Scheinbar ist das normale Alltagsleben in Israel nicht ganz so einfach.

    Renate, Donnerstag, 28.02.19, 23:09 Uhr

    Nur eine kleine Randbemerkung: Nicht Wolf Biermann ist zum Judentum konvertiert sondern Eliyah.

    Nur eine kleine Randbemerkung:
    Nicht Wolf Biermann ist zum Judentum konvertiert sondern Eliyah.

      Lotte, Samstag, 02.03.19, 13:16 Uhr

      Renate, ich habe auch erst kurz gestutzt :-) ... aber vielleicht fehlte hier nur ein Komma oder eine Atempause, um die Konversion "klar" zuzuordnen? Spannend ist solch ein Lebenslauf (Eliyah Havemann ...

      Renate,
      ich habe auch erst kurz gestutzt 🙂 … aber vielleicht fehlte hier nur ein Komma oder eine Atempause, um die Konversion „klar“ zuzuordnen?
      Spannend ist solch ein Lebenslauf (Eliyah Havemann „Wie werde ich Jude? Und wenn ja, warum?) allemal.
      Mir gingen ganz andere Gedanken und Assoziationen -auch da ich die EX-DDR noch recht gut kenne – durch den Kopf.
      Gedanken wie:
      Als Sozialist und Kommunist nach 1945 bewusst „in den anti-faschistischen Teil Deutschlands“ … Jude als Selbstdefinition allerhöchstens in der Verfolgungssituation, wenn überhaupt“ (Vater).
      Als Individuum Neu-Entdeckung, Auseinandersetzung/Erinnerung an die Familiengeschichte (jüdische Wurzeln); Wiederentdeckung, was Jude-Sein außerhalb der Definition/Verfolgung ausmachen kann; daraus folgende, persönliche, höchst individuelle Lebensentscheidung … mit allen logischen Konsequenzen.
      Ich fand’s spannend … und auch toll.
      Dann die Frage der „Vaterjuden“ und wie geht das Judentum heute und in Zukunft damit um.

      Lotte, Samstag, 02.03.19, 13:26 Uhr

      Fortsetzung Renate, Eigentlich ging mir die ganze Zeit durch den Kopf "Konversion" ? so völlig von außen oder doch eher "Rück-Konversion" obwohl es diesen Begriff ja nicht gibt ... und ganz bewusstes ...

      Fortsetzung

      Renate,

      Eigentlich ging mir die ganze Zeit durch den Kopf „Konversion“ ? so völlig von außen oder doch eher „Rück-Konversion“ obwohl es diesen Begriff ja nicht gibt … und ganz bewusstes sich damit Auseinandersetzen, was Jude sein bewusst, auch religiös und v.a. positiv ausmacht.
      Irgendwie spannend.
      Schade, dass ich sie nicht als Nachbarn habe !!!

    martina, Donnerstag, 28.02.19, 22:39 Uhr

    hallo israel ist permanent bedroht in seiner existenz. jeder jüdische israeli muss tagtäglich um sein leben fürchten. die soldaten setzen in ihrem wehrdienst ihr leben aufs spiel. aufgrund der lage mü ...

    hallo
    israel ist permanent bedroht in seiner existenz. jeder jüdische israeli muss tagtäglich um sein leben fürchten. die soldaten setzen in ihrem wehrdienst ihr leben aufs spiel. aufgrund der lage müssen sie um jeden quadratmeter kämpfen mit hilfe von siedlungen und häusern und und und und das noch weltweit legitimieren.
    in ihrer lage würde jeder so handeln. und die uno… sie verurteilt meist nur israel nicht die palästinenser. viele überschriften in den zeitungen sind in deutschland einseitig. oft wird übersehen, das israel nur reagiert auf raketen usw. dabei sind israelis auch gegenüber uns relativ arm.
    aber als außenstehende denke ich, das ist doch kein dauerzustand. dabei übersehe ich, das die lage für israel noch schlechter mit jedem zugeständnis werden könnte.
    der blog existiert nur wegen deutschlands nazi vergangenheit. einen blog für china, russland, iran usw existiert deswegen nicht. vielleicht auch nicht wegen israels bedeutenter religiöser stätten.
    gruß

      martina, Donnerstag, 28.02.19, 22:47 Uhr

      ps vielleicht habe ich auch hier irgendein wort verwendet, das mich irgendwie mit großem willen in richtung antisemitismus schieben könnte. für alle die so denken, das tut mir von herzem leid. und wen ...

      ps vielleicht habe ich auch hier irgendein wort verwendet, das mich irgendwie mit großem willen in richtung antisemitismus schieben könnte.
      für alle die so denken, das tut mir von herzem leid. und wenn irgendwo in mir ein funken antisemitismus ist, dann schäme ich mich dafür.
      aber ich habe es auch satt, bei jeder kritik in die richtung geschoben zu werden…
      ja ich kritisiere hier oft israel. weil es eben ein blog israel/palästinenser ist.
      aber das heißt doch nicht, das ich die hamas / fatah/ iran usw relativiere. oder china, und sonst einen gruseligen islamistischen staat
      gruß

      Heinz, Samstag, 02.03.19, 21:26 Uhr

      Also ich lebe in Israel und deine Darstellung der Situation ist reichlich übertrieben. Was diesen Blog angeht: Man berichtige mich gern falls das falsch sein sollte, aber soweit ich mich erinnern kann ...

      Also ich lebe in Israel und deine Darstellung der Situation ist reichlich übertrieben.

      Was diesen Blog angeht: Man berichtige mich gern falls das falsch sein sollte, aber soweit ich mich erinnern kann hat Richard Schneider zu seiner Zeit als Chef des ARD Studio Tel Aviv diesen Blog aus Eigeninitiative ins Leben gerufen und das neue Team hat ihn (glücklicherweise, danke dafür) übernommen. Das hat also eher weniger mit dem „schlechten Gewissen“ Deutschlands zu tuen.