Foto: BR | ARD Tel Aviv

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EU-Investitionen im Westjordanland

Zwischen humanitärer Hilfe und Politik

Die Europäische Union investiert jährlich etwa eine Milliarde Euro als Unterstützung in die palästinensischen Gebiete. Mit dem Geld werden zum Beispiel Straßen gebaut, Kindergärten oder Bewässerungsanlagen für die Landwirtschaft. Außerdem finanziert die EU den verarmten Beduinen Behausungen und sanitäre Anlagen. Und oft reißen die israelischen Behörden die mit EU-Geldern bezahlten Hilfsprojekte bald nach ihrer Fertigstellung wieder ab. Denn für die Projekte im Westjordanland gibt es fast nie eine offizielle Baugenehmigung. Sie gelten deshalb als illegal und sind von der Zerstörung bedroht.

Von Susanne Glass
Am 04.05.2017

Beitrag: Susanne Glass – Kamera: Alex Goldgraber – Schnitt: Amir Tal

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6 thoughts on “EU-Investitionen im Westjordanland”

    Michael K., Samstag, 06.05.17, 0:52 Uhr

    @ariel, du stellst einmal wieder alles auf den Kopf. Die israelische Besatzungsarmee zerstört die einfachen Behausungen von Beduinen, die einer Siedlungspolitik im Wege stehen und erhebst Anklage gege ...

    @ariel, du stellst einmal wieder alles auf den Kopf. Die israelische Besatzungsarmee zerstört die einfachen Behausungen von Beduinen, die einer Siedlungspolitik im Wege stehen und erhebst Anklage gegen die palästinensische Selbstverwaltung,

    Es ist dir -wie das auch israelische Politik ist- egal wie es den Menschen ergeht, denen man sowohl das Dach über dem Kopf wegnimmt und auch deren Lebensgrundlage zerstört, weil es den Expansionsdrang einer illegalen Siedlungspolitik behindert.

    Man fragt sich was wohl in den Menschen vorgeht, die kaltschnäuzig obdachlosen Menschen die von der EU gelieferten Notbehausungen niederwalzen und sich danach einfach aus dem Staub machen. C-Gebiete sind gestohlenes Land und nicht israelisches C-Gebiet (besetztes Land unter temporärer israelischer Kontrolle). Und auch Nomaden sind Menschen für die es nicht egal ist wo man sie ansiedelt. Es wird Zeit, frech zu sein und besser frech als ungestraft internationales humanitäres Recht zu verletzen.

    Michael K.., Freitag, 05.05.17, 9:41 Uhr

    @ariel, es ist höchste Zeit 'frech' zu sein. Man soll sich nicht dem Diktat des Unterdrückers fügen. Warum sollte Gabriel nicht mit NGOs sprechen, die den Mut und ein Rechtsempfinden haben, auf Mensch ...

    @ariel, es ist höchste Zeit ‚frech‘ zu sein. Man soll sich nicht dem Diktat des Unterdrückers fügen. Warum sollte Gabriel nicht mit NGOs sprechen, die den Mut und ein Rechtsempfinden haben, auf Menschenrechtsverletzungen und Willkür immer wieder aufmerksam zu machen. Willkür und Unrecht sollte man niemals akzeptieren.

    Es ist ungeheuerlich, dass man wehrlosen Menschen, die ein traditionsgebundenes, karges Leben führen, dass man deren behelfsmässige Behausungen auf brutalste Weise zerstört. Was ist das für ein Staat, der sich anmasst auf besetztem und fremdem Boden das Leben der einheimischen Bevölkerung zu zerstören? Vergiss A,B,C Gebiete. Nach Oslo hätte man schon längst sich über Grenzen einigen sollen. Aber wer Macht hat und kolonialisiert tut das. Da interessiert auch nicht das Schicksal von Menschen, die ohne Dach über dem Kopf nicht wissen wohin, weil sie ja nur Beduinen sind und keine jüdischen Siedler. Die EU hilft, Israel zerstört. Welch eine menschliche Armut!

    ariel, Donnerstag, 04.05.17, 11:48 Uhr

    unglaublich, da baut die eu ohne jeglicher genehmigung im fremden land. zeigt mir noch ein land, wo so was moglich waere. uebrigens hat das UN hauptquartier in jerusalem sich staatsland einverleibt un ...

    unglaublich, da baut die eu ohne jeglicher genehmigung im fremden land. zeigt mir noch ein land, wo so was moglich waere. uebrigens hat das UN hauptquartier in jerusalem sich staatsland einverleibt und ohne jeglicher erlaubnis dazugebaut.

    die frage ist, wieso eu ausgerechnet in C gebieten baut, wenn in A und B gebieten, es mit der erlaubnis der autonomiebehorde viel einfacher waere. in dem beitrag steht doch, dass es sich um nomaden handelt. sollte doch egal seien, wo man sie ansiedelt.

    die antwort ist sehr einfach. erstens, ist der autonomiebehoerde ziemlich egal, was mit den beduinen passiert. zweitens will sie kein land fuer beduinen bereitstellen. (sie will nicht mal die fluchtlingslager aufloesen). drittens, will sie dass die eu haeuser ausgerechnet in israelischen C gebieten baut. und eu macht natuerlich gern mit.

    wir haben es schon bei dem besuch von gabriel in israel gesehen. hier darf man unbestrafft frech sein. mit politischen konsequenzen muss man nicht rechnen.

      Axel Stolpe, Freitag, 05.05.17, 23:49 Uhr

      Also wir haben in unserer FB-Gruppe über den Beitrag gesprochen. Ich weiß in der Gruppe sind auch Siedler. (Ist bestimmt eine böse Gruppe) Sie sagten, dass alle Bauanträge mindestens 2 Jahre dauern, w ...

      Also wir haben in unserer FB-Gruppe über den Beitrag gesprochen. Ich weiß in der Gruppe sind auch Siedler. (Ist bestimmt eine böse Gruppe) Sie sagten, dass alle Bauanträge mindestens 2 Jahre dauern, weil sich Armee sehr viel Zeit nehme. Deshalb wollte auch die Siedlerpartei HaBajit haJehudi (Das jüdische Haus) dass das C-Gebiet annektiert wird. Dann würde dort israelisches Zivilrecht zu Einsatz kommen, was wohl einfacher wäre.

      Ismael Isaak, Samstag, 06.05.17, 2:37 Uhr

      Dazu kein Wort darüber, dass auch von Israelis ohne Baugenehmigung erbautes abgerissen wird. Dieses "die bösen, bösen Israelis und die armen, armen sogenannten Palästinenser" geht mir wirklich auf den ...

      Dazu kein Wort darüber, dass auch von Israelis ohne Baugenehmigung erbautes abgerissen wird. Dieses „die bösen, bösen Israelis und die armen, armen sogenannten Palästinenser“ geht mir wirklich auf den Zeiger. Immer nur Jammern und Hetze und null konstruktive Vorschläge bzw. Taten. Und die ARD macht mit.

      Ismael Isaak, Samstag, 06.05.17, 2:53 Uhr

      Vielleicht sollte man dem Leiter der EU- Kommistion auch mal sagen, dass Abbas die Osloer Verträge 2015 vor der UN-Vollversammlung in New York aufgekündigt hat. (Handelsblatt vom 30.09.2015)

      Vielleicht sollte man dem Leiter der EU- Kommistion auch mal sagen, dass Abbas die Osloer Verträge 2015 vor der UN-Vollversammlung in New York aufgekündigt hat. (Handelsblatt vom 30.09.2015)