Beststellerautor Yuval Noah Harari

„21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“

Seine Bücher „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ (Auf Englisch: Sapiens) und „Homo Deus“ wurden in 49 Sprachen übersetzt und standen auch in Deutschland monatelang auf der Bestsellerliste. Zu seinen erklärten Fans gehören Barak Obama und Bill Gates. Heute, Dienstag, 18. September, erscheint sein neues Werk „21 Lektionen für das 21. Jahrhundert“ in 50 Ländern, darunter Deutschland, gleichzeitig. Nach Vergangenheit und Zukunft nimmt sich der israelische Historiker Yuval Noah Harari Themen der Gegenwart vor, wie etwa Fake-News, Terrorismus, Brexit oder Klimawandel. Dem ARD-Studio in Tel Aviv gab er vorab ein 45-minütiges Exklusivinterview.

Von Susanne Glass
Am 18.09.2018

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Beitrag: Susanne Glass | Kamera:  Alex Goldgraber, Michael Shubitz | Ton: Ricardo Levy | Schnitt: Ethan Spilkin.

 

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12 thoughts on “Beststellerautor Yuval Noah Harari”

    Heike, Mittwoch, 26.09.18, 17:25 Uhr

    @Dorothea Menges. Ich stimme Ihnen zu. Sie finden jedoch zahlreiche fasinierende Interviews mit Harari im englischen Original auf youtube, von denen jeweils eines faszinierender ist als das andere. @L ...

    @Dorothea Menges. Ich stimme Ihnen zu. Sie finden jedoch zahlreiche fasinierende Interviews mit Harari im englischen Original auf youtube, von denen jeweils eines faszinierender ist als das andere.

    @Lotte. Es gibt übrigens einen TED-Talk von Harari, „Why fascism is so tempting – and how your data could power it.“ … womit sich der Kreis schliesst.

    Dorothea Menges, Dienstag, 25.09.18, 21:22 Uhr

    Es wäre gut, wenn Sie in Zukunft ein derart interessantes Interview auch in der Originalversion zur Verfügung stellen könnten und nicht in Simultanübersetzung die den Originaltext "überquatscht". Das ...

    Es wäre gut, wenn Sie in Zukunft ein derart interessantes Interview auch in der Originalversion zur Verfügung stellen könnten und nicht in Simultanübersetzung die den Originaltext „überquatscht“.
    Das raubt Konzentration auf das Wesentliche.
    Zudem ist davon auszugehen, daß eine Vielzahl an Hörern des Englischen so mächtig sind,
    auch der Originalversion zu folgen.
    Danke!

    Heike, Sonntag, 23.09.18, 20:15 Uhr

    Harari sagt, dass er Trump nicht verstehe... - Um "Trumpism" verstehen zu können, ist es hilfreich, seinem Chefstrategen im Wahlkampf, Steve Bannon, zuzuhören. Man scheut sich, ihm eine Bühne zu geben ...

    Harari sagt, dass er Trump nicht verstehe… – Um „Trumpism“ verstehen zu können, ist es hilfreich, seinem Chefstrategen im Wahlkampf, Steve Bannon, zuzuhören. Man scheut sich, ihm eine Bühne zu geben, aber er gibt transparente Antworten: Es geht um eine „Populist Nationalist (Worker’s) Revolt“, die auf drei Säulen ruht: 1. Abbau des Verwaltungsstaates zugunsten eines illiberalen, autoritären (Ein-Parteien-?)-Systems. 2. Nationalismus (= „America 1st“) mit faschistischen Zügen (Grenzen dicht, Beschränkung der Einwanderung) und 3. Populismus (das Ganze zugunsten der Arbeiterklasse – zumindest dem Lippenbekenntnis nach).

    Teile der Bevölkerung sind sich längst nicht mehr sicher, dass Liberalismus das bestmögliche System ist, … Autoritäre Systeme versprechen Sicherheit; vor allem aber sind sie für den Clan an der Spitze das beste, was es geben kann.

    Im Nebel der Verwirrung, die Trump stiftet, setzt er seine Ziele um.

      Lotte, Montag, 24.09.18, 10:38 Uhr

      "Teile der Bevölkerung sind sich längst nicht mehr sicher, dass Liberalismus das bestmögliche System ist ... Autoritäre Systeme versprechen Sicherheit" Geschichtsbewusstsein ... oder auch Geschichtsin ...

      „Teile der Bevölkerung sind sich längst nicht mehr sicher, dass Liberalismus das bestmögliche System ist … Autoritäre Systeme versprechen Sicherheit“

      Geschichtsbewusstsein … oder auch Geschichtsinteresse … oder Interesse an dem, was man nicht (mehr) kennt, scheinen verloren gegangen zu sein.
      „Kenn ich nicht … weiss ich nicht … interessiert ! mich auch nicht“ …
      und das wird einem mittlerweile aus der sogenannten Mitte der Gesellschaft auch direkt so gesagt (wir haben hier Wahlkampf).

      Ich lese z.Zt. Madeleine Albright „Faschismus – Eine Warnung“; neu erschienen; bin aber erst auf den ersten Seiten.

      Heike, Montag, 24.09.18, 15:12 Uhr

      Abgesehen davon... ist Harari ein ganz und gar grossartiger (der grösste?) Denker (unserer Zeit). Neben seinen Büchern gibt es auf youtube eine Reihe weiterer Interviews mit Harari. Sehr empfehlenswer ...

      Abgesehen davon… ist Harari ein ganz und gar grossartiger (der grösste?) Denker (unserer Zeit).

      Neben seinen Büchern gibt es auf youtube eine Reihe weiterer Interviews mit Harari. Sehr empfehlenswert!!

      Heike, Mittwoch, 26.09.18, 17:14 Uhr

      @Lotte. Interessant. Mich würde aktuell eher "Fascism" von Jason Stanley reizen, aber im Moment lese ich das hier vorgestellte Buch. Mir gefällt Hararis Blick über den Tellerrand sehr. Faschismus betr ...

      @Lotte. Interessant. Mich würde aktuell eher „Fascism“ von Jason Stanley reizen, aber im Moment lese ich das hier vorgestellte Buch. Mir gefällt Hararis Blick über den Tellerrand sehr.

      Faschismus betreffend macht mich die Erfahrung meiner eigenen Konvertierung betroffen. Die Form von Orthodoxie, die ich kennengelernt habe, war Faschismus pur. Und doch haben Juden meist wahnsinnig grosse Angst vor dem F. – der anderen, und man verfällt da leicht einem s/w-Denken, indem man glaubt, sicher zu wissen, wer die Guten sind und wer nicht und bestimmen zu müssen, wer reden darf und wer nicht, wer Respekt verdient und wer nicht usw. – Wehe dem, der sich im jeweiligen Kontext auf der falschen Seite wiederfindet!

      Harari transzendiert diesen Fehlschluss. Die Welt steht vor Herausforderungen, die ein wie auch immer gearteter „tribalism“ niemals bewältigen wird.

    Lotte, Sonntag, 23.09.18, 13:04 Uhr

    Ein interessantes Interview, ein interessantes Buch. Es lohnt sich, erst mal eine Weile nachzudenken.

    Ein interessantes Interview, ein interessantes Buch.

    Es lohnt sich, erst mal eine Weile nachzudenken.

    Michael K., Sonntag, 23.09.18, 1:54 Uhr

    Harari wirft Fragen auf, die nach Antworten suchen. Es mangelt an einer Vision, welche die Menschen erfüllt und die Wege aufzeichnet, wo die Menschheit sich hinbewegt. Internationale Institutionen, un ...

    Harari wirft Fragen auf, die nach Antworten suchen. Es mangelt an einer Vision, welche die Menschen erfüllt und die Wege aufzeichnet, wo die Menschheit sich hinbewegt. Internationale Institutionen, universelle Konventionen und Menschenrechte hat sich die Welt gegeben. Aber es gibt Kräfte, die globale Konstruktionen nicht länger als dienlich ansehen und nationalistischen, illiberalen Ansichten den Vorrang geben. So können illegale Siedlungen ohne Konsequenzen sich weiter ausbreiten, eine ungerechte Besatzung und Diskriminierung einer einheimischen Bevölkerung aufgezwungen werden und man kann sich dem Frieden verweigern. Eine Vision für die Zukunft fehlt (Harari über Israel/Region), was damit den fehlenden Drang nach Frieden begründet. Dass moralische Verplichtungen bestehen (Flüchtlinge, UNWRA), eine Besatzungsmacht sich weniger arrogant aufführen und sich mitfühlender für andere Länder (inkl. Palästinenser) interessieren sollte, das könnte man aus Harari’s Worte schliessen.

      gunther, Sonntag, 23.09.18, 14:25 Uhr

      Wer verweigert denn die Anerkennung universeller Menschenrechte? Wer betreibt arabischen Nationalismus? Wer setzt die Sharia gegen Menschen- und Bürgerrechte? Wer verfolgt Homosexuelle? Wer diskrimini ...

      Wer verweigert denn die Anerkennung universeller Menschenrechte? Wer betreibt arabischen Nationalismus?
      Wer setzt die Sharia gegen Menschen- und Bürgerrechte?
      Wer verfolgt Homosexuelle?
      Wer diskriminiert und unterdrückt Frauen?
      Wer betreibt öffentliche Hinrichtungen?
      Wer ermordet durch Selbstmordattentate Zivilisten?

      Pulpo, Donnerstag, 27.09.18, 8:35 Uhr

      "Wer verweigert denn die Anerkennung universeller Menschenrechte?" Israel verweigert den Palästinensern deren Menschenrechte. Wer Sippenhaft, Kollektivstrafen und Administrationshaft gegen unschuldige ...

      „Wer verweigert denn die Anerkennung universeller Menschenrechte?“

      Israel verweigert den Palästinensern deren Menschenrechte. Wer Sippenhaft, Kollektivstrafen und Administrationshaft gegen unschuldige einsetzt ist Terrorist!

      Wer betreibt jüdischen Nationalismus?

      Es gibt in Israel zig religiöse Fanatiker. Arabische Gräber wurden mit Aufschriften wie “ Death to Arabs“ oder „Gas the Arabs“ beschmiert. Die israelische Verwaltung hielt es nicht mal für nötig die rassistischen Aufschriften von den Grabsteinen entfernen zu lassen. Radikale Juden fordern die Vertreibung aller Nicht-Juden aus Palästina/Israel.

      „Wer setzt die Sharia gegen Menschen- und Bürgerrechte?“
      Ja wer denn? Saudi Arabien ist doch der Verbündete Israels, oder?

      Wer verfolgt Homosexuelle?
      Unter den Juden Jerusalems werden sie viele finden, die Homosexuelle am liebsten erlösen würden. Vielleicht erinnern sie sich noch an die Parade an der ein Mädchen ermordet wurde.

      Pulpo, Donnerstag, 27.09.18, 8:40 Uhr

      "Wer diskriminiert und unterdrückt Frauen?" Männer! Es gibt prozentual mindestens genauso viele Juden oder Christen die ihre Frauen misshandeln wie Muslime! Sie sollten sich auch mal über das Matriarc ...

      „Wer diskriminiert und unterdrückt Frauen?“
      Männer! Es gibt prozentual mindestens genauso viele Juden oder Christen die ihre Frauen misshandeln wie Muslime! Sie sollten sich auch mal über das Matriarchat in muslimischen Gesellschaften informieren, bevor sie ihre rassistischen Behauptungen absondern.

      „Wer betreibt öffentliche Hinrichtungen?“
      Sehr viele. Unteranderem auch die USA und Israel. Oder wollen sie behaupten, dass Israelische Soldaten noch keine Menschen auf offener Straße ermordet bzw. hingerichtet haben? Die Todesstrafe ist leider noch weit verbreitet. Sie zielen mit ihrem Kommentar natürlich auf die arabische Welt aber die IDF macht es nicht besser. Ich habe schon Folteropfer des Shin Bet gesehen, das kam sehr nah an die Todesstrafe heran. Viele Palästinenser wurden so hart gefoltert, dass sie geistige Behinderungen davongetragen haben.

      Pulpo, Donnerstag, 27.09.18, 8:47 Uhr

      "Wer ermordet durch Selbstmordattentate Zivilisten?" Derjenige der keine andere Möglichkeiten hat, um einem militärisch überlegenen Gegner zum einlenken zu bewegen. Wenn sie nicht wollen, dass verzwei ...

      „Wer ermordet durch Selbstmordattentate Zivilisten?“

      Derjenige der keine andere Möglichkeiten hat, um einem militärisch überlegenen Gegner zum einlenken zu bewegen.

      Wenn sie nicht wollen, dass verzweifelte Palästinenser Selbstmordattentate begehen sollten Sie sich dafür einsetzen, dass Israel den Palästinensern endlich das gestohlene Land und Besitz zurück gibt und sie für Jahrzehnte der Unterdrückung entschädigt, oder sie müssen sich dafür einsetzen, dass die Palästinenser eine Luftwaffe bekommen und tote Zivilisten als Kollateralschäden deklariert werden können, wie es der Staat Israel am Laufenden Band tut.

      Ob ein unschuldiger durch einen palästinensischen Selbstmordattentäter oder einen israelischen Piloten oder Scharfschützen ermordet wird macht keinen Unterschied. Die Israelischen Soldaten sind genauso Mörder und Terroristen wie die Soldaten der Hamas.

      „Terror ist der Krieg der Armen. Krieg ist der Terror der Reichen“